Superfood für Pflanzen

Dünger selber machen: Beinwell-Jauche ist ideal für Tomaten

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Im Sommer ist ein guter Zeitpunkt, um Beinwell-Jauche selber zu machen: Sie ist ein toller Dünger für Tomaten, Zucchini und anderes Gemüse.

Tomaten, Paprika, Zucchini oder andere stark zehrende Gemüsesorten haben einen großen Nährstoffbedarf und somit viel zu nehmen. Beinwell hingegen hat viel zu geben: Das Kraut enthält zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente, mit denen man auf ganz natürliche Weise düngen kann. Einen kleinen Haken hat die Beinwell-Jauche jedoch: Sie riecht anfangs etwas streng.

Dünger selber machen: Beinwell-Jauche ist ideal für Gemüse

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale) ist ein natürlicher Pflanzenstärker und Arzneipflanze zugleich.

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale) ist nicht nur für Bienen und Hummeln verlockend. Seine Daseinsberechtigung im Garten gewinnt er auch als robuster Bodendecker, als Lieferant für Mulchmaterial und als natürliche Pflanzenstärkung in Form von einer Jauche oder Pflanzenbrühe. Wer die Pflanze bisher nicht angebaut hat, kann sie auch häufig an Flussufern finden.

Da in den Blättern der Pflanze reichlich Stickstoff, Kalium, Kieselsäure und Phosphat enthalten ist, erfüllt sie damit beste Voraussetzungen für einen organischen Dünger. Sie fördert das Wachstum der Pflanzen und macht Gemüse, aber auch Kübelpflanzen, widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger wie Pilze und gegen Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben.

Für Beinwell-Jauche benötigt man nur Wasser, einen Eimer und etwas Zeit

Wie der Gärtner Hendrik Noßmann dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) erklärt, lässt sich eine Beinwell-Jauche ganz einfach folgendermaßen herstellen:

  • Beinwell bodennah abschneiden und die Pflanze zerkleinern.
  • Einen Eimer, zu etwa zwei Dritteln mit Beinwell füllen (etwa ein Kilogramm Blätter auf zehn Liter Wasser).
  • Den Behälter mit Wasser auffüllen. Wer Regenwasser zur Verfügung hat, sollte dieses bevorzugen.
  • Den Eimer luftig abdecken und die Brühe mindestens 14 Tage – am besten im Halbschatten – ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Das gärende Gemisch fängt an zu stinken, es wirft Blasen und nimmt eine braune Farbe an.
  • Wenn sie nicht mehr schäumt, die Jauche durch ein Sieb abgießen.

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Auch wenn sich der strenge Geruch verflüchtigt, ist die Beinwell-Jauche sehr intensiv und sollte nicht pur zum Einsatz kommen. Daher wird sie mindestens im Verhältnis eins zu zehn verdünnt. Dann ab in die Gießkanne und einmal in der Woche ran an das Gemüse – aber nur an den Boden, nicht auf die Blätter.

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Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
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Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
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Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
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Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
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Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

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