Der italienische Ministerrat hat dazu ein Gesetzesdekret erlassen, wie auch tz.de berichtet. Autofahrern drohen demnach bis zu 30 Jahre Führerscheinentzug. Das neue Gesetz zielt dabei vor allem auf Fahrer ab, die sich alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss hinters Steuer setzten.
Wiederholungstäter müssen vor der Fahrt pusten
So sieht der Gesetzesentwurf laut dem italienischen Nachrichtenmagazin la Repubblica eine Null-Toleranz-Grenze vor, die auch immer mehr Deutsche befürworten. Schon beim ersten Verstoß wird der Führerschein für bis zu drei Jahre eingezogen.
Schlägt der Alkoholtest erneut aus, muss künftig vor jeder Fahrt der Atemalkohol gemessen werden. Für Wiederholungstäter sieht das Gesetz nämlich den Einbau einer Alkohol-Zündschlosssperre vor. Ist der Promillewert zu hoch, bleibt das Auto aus. In Schweden und den USA kommen solche Geräte bereits zum Einsatz. Wer trotzdem noch einmal angetrunken erwischt wird, muss seinen Lappen für bis zu 30 Jahre abgeben.
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Führerschein muss auch bei anderen Verstößen abgegeben werden
Ähnlich streng soll in Italien auch durchgegriffen werden, wenn Minderjährige unter Drogeneinfluss beim Fahren ohne Führerschein erwischt werden. Statt mit 18 darf man die Fahrprüfung dann erst mit 24 absolvieren. Und auch beim Telefonieren am Steuer wird künftig der Lappen einkassiert. Und zwar für sieben bis 15 Tage. Gleiches gilt auch bei einem Rotlichtverstoß, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder wenn man nicht angeschnallt ist.
Die Verschärfungen sollen dabei helfen, die Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, wie das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr la Repubblica erklärte. Eine Abstimmung im Parlament könnte im Herbst erfolgen.