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Mehrweg statt Einweg: Edeka reagiert auf die Einwegkunststoffverordnung und führt ein eigenes Mehrweg-System ein. Was sich ändert – hier im Überblick.
Kassel – Mit der „Einwegkunststoffverbotsverordnung“ wurde Einwegplastik 2021 weitgehend verboten. Laut Europäischem Verbraucherzentrum Deutschland gilt das Verbot für die Produktion der zehn Einweg-Kunststoff-Artikel, die 70 Prozent des Meeresmülls ausmachen.
Demnach stehen unter anderem folgende Artikel auf der Verbotsliste:
- Besteck
- Kosmetischen Wattestäbchen
- Luftballonstäbe
- Rührstäbchen
- Teller und Schalen
- Trinkhalme aus Plastik
- Lebensmittel- und Getränkebehälter aus Styropor
- Aber: Händler und Restaurants dürfen Restbestände weiter ausgeben, damit diese nicht unbenutzt im Müll landen.
Neu bei Edeka: Eigenes Mehrweg-System für mehr Nachhaltigkeit
Ab 2023 gilt die Mehrwegpflicht für To-Go-Produkte. Edeka reagiert auf die Einwegkunststoffverbotsverordnung und führt mit „Regood“ ein eigenes Mehrweg-System ein, das für mehr Nachhaltigkeit sorgen soll. Das verkündet das Unternehmen auf seiner Homepage. Für Edeka-Kundinnen und Kunden wird es ab Januar für den Außer-Haus-Verzehr, sogenannte „Regood“-Becher und Schüsseln an der Salatbar, der heißen Theke oder im In-House-Gastrobetrieb geben. Das Mehrweg-Geschirr soll die Einwegkunststoffverpackungen damit ersetzen.
Das Mehrweg-Geschirr wird laut Edeka in Deutschland hergestellt und ist aus recycelten Material gefertigt. Sie sollen für Spülmaschinen und Mikrowellen geeignet sein und erhalten aufgrund ihrer Nachhaltigkeit dem Konzern zufolge das Umweltengel-Siegel.
Edeka-Mehrweg-System: Bei Pfand-Rückgabe Reinigung inklusive
Die Behälter werden in unterschiedlichen Größen und Volumen angeboten. Nach Gebrauch können die Behälter gegen Erstattung des Pfandwertes wieder abgegeben werden, heißt es. Praktisch: Die Reinigung übernehme die Filiale vor Ort.
Über Details zu Investitionskosten oder Höhe des Pfandwertes äußerte sich Edeka bisher noch nicht. Begründung: Wettbewerb. In den kommenden Wochen wird man zumindest über die Höhe des Pfandwertes näheres erfahren. Im Sommer 2022 haben erst einige Supermärkte eine Pfand-Regelung umgesetzt. (Vivian Werg)
