VonSimon Monesschließen
Nebel kann plötzlich die Sicht stark einschränken. Jetzt ist besondere Vorsicht gefragt. Doch viele Autofahrer reagieren falsch.
Nebel ist eine der tückischsten Wetterbedingungen für Autofahrer. Er kann die Sichtweite innerhalb von Sekunden drastisch reduzieren und die Fahrbedingungen erheblich erschweren. Die Gefahr, potenzielle Hindernisse zu spät zu erkennen, steigt enorm an. Nebel tritt oft morgens und abends auf, kann aber auch zu anderen Zeiten und an unerwarteten Orten auftreten.
Eine der größten Gefahren bei Nebel ist die drastisch verringerte Sichtweite, die innerhalb weniger Sekunden auftritt. Dies führt oft zu unangepasster Geschwindigkeit und zu geringem Abstand, was die Unfallgefahr erhöht. „Viele Autofahrer hängen sich oft instinktiv an das Rücklicht des Fahrzeugs vor ihnen, das vermittelt eine trügerische Sicherheit“, erklärt Roland Frisch vom ÖAMTC. Auf Autobahnen und Landstraßen ist der Abstand dann oft viel zu gering.
Richtige Beleuchtung ist wichtig: Wann Sie Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte einsetzen dürfen
Wer trotz Nebel sicher ans Ziel kommen will, sollte einige Tipps und Tricks beherzigen. So ist etwa die richtige Beleuchtung des Fahrzeuges wichtig. Die beste Kombination bei Nebel besteht aus Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte. Hier gelten jedoch strenge Regeln.
Nebelscheinwerfer dürfen bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schnee zusätzlich zum Abblendlicht eingeschaltet werden. Sie verbessern die Sicht, indem sie das Licht flach über die Straße streuen. Die Nebelschlussleuchte hingegen darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern verwendet werden. Dann gilt zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Wichtig: Schalten Sie die Nebelschlussleuchte bei besserer Sicht umgehend wieder aus, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden. Vom Fernlicht sollten Sie indes die Finger lassen, da es die Sicht durch Reflexionen verschlechtert. Auch die modernste Lichtautomatik erkennt Nebel nicht immer zuverlässig. Daher sollten Sie bei schlechter Sicht selbst das Abblendlicht einschalten.
Sicher durch den Nebel: Passen Sie die Geschwindigkeit an
Zudem sollten Sie bei Nebel die Geschwindigkeit anpassen. Am besten bremsen Sie bereits vor der Nebelbank ab, da oft auch die Fahrbahn feucht ist und sich damit der Bremsweg verlängert. Grundsätzlich gilt, dass die Höchstgeschwindigkeit immer der Sichtweite in Metern entsprechen sollte. Können Sie 100 Meter weit sehen, sollten Sie nicht schneller als 100 km/h fahren. Als Orientierung können die Leitpfosten am Straßenrand dienen, diese befinden sich im Abstand von 50 Metern.
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Genug Abstand halten: Nebel-Faustregel hilft
Und auch der Abstand zum Vordermann sollte bei Nebel eingehalten werden. Hier lässt sich die gleiche Faustformel wie bei der Geschwindigkeit anwenden. Heißt: Der Abstand zum Vordermann sollte der Sichtweite entsprechen. Bei 50 Metern Sichtweite, sollten Sie also 50 Meter Abstand halten, rät der ADAC.
Sicher unterwegs bei Nebel: Nicht überholen!
Ein weiter wichtiger Tipp bei Nebel – der eigentlich selbstredend sein sollte: Nicht überholen! Denn dafür ist eine ausreichende Sicht die Grundvoraussetzung und die ist nicht gegeben. Um Unfälle zu vermeiden, sollte man daher von Überholmanövern gänzlich absehen. Egal wie langsam das Fahrzeug vor einem unterwegs ist.
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Nebel erfordert besondere Aufmerksamkeit
Insgesamt ist eine erhöhte Achtsamkeit wichtig. So sind Markierungen und Verkehrsführungen oftmals schwer oder spät erkennbar. Zusätzliche Orientierung bieten die Reflektoren an den Leitpfosten am Straßenrand. Leuchten diese orange, weist das auf eine Ausfahrt hin.
Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

