Neujahrs-Duft

Räuchern mit eigenen Kräutern – welche besonders wohlriechend sind

  • schließen

Nicht nur zur Zeit der Raunächte ist das Räuchern mit Kräutern eine entspannende, reinigende Tradition. Elf Kräuter, die gut duften und sehr gut geeignet sind.

Dem Räuchern mit getrockneten Kräutern und Harzen wird eine reinigende und desinfizierende Wirkung zugeschrieben. Vor allem zwischen den Jahren bis zum 6. Januar ist es ein beliebtes Ritual, um das alte Jahr zu reflektieren und das neue Jahr gut zu begrüßen. Aber nicht nur in den Raunächten, auch zur Sommersonnenwende, zu besonderen persönlichen Anlässen oder einfach zur Entspannung klärt der Duft von Kräutern den Kopf. Je nach Tagesverfassung kann ein anderer Geruch passend sein – wichtig ist nur, dass man sich damit in dem Moment wohlfühlt. Eine Auswahl von Kräutern, die man auch im eigenen Garten findet.

11 besonders wohlriechende Kräuter zum Selberräuchern

Kräuter wie Beifuß und Johanniskraut sind wohlriechende Pflanzen zum Räuchern.

Ob man Kräuter für sich allein zum Räuchern einsetzt oder eine Mischung macht, ist einem selbst überlassen. Wer aber noch nicht weiß, welcher Duft einem besonders gut tut, sollte das Räucherwerk zunächst als Solisten ausprobieren. Folgende Kräuter sind beliebt, um sie verglimmen zu lassen:

  • Salbei
  • Arnika
  • Lavendel
  • Kamille
  • Lorbeer
  • Thymian
  • Schafgarbe
  • Melisse
  • Minze
  • Beifuß
  • Johanniskraut

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Zwei einfache Methoden, Kräuter zu räuchern

Sehr einfach ist das Räuchern mit einem getrockneten Kräuterbündel, das man sich mit den passenden Kräutern aus dem eigenen Garten oder vom Wegesrand zusammengestellt hat. Dieses Bündel zündet man an – das geht am besten mithilfe einer Kerze – und geht dann mit dem glimmenden Kräuterbündel durch Haus oder Wohnung, um den Duft zu verbreiten. Hierbei sollte man aufpassen, dass keine Glut nach unten fällt. Hat man genug geräuchert, drückt man das verbleibende Kräuterbündel in einer feuerfesten Schale gut aus.

Mini-Apotheke aus dem Garten: Zehn Heilpflanzen für kleine Wehwehchen

Dornige Hauhechel
Die Dornige Hauhechel kann als Tee die Beschwerden einer Blasenentzündung lindern.  © Chromorange/Imago
Herstellung von Ringelblumen-Salbe aus Blüten
Ringelblumensalbe ist leicht selbst herzustellen und ein gutes Hausmittel gegen Hautprobleme wie Ekzeme. © imagebroker/Imago
weiß blühender Katzenbart (Orthosiphon aristatum)
Ein hübscher Blütenstrauch, der für Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt wird: Der Katzenbart, auch bekannt als Java-Tee.  © blickwinkel/Imago
rot blühende Indianernesseln (Monarda didyma)
Die prächtige Indianernessel oder Goldmelisse hilft als Tee gegen Übelkeit, Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen. © blickwinkel/Imago
Mann sammelt Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
In den Blüten des Madesüß-Strauchs stecken ätherische Öle, die Salicylsäure enthalten und wie eine Kopfschmerztablette wirken.  © imagebroker/Imago
Ysop-Blüten
Bitterstoffe und Gerbstoffe im Ysop lindern Husten und Verdauungsbeschwerden. © blickwinkel/Imago
Salbeitee in Tasse mit Teesieb
Salbei-Tee aus getrockneten oder frischen Blättern hilft bei Entzündungen im Hals-Rachen-Raum und ist verdauungsfördernd. © imagebroker/Imago
Gelb blühendes Johanniskraut
Eine Zierde in jedem Garten – Johanniskraut wird bei Angst und nervöser Unruhe angewendet. © Shotshop/Imago
Fläschchen Lavendelöl und Lavendelblüten
Lavendelöl gilt als nervenstärkend bei innerer Unruhe und Stress. © Shotshop/Imago
Zistrose hat zarte, leicht zerknittert wirkende Blüten, die bei Bienen und Hummeln beliebt sind.
Zistrose ist ein Blickfang in jedem Garten und eine heilkräftige Pflanze.  © Imago

Für die zweite Methode benötigt man nur eine feuerfeste Schale wie einen Tonuntersetzer, Quarzsand ohne Duft verfälschende Zusatzstoffe und eine Kohletablette aus dem Teeladen. Man gibt etwas Sand in die Schale und entzündet die Kohletablette mithilfe einer Zange an einer Flamme. Die Kohle legt man auf den Sand und darauf die Wunschkräuter, sobald die Kohle leicht weiß ist. Damit die Kräuter nicht zu schnell verbrennen, kann man sie auch an den Rand der Kohle legen. Achten Sie beim Räuchern immer darauf, dass Löschwasser bereitsteht und lüften Sie danach gut durch.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

Kommentare