Der Akku ist das Herzstück jedes Elektrofahrzeugs und die Kosten für einen solchen Stromspeicher sind hoch. Wer einen Austausch vornehmen lässt, muss dementsprechend tief in die Tasche greifen.
Die Erfolgsgeschichte des modernen Autos ist untrennbar mit der Entwicklung des Verbrennungsmotors verbunden. Was viele jedoch gar nicht wissen: Bereits 1881, also fünf Jahre bevor Carl Benz seine Erfindung zum Patent anmeldete, präsentierte der französische Erfinder Gustave Trouvé das erste Elektrofahrzeug der Geschichte. Im Gegensatz zu Benz’ mit Brennstoff betriebenem Wagen kam Trouvés E-Auto jedoch nur mit langsamen zwölf Kilometern pro Stunde voran. Kein Wunder also, dass der Franzose sich mit seiner Vision der E-Mobilität zum damaligen Zeitpunkt nicht durchsetzen konnte. Im Jahr 2023 sieht das jedoch ganz anders aus.
Die große Mehrheit der Automobilhersteller, darunter auch Mercedes-Benz, bietet heutzutage eine Vielzahl an verschiedenen Elektrofahrzeugen an, die ganz ohne fossile Brennstoffe auskommen. Die vermehrte Produktion der mit Strom betriebenen Wagen wurde unter anderem durch die voranschreitende Klimaerwärmung beschleunigt. Denn Elektroautos sind bewiesenermaßen weniger belastend für die Umwelt und mit Blick auf die steigenden Spritpreise sehr wahrscheinlich ebenso für die Geldbeutel ihrer Fahrer. Ein Kostenpunkt ist bei Elektrofahrzeugen jedoch keinesfalls zu verachten: der Akku. Er ist das Herzstück jedes E-Autos und kommt den Besitzer im Falle eines Austauschs ziemlich teuer zu stehen. Doch wie viel kostet ein neuer Akku letztendlich tatsächlich?
Neuer Akku für das Elektroauto nötig? Fahrzeugbesitzer müssen tief in die Tasche greifen
Der Akku ist bei Elektroautos bekanntermaßen eines der teuersten Bauteile. Die für die Herstellung benötigten Rohstoffe sind teilweise sehr selten und schwer zu beschaffen, gleichzeitig werden sie in großer Menge gebraucht. Die Kosten für den Akku wirken auf viele potenzielle E-Autokäufer erst einmal ziemlich abschreckend und sorgen häufig dafür, dass sich letztendlich doch wieder für den Verbrennungsmotor entschieden wird. Denn jede Batterie verliert im Laufe ihres Lebens an Leistung und muss irgendwann ersetzt werden.
Genau diesen Austausch fürchten Elektroautobesitzer wie der Teufel das Weihwasser. Denn ein neuer Akku ähnelt im Preis teilweise dem eines Kleinwagens. Sollte dieses Risiko beim Kauf eines E-Autos wirklich in Kauf genommen werden? Realistisch gesehen können sich immerhin nur die wenigsten unter uns die regelmäßige Investition in einen neuen Akku tatsächlich leisten.
Der neuer Akku für das Elektrofahrzeug kann schnell eine fünfstellige Summe kosten
Wie das Nachrichtenportal t-online in einem Artikel zum Thema berichtet, wird der Austausch des E-Auto-Akkus „im schlimmsten Fall […] so teuer wie ein neuer Golf.“ Das klingt zweifelsohne erst einmal ziemlich beängstigend. In der Realität sind selbstverständlich nicht alle Austauschbatterien so kostspielig. Wirklich günstig ist jedoch fast keine. Denn selbst beim schnittigen Stadtflitzer Smart müssen für das Ersatzteil mehr als 6.500 Euro investiert werden. Am preisgünstigsten ist laut t-online der Renault Twizy, für dessen Akku mit 4.000 Euro noch vergleichsweise wenig verlangt wird. Um einiges teurer sind da bereits die Elektrofahrzeuge der Marken Dacia und Honda. Während ein Akkutausch beim Dacia Spring mit knapp 6.800 Euro bemessen wird, kostet das Bauteil beim Honda e um die 7.300 Euro.
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Der Traditionsautobauer Volkswagen verlangt für die Akkus seiner Elektromodelle zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Auch Mercedes-Fahrer kann ein defekter Akku schnell in den Ruin treiben, denn das günstigste Bauteil für den Mercedes EQA liegt bereits bei stolzen 15.200 Euro. Die übrigen E-Modelle aus der Benz-Manufaktur werden sogar mit Stromspeichern im Wert von zwischen 18.700 Euro und 28.500 Euro betrieben. Überraschend „günstig“ kommt dagegen BMW daher: Ein neuer Akku für den BMW i3 kostet mit 12.000 Euro vergleichsweise wenig. Zu bedenken ist außerdem, dass die Investition mit dem Kauf des neuen Bauteils noch nicht getan ist. Auch der Einbau kann schnell hunderte oder gar tausende Euro kosten, da nur Markenwerkstätte dazu berechtigt sind, den Batteriewechsel vorzunehmen.
Neuer Akku für das E-Auto: Meistens müssen Fahrzeugbesitzer gar nicht zahlen
Glücklicherweise gibt es am Ende doch noch etwas Positives zu berichten. Denn wie auch t-online im Artikel zum Thema bemerkt, müssen Elektroautobesitzer nur äußerst selten wirklich in einen neuen Akku investieren. Zugute kommt ihnen die Herstellergarantie, die laut dem ADAC in den meisten Fällen acht Jahre beziehungsweise 160.000 gefahrene Kilometer beträgt.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Sinkt die Akkukapazität in diesem Zeitraum unter einen bestimmten Wert, muss der Hersteller dafür sorgen, dass die Fahrzeugbatterie wieder ordentlich in Schuss gebracht wird. Und sollte doch einmal der E-Autofahrer selbst belangt werden, dann handelt es sich im Großteil der Fälle um eine günstigere Reparatur. Zumeist ist nämlich nur ein Teil des Akkus tatsächlich beschädigt, sodass ein Austausch des betroffenen Moduls vollkommen ausreicht, um den Wagen wieder ans Laufen zu bringen.
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