Gehaltsvergleich

Wo stehen Sie im Vergleich? Tabelle zeigt Durchschnittseinkommen von Ärzten, Friseuren und mehr Branchen

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In welchem Beruf wird welches Gehalt verdient? Das Statistische Bundesamt hat jetzt aktuelle Daten veröffentlicht. Auch der Bildungsabschluss spielt eine Rolle.

München – Verschiedene Berufe werden in Deutschland auch unterschiedlich bezahlt. Dabei gibt es teilweise starke Unterschiede. Auch wenn das Thema Gehalt bis heute zu einem Tabuthema zählt, ist es doch ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Jobsuche. Doch in welchem Job wird eigentlich wie viel verdient?

Dazu hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden neue Zahlen veröffentlicht. Diese geben jedoch nicht nur einen Überblick über den durchschnittlichen Bruttoverdienst bei ausgewählten Berufen. Sie zeigen auch, wie stark sich der Bildungsabschluss im Gehalt niederschlägt.

Gehalt in Deutschland: So stark unterscheiden sich die Einkünfte verschiedener Berufe

Sie gelten nach wie vor als Beispiel für den Niedriglohnsektor: Friseurinnen und Friseure. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten Angestellte dieser Berufsgruppe im April 2022 durchschnittlich 1778 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Bruttoverdienst von Mechatronikerinnen und Mechatronikern für Kraftfahrzeuge betrug im April 2022 laut Statistischen Bundesamt 3204 Euro, also rund 1400 Euro mehr.

Weiter oben auf der Gehaltsliste finden sich Pilotinnen und Piloten sowie Ärztinnen und Ärzte. Ihr Gehalt beträgt rund 6000 bis 7000 Euro mehr im Monat. Die Daten des Statistischen Bundesamt umfassen nur Vollzeitbeschäftigte und stammen alle aus dem April 2022. Der durchschnittliche Verdienst aller Berufsgruppen lag demnach in diesem Zeitraum in Deutschland bei 4105 Euro monatlich. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sowie Schichtzuschläge und Trinkgeld sind nicht eingerechnet.

BerufVollzeit-Gehalt (Brutto, ohne Sonderzahlungen)
Pilotin bzw. Pilot8739 Euro
Ärztin bzw. Arzt7706 Euro
Software-Entwicklerin bzw. Software-Entwickler5541 Euro
Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau3845 Euro
Bürofachkraft3649 Euro
Altenpflegerin bzw. Altenpfleger3559 Euro
Kfz-Mechatronikerin bzw. Kfz-Mechatroniker3204 Euro
Bäckerin bzw. Bäcker2738 Euro
Köchin bzw. Koch2590 Euro
Friseurin bzw. Friseur1778 Euro
Durchschnittsverdienst bei allen Berufen4105 Euro
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023

Der Durchschnittsverdienst wird durch die Addition aller Gehälter und durch die anschließende Teilung der Zahl der Menschen ermittelt. Neben Beruf und Ausbildungsabschluss spielen auch andere Einflussfaktoren wie die Branche oder die mit dem Alter gewonnene Berufserfahrung eine Rolle.

Einkommen in Deutschland: Höhere Bildungsabschlüsse machen beim Gehalt den Unterschied

Als weiterer wichtiger Faktor für das Einkommen gilt der erreichte Bildungsabschluss. Hier zeigt sich bei den Auflistungen der Destatis-Daten ein ähnliches Bild. Beschäftigte in Vollzeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung haben demnach im April 2022 durchschnittlich 3521 Euro brutto verdient.

Werden oft als Beispiel für den Niedriglohnsektor genannt: Friseurinnen und Friseure. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, dass diese Berufsgruppe tatsächlich weit unten im Spektrum deutscher Gehälter liegt. (Symbolbfoto)

Ohne einen beruflichen Ausbildungsabschluss waren es hingegen nur 2817 Euro und damit rund 700 Euro weniger. Mit einem Bachelorabschluss betrug der Verdienst 4551 Euro, rund 1600 Euro mehr wurden mit einem Masterabschluss erzielt (6188 Euro).

Bildungsabschluss Vollzeit-Gehalt (Brutto, ohne Sonderzahlungen)
Promotion, Habilitation8687 Euro
Diplom, Magister, Master, Staatsexamen6188 Euro
Meister-, Techniker-, Fachschulabschluss4826 Euro
Bachelor4551 Euro
Anerkannter Berufsabschluss3521 Euro
Ohne beruflichen Ausbildungsabschluss2817 Euro
Durchschnitt bei allen Berufen4105 Euro
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023

Eine umfassende Übersicht über die Verdienste in unterschiedlichen Berufen findet sich in der Datenbank GENESIS-Online des Statistischen Bundesamtes. Dort liegen sämtliche Angaben als arithmetischer Mittelwert sowie Median vor. (hg)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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