„Ich war sprachlos“

Duschende Katze sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen – doch die Routine hat einen Grund

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Als Dominique Iftekaralikhan den zehnjährigen Kater Willem aus dem Tierheim holt, ahnt sie nicht, dass er bald in den sozialen Medien viral gehen wird – aus einem traurigen Grund.

In den Tierheimen warten zahlreiche Tiere auf ein liebevolles Zuhause. Auf diesem Weg fand auch die Niederländerin Dominique Iftekaralikhan im vergangenen Jahr 2023 ihren neuen besten Freund, den zehnjährigen Kater Willem. In einem Tierheim im malerischen Örtchen Cuijk verliebte sich die junge Frau auf Anhieb in die rot-weiße Samtpfote. Seitdem geht das Mensch-Tier-Gespann gemeinsam durchs Leben.

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Niedliche Videos aus ihrem gemeinsamen Alltag mit Willem postet Dominique gerne auf ihren Social-Media-Accounts. Dort sorgte erst kürzlich ein TikTok-Clip für Aufsehen. Es zeigt Willem, der in Dominiques Dusche tapst und sich dort bereitwillig unter die Brause stellt. Viel mehr: Er scheint, die Dusche ausgiebig zu genießen und sucht immer wieder die Wasserstrahlen. Auch ein Schluck zum Trinken darf nicht fehlen. Und das alles, obwohl sich Katzen nicht gerade einen Ruf als Wasserratten gemacht haben – doch Willem scheint eine echte Ausnahme zu sein.

Ungewöhnliche Morgenroutine: Kater Willem will täglich geduscht werden

In ihrem Video schreibt Dominique alias @dominiqueiftekaralikhan: „Du adoptierst eine alte Katze aus dem Tierheim und das ist deine Morgenroutine.“ Denn Morgen für Morgen weckt Willem seine Menschenmama, weil er geduscht werden will. Inzwischen hat die erstaunliche Aufnahme fast sechs Millionen Klicks auf TikTok bekommen.

Dass Katzen sich ein Bad gefallen lassen, ist schon eine Ausnahme. Dass sie die Duscheinheit sogar einfordern, sorgt sogar auf TikTok daher für staunende Reaktionen. (Symbolbild)

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Wie Newsweek berichtet, steckt allerdings mehr hinter der ungewöhnlichen Leidenschaft als nur eine tierische Marotte des betagten Katers. Wie Dominique dort erzählt, sei der Grund für Willems Verhalten trauriger Natur. Denn in dem Tierheim, aus dem die Niederländerin ihren Stubentiger geholt hatte, sei es dem armen Katzen-Opa nicht besonders gut gegangen. „Er wurde komplett in eine Ecke weggedrängt. Die anderen Katzen waren sehr dominant“, so Dominique gegenüber Newsweek. Willem habe sich nicht mal getraut, auf das Katzenklo zu gehen, schreibt Newsweek. Der Kater sei am ganzen Körper voller Kot und Urin gewesen. „Er hat sich auch nicht gewaschen. Ich war so traurig“, so Dominique.

Überraschung folgt zu Hause: „Als er die Dusche sah, konnte er nicht mehr widerstehen“

Zu Hause angekommen wollte Dominique ihren neuen Begleiter natürlich erst einmal sauber machen. Allerdings ohne dem ohnehin schon verängstigten Tier dabei durch das Wasser zu viel Stress zu bereiten. Zu ihrer großen Überraschung fiel die Reaktion des Katers ganz anders aus als erwartet: „Als er sah, dass ich eine Dusche hatte, konnte er nicht mehr widerstehen“, erzählt die frischgebackene Katzenmama.

Kater Willem schien die Brause regelrecht zu genießen – und wollte von nun an mehr. „Am ersten Tag war ich sprachlos“, schreibt Dominique unter ihrem rührenden TikTok-Video. „Er fing sogar um 5:30 Uhr morgens an zu jammern, weil er duschen wollte“, verrät Frauchen Dominique bei Newsweek.

@dominiqueiftekaralikhan I was speechless the first day #fyp #cat #catshower #cats #sheltercat #shelter #oldcat #oldcatsoftiktok #morningroutine ♬ Funny - Gold-Tiger

Doch auch wenn der Kater seine ungewöhnliche Morgenroutine liebt und seine Dusche am liebsten täglich nehmen würde, versucht seine Besitzerin, streng zu sein: „Ich versuche, es nicht jeden Tag zu erlauben, weil es nicht sehr gut für seine Haut ist.“ Doch nicht immer könne sie seinem Betteln widerstehen.

Dennoch sollten Katzenbesitzer darauf achten, ihre Katzen nicht zu oft einer Dusche auszusetzen – vorausgesetzt, die kleinen Vierbeiner möchten das überhaupt – denn Katzen putzen sich in der Regel am liebsten selbst. Mit ihrer Körperhygiene sind sie anspruchsvoll und wissen selbst meist am besten, was ihnen guttut.

Cat-tastisch: 13 verrückte Superkräfte, die nur Katzen besitzen

Eine rote Katze sitzt unter einer Bank, während es regnet.
Mehr als nur ein Mythos: Katzen können das Wetter vorhersagen. Und nicht nur das: Mit empfindlichen Tastsensoren sind sie in der Lage, selbst schwache Vibrationen und Erschütterungen wahrzunehmen und können damit sogar Gewitter oder Erdbeben vorhersehen. Sensible Wärmerezeptoren und weitere Biomechanismen, die noch wissenschaftlich erforscht werden, verleihen den Samtpfoten außerdem die Gabe, Wetterveränderungen vorherzusagen, so Geo. An ihrem Verhalten können Menschen das bevorstehende Wetter ablesen: Steht gutes Wetter bevor, putzen sich Katzen beispielsweise vermehrt. Suchen sie bevorzugt das Haus auf, ist mit einer Regenperiode zu rechnen. Schläft die Katze tief und fest oder zeigt beim Schlafen ihren Bauch, könnte es warm werden. Steht ein Gewitter bevor, spüren Katzen die elektrische Ladung und lecken sich häufiger. © YAY Images/Imago
Eine Katze hat ihren Mund leicht geöffnet und lässt die Zunge heraushängen.
Katzen schmecken mithilfe eines zusätzlichen Organs Gerüche. Haben Sie sich schon mal gefragt, weshalb Ihrer Katze manchmal grundlos der Mund offensteht? Das sogenannte Flehmen, bei dem Katzen ihren Mund öffnen, hilft ihnen, interessante Gerüche zu analysieren, indem sie Geruchs- und Geschmackssinn kombinieren. Dies geschieht durch das Jacobson-Organ, das sich hinter den oberen Schneidezähnen befindet. © YAY Images/Imago
Eine rote Katze miaut.
Katzen miauen für Menschen. Kommunizieren sie mit Artgenossen, spielt das Miauen eine untergeordnete Rolle. Wenn sie sich aber mit Zweibeinern verständigen wollen, benutzen sie dafür häufig einzigartige Laute und Gesten. Nach einer Weile wissen sie genau, welche Tonlage sie anstimmen müssen, um das zu bekommen, was sie wollen. Meist wissen Katzenbesitzer bereits Bescheid, was die Mieze ihnen mitteilen möchte. © agefotostock/Imago
Eine graue Hauskatze balanciert auf einem Gartenzaun.
Die Samtpfoten sind Meister des Balancierens: Dank ihres ausgeklügelten Gleichgewichtssystems klettern, balancieren und springen sie äußerst anmutig und geschickt, selbst auf schmalen Gegenständen und meistern Hürden gezielt mit höchster Eleganz. © blickwinkel/Imago
Nahaufnahme eines Katzenohrs
Geht es um das Gehör, übertrumpfen Katzen nicht nur Menschen, sondern auch Hunde. Mit ihren extrem sensiblen Ohren nehmen sie hochfrequente Geräusche wahr, darunter Töne mit bis zu 100.000 Schwingungen pro Sekunde und sogar Ultraschalllaute. Menschen (etwa 20.000 Schwingungen pro Sekunde) können diese Geräusche schlichtweg nicht hören. Im Vergleich dazu hören Hunde etwa 35.000-40.000 Schwingungen pro Sekunde.  © Panthermedia/Imago
Eine Katze sitzt vor dem Sofa im Wohnzimmer auf dem Teppich und blickt in die Kamera.
Katzen sind viel intelligenter als die meisten annehmen. Das zeigt ein Blick auf ihr Namensgedächtnis. Eine japanische Studie belegt, dass Katzen nicht nur ihren eigenen Namen und die Namen ihrer Besitzer kennen, sondern auch, dass sie sich die Namen ihrer Artgenossen merken können. © Zoonar/Imago
Eine Hauskatze springt aus dem Stand hoch.
Ein Katzensprung für die Katze: Dank ihrer kräftigen Hinterbeine, dem elastischen Bindegewebe und dem besonders flexiblen Körperbau springen gesunde und fitte Samtpfoten etwa das Fünf- bis Sechsfache ihrer eigenen Körperlänge mit Leichtigkeit – das bedeutet etwa zwei Meter aus dem Stand. Der Vergleich zum Menschen verblüfft: Der Rekordhalter im Hochsprung übersprang seine eigene Körpergröße um gerade einmal 52 Zentimeter. © Anka Agency International/Imago
Eine Katze bei Nacht mit großen, schwarzen Pupillen.
Katzen sehen auch bei sehr schwachem Licht. Nicht umsonst sind sie von Natur aus nachtaktiv und gehen bevorzugt in der Dämmerung auf die Jagd. Das Geheimnis hinter ihrer ausgezeichneten Sehfähigkeit ist die erhöhte Anzahl an Stäbchen auf ihrer Netzhaut. Fakt ist jedoch, dass Katzen sich bei völliger Dunkelheit ebenfalls mit der Wahrnehmung schwertun. © Panthermedia/Imago
Eine schwarz-weiße, junge Katze fällt.
Katzen landen meistens auf ihren Pfoten und überstehen Stürze aus großer Höhe in der Regel gut. Zudem gelingt es ihnen mit dem Schwanz, die Fallgeschwindigkeit zu minimieren. Das verschafft der Katze die Zeit, um zuerst den Oberkörper, den Kopf und dann das Hinterteil zu drehen. So dreht sie ihre Beine blitzschnell in Richtung des Bodens. Diese Eigenschaft wird auch Dreh-, Stell- oder Aufrichtreflex genannt und ist einzigartig. Dennoch können auch, gerade bei übergewichtigen Katzen, lebensbedrohliche Verletzungen entstehen. Bringen Sie Ihre Katze nach einem Sturz aus großer Höhe unverzüglich zum Tierarzt. © agefotostock/Imago
Ein Kätzchen ist kurz davor, durch einen weißen Holzzaun zu schlüpfen.
In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Katzen, die sich im Sofaschlitz verkriechen, sich in Goldfischgläser pressen oder sich einfach unbedingt unter dem Gartenzaun hindurchquetschen müssen. Mit ihren gelenkigen Körpern kommen Katzen fast überall hin, wo sie hin möchten. Doch wie schaffen die Miezen das eigentlich? Der Grund für die schier unglaubliche Beweglichkeit ist ihre einzigartige Skelettstruktur: Sie besitzen kein Schlüsselbein, dafür jedoch ein sehr flexibles Rückgrat mit 30 Wirbeln. Ihre Gliedmaßen sind allein durch Bänder und Muskeln mit der Wirbelsäule verbunden, was ihnen den erstaunlichen Bewegungsspielraum ermöglicht. © blickwinkel/Imago
Eine Hauskatze putzt sich die Pfote.
Reinlicher als jedes andere Tier und vermutlich auch als Menschen? Genau das lässt die Wissenschaft verlauten, wenn es um die auf Sauberkeit bedachten Samtpfoten geht. Mit ihrem eigenen Speichel putzen sie sich mehrmals täglich. Dabei sind Aufbau und Funktion einer jeden Katzenzunge einzigartig. Wer schon einmal von einer Katze abgeleckt wurde, weiß, dass sie einem Schmirgelpapier gleicht. Der Grund dafür sind winzige Stacheln, sogenannte Fadenpapillen, die aus nach hinten gebogenen Zähnchen aus Horn bestehen. Neben der Nahrungsaufnahme hat die Zunge für die Fellpflege die größte Bedeutung: Mithilfe der winzigen Zähne können Katzen ihre Zunge als eine Art Kamm einsetzen. © blickwinkel/Imago
Eine Katze kuschelt sich auf einer Decke ein und streckt ihre Beine von sich.
Das Schnurren von Katzen sei „eines der nur zum Teil geklärten Rätsel der Wissenschaft“, so Spektrum der Wissenschaft. Was feststeht ist, dass Katzen nicht nur Menschen, sondern auch sich selbst auf bestimmten Frequenzen therapieren und beruhigen können. Zudem erfüllt das Schnurren der Mieze den Zweck, ihr Wohlgefühl nach außen zu tragen. Experten gehen davon aus, dass durch die Vibration ein komplexer Selbstheilungsmechanismus in Gang gesetzt wird. Übrigens: Katzenjunge benötigen erst einige Tage an Übung, um schnurren zu können wie die Großen. © imagebroker/Imago
Eine junge Katze klettert an einem Holz empor.
Dank ihrer scharfen Vorderkrallen sind Katzen wahre Meister des Kletterns. Mühelos erklimmen sie damit die höchsten Baumkronen. Der Weg nach unten gestaltet sich da schon schwieriger. Aber machen Sie der Mieze erst einmal ihre Kletterkünste nach … © Panthermedia/Imago

Laut Newsweek riskieren Katzenbesitzer, durch regelmäßiges Duschen oder Baden, die natürlichen Öle, die für Haut und Fell der Katze wichtig sind, auszuwaschen. Ist der Stubentiger jedoch beispielsweise mit Schmutz, Öl oder Fett in Berührung gekommen, sei ein Bad notwendig und vertretbar. Das Gleiche gelte im Fall von Krankheiten, die beispielsweise ein medizinisches Shampoo erfordern. Auch Katzenpsychologin Imke Kurtz verweist auf die Wasserscheue von Katzen und nennt verschiedene Gründe, weshalb das Baden von Katzen vermieden werden sollte:

  • Das dichte Fell wird durch Wasser schwer und unangenehm. Die Selbstbestimmung über die Pflege des Fells ist wichtig für die Katze.
  • Katzen kommunizieren stark über Geruch, und Baden entfernt den individuellen Geruch. Der Einsatz von Shampoo führt zu einem fremden Geruch, der soziale Spannungen zwischen Katzen verstärken kann.
  • Zwangsbaden löst bei Katzen Stress, Angst und möglicherweise Aggression aus. Vertrauensverlust, gesteigerter Stress, Angstreaktionen und sogar Panik können daraus resultieren. Regelmäßiges Zwangsbaden kann zu schwerwiegenden psychischen Schäden führen und die körperliche Gesundheit beeinträchtigen.
  • Katzen sollten nur gebadet werden, wenn Gefahr für ihre Gesundheit besteht, z. B., wenn gefährliche Substanzen im Fell sind. Falls notwendig, sollte die Reinigung behutsam und sanft erfolgen. Nach der Prozedur ist es wichtig, die Katze mit einem Highlight zu entschädigen und den Stress zu minimieren.

„Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass ich mich selbst bade“ – lustige Kommentare auf TikTok

Im Kommentarbereich haben sich inzwischen mehr als 1.000 Kommentare gesammelt. Fast 700.000 Menschen reagierten bereits mit einem Herzchen. Die Neugier nach dem Grund für Willems unerwartete Vorliebe für Wasser ist groß. Auch die Kreativität, was die Gestaltung seiner niedlichen Duschroutine angeht, kennt keine Grenzen. Hier eine Auswahl der lustigen Kommentare.

  • „Er braucht einen kleinen Bademantel!“
  • „Ich zeige das meiner Katze.“
  • „Ich habe auch einen roten Kater und er geht auch immer mit mir in die Dusche. 😂 Rote Katzen sind oft schrullig, aber super lieb. ♥️“
  • „Die Katze sagte: ‚Schau, du hast mich adoptiert. Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass ich mich immer noch selbst bade.‘ 🤨“
  • „Mein Kater liebte Duschen, aber er pinkelte auch gerne hinein, wenn er duschte, also badete er alleine. 💀“

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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