Wegen Listerien-Belastung

Dringender Rückruf: Gleich mehrere Wurstsorten kontaminiert

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Ein Fleischfabrikant aus Südthüringen muss drei seiner Produkte zurückrufen. Grund ist eine Belastung mit Listerien. Sie waren nur am Standort der Herstellung verkauft worden.

Grabfeld – Pfefferbeißer, Knacker und Teewurst: Allein die Namen dieser Variationen dürften die Herzen von Fleisch-Liebhabern höher schlagen lassen. Jedoch sind es genau diese drei Produkte, die ein Fleischproduzent aus Südthüringen nun aus seinem Sortiment zurückrufen musste. Der Grund: Die drei verschiedenen Fleischvariationen sind mit Listerien belastet, genauer gesagt tragen sie den Krankheitserreger Listeria monocytogenes in sich.

Fleischerei in Südthüringen ruft drei Produkte mit Herstellungsdatum Mitte Oktober zurück

Wie der Hersteller „Fleischerei, Gaststätte & Partyservice Burkhard Hendrich“ am Dienstag (29. Oktober) mittels eines Produktrückrufs verkündete, sind seine Fleischvariationen Pfefferbeißer, Knacker und Teewurst positiv auf Listerien getestet worden. Der Produzent stammt aus dem südthüringischen Grabfeld, nur wenige Kilometer von der bayrischen Grenze entfernt und ist dort im Ortsteil Schwickershausen ansässig. 

Montage aus Listerien-Bakterium und Pfefferbeißer Wurstprodukt

In den Umlauf gebracht wurden die mit Listerien belasteten Fleischprodukte dem Hersteller zufolge im Zeitraum vom 17. Oktober bis 19. Oktober, und das ausschließlich an Ort und Stelle ihrer Produktion. Im Konkreten mahnt produktwarnung.eu vor diesen drei Produkten mit den exakt angegebenen Herstellungsdaten:

  • „Knacker“ mit Herstellungsdatum 15. Oktober 2024
  • „Teewurst“ mit Herstellungsdatum 16. Oktober 2024
  • „Pfefferbeißer“ mit Herstellungsdatum 16. Oktober 2024

Wegen Listerien-Belastung wird dringend vom Verzehr der Fleischprodukte abgeraten

Falls Verbraucher eines jener drei Fleischprodukte des südthüringischen Herstellers „Fleischerei, Gaststätte & Partyservice Burkhard Hendrich“ mit betreffendem Produktionsdatum gekauft haben sollten, wird ihnen vom Verzehr dringend abgeraten. Die betroffene Ware kann bei der Fleischerei zurückgegeben werden, worauf im Produktrückruf hingewiesen wird.

Bei Listerien handelt es sich dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zufolge um eine besonders widerstandsfähige Gruppe von Bakterien, zu denen auch der Erreger Listeria monocytogenes gehört. Dieser wird immer wieder vor allem in Fleischprodukten gefunden, wie nun auch in Südthüringen. Ansonsten sind aber auch Rohmilchprodukte verstärkt vom Erreger betroffen.

Eine Listeriose führt nicht selten zu schweren Verläufen – das kann gefährlich werden

Listeria monocytogenes kann die Krankheit Listeriose verursachen, bei der schwere Verläufe keine Ausnahme sind. Die Symptome zeigen sich innerhalb der ersten 14 Tage nach Infektion und reichen von leichten grippeartigen Symptomen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, bis hin zu schweren Infektionen, beispielsweise Hirnhautentzündung, sowie anderen potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen.

Die Krankheit befällt hauptsächlich Ältere, Schwangere, Neugeborene sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem und kann bei schweren Verläufen gefährlich werden. Bei Schwangeren kann das eigene Kind geschädigt werden, selbst wenn Mütter keine Symptome zeigen. Weitere Informationen zum Krankheitsbild Listeriose wurden unter anderem auch vom Robert Koch-Institut (RKI) auf dessen Website bereitgestellt.

Die Fleischerei, Gaststätte & Partyservice Burkhard Hendrich empfiehlt Personen, die die oben genannten Fleischprodukte gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, ärztliche Hilfe aufzusuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinzuweisen. „Schwangere, die dieses Lebensmittel gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen“, schreiben sie weiter. Für andere Personen, die die Produkte gegessen haben und nach 14 Tagen symptomfrei sind, sei eine ärztliche Behandlung jedoch nicht zwingend erforderlich. Dass Produkte mit Listerien belastet sind, kam vor allem in den letzten Monaten immer wieder vor, bundesweit wurden bislang bereits zahlreiche Fälle bekannt. (fh)

Rubriklistenbild: © IMAGO / BSIP und IMAGO / Panthermedia

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