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Ihre Tomaten sitzen am Strauch, aber sie werden nicht rot und reif? Dies kann viele Ursachen haben. Hat man die gefunden, können sich die Früchte oft noch voll entwickeln.
Es gibt Tomatensorten wie die sizilianische Marinda-Tomate und die Tigertomaten, die schon im halbgrünen Zustand der Früchte ihren perfekten Reifegrad erreicht haben. Aber eine rot ausreifende Tomate sollte tatsächlich eine satte Farbe haben und aromatisch schmecken, wenn man sie pflückt. Zieht sich dieser Zustand sehr lange hin, sollte man auf Spurensuche gehen, denn es kann an einem falschen Standort, an falscher Pflege oder Krankheiten liegen.
Genug Sonne ist das A und O für reife Tomaten
Bevor man sich Sorgen um die fehlende Röte der Tomaten macht, hilft eine Kostprobe weiter, solange die Früchte – je nach Sorte – nicht mehr grün und somit im unreifen Zustand ungesund sind. Denn auch mit einer vornehmen Blässe können Tomaten abweichend von der Abbildung auf dem Saatgutpäckchen schmecken, wenn sie ausgewachsen und innerlich schon ausgereift sind.
Die erste Frage, die man sich dann stellen sollte, wenn die Tomaten am Strauch nicht rot werden: Bekommen bzw. bekamen die Pflanzen während des Wachstums genug Sonne? Hier ist zum einen der Standort entscheidend, Tomaten benötigen sechs bis sieben Stunden Sonne am Tag und mögen es windgeschützt. Auch ein zu starker Schattenwurf der eigenen Blätter durch zu viel Blattmasse kann die Reife bremsen. Hier hilft das regelmäßige Ausgeizen. Steht die Pflanze im Kübel, ist ein Standortwechsel möglich, sonst hilft es bei dieser Ursache nur, die Früchte zu pflücken und nachreifen zu lassen.
Weitere Ursachen für blasse Früchte
Folgende weitere Gründe können zu unreifen oder blassen Früchten führen:
- Zu niedrige Temperaturen: Das Wetter hat man nicht im Griff, aber bei Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad Celsius fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Hier kann eine Reifehaube oder -folie aus Kunststoff weiterhelfen.
- Zu viel Dünger: Auch wenn Tomaten nährstoffhungrige Starkzehrer sind, kann zu viel Dünger dazu führen, dass die Pflanze viel Energie in das Wachstum und die Blätter steckt, die Früchte aber langsamer reifen und nur wenig Aroma ausbilden. Überprüfen Sie die Nährstoffgaben und greifen Sie im Zweifel zu organischem Dünger, dessen Inhaltsstoffe die Pflanze langsamer aufnimmt.
- Die Grün- oder Gelbkragenkrankheit: Vor allem Temperaturen über 30 Grad Celsius, zu viel Sonne oder ein Kaliummangel führen zu dieser Fehlentwicklung, die nicht ansteckend ist. In dem Fall kann man die grünlichen Stellen am Stielansatz ausschneiden und den Rest der Frucht essen.
Um die Tomaten zum Erröten zu motivieren, hilft es oftmals, die Pflanzen mit grünen Tomaten erstmal nur alle drei Tage zu gießen. Auch wenn man sie für einige Zeit an einen schattigen Platz stellt, kann das einen Anreiz zum Rotwerden geben. Wenn dies nichts bringt, kann man die Früchte auch am Strauch nachreifen lassen.
Rubriklistenbild: © Scherf/Imago

