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Mit über 11.000 Märkten ist Edeka der größte Einzelhändler für Lebensmittel in Deutschland und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück.
Kassel – Der Supermarkt Edeka gilt als der größte Lebensmittelhändler in ganz Deutschland. Doch auch über die deutschen Grenzen hinaus hat Edeka sich bereits ausgebreitet: Im Ausland ist der Supermarkt in Dänemark und Tschechien vertreten.
| Name | Edeka Zentrale AG & Co. KG |
|---|---|
| Hauptsitz | Hamburg |
| Gründung | 1898 in Berlin |
| Mitarbeiterzahl | 408.900 (Stand 2022) |
| Umsatz | 66,2 Milliarden Euro (Stand 2022) |
Edeka ist der größte Supermarkt in Deutschland - das ist seine Geschichte
Bereits 1898 schlossen sich 21 Kaufleute in Berlin zur Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler (E.d.K.) zusammen. Mit der Gründung des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften eGmbH im Jahr 1907 entstand der Vorreiter der späteren Edeka Zentrale AG & Co. KG. Dass aus dieser Genossenschaft später eine riesige Supermarkt-Kette werden sollte, ließ sich vor fast 120 Jahren allerdings noch nicht erahnen.
Bis heute ist der Konzern jedoch eng mit seinen Wurzeln verbunden – durch seinen Namen. Dieser basiert nämlich auf der Bezeichnung des ursprünglichen Zusammenschlusses der Berliner Kaufleute. Aus E.d.K. wurde schließlich „Edeka“.
Der uns heute bekannte Fimen- und Markenname „Edeka“ wurde jedoch erst 1911 aus der Abkürzung gebildet. Bereits ein Jahr später führte der Supermarkt dann schon erste Eigenmarken ein. 1925 waren es dann schon 25 Eigenmarkenartikel, darunter Kakao, Malzkaffee und Kerzen, heißt es auf der Webseite von Edeka.
Geschichte Edekas zwischen 1930 und 1945
Im Jahr 1931 war Edeka 430 Genossenschaften stark und erzielte einen Gesamtumsatz von 267 Millionen Reichsmark. 1933 wurde Edeka gleichgeschaltet und fortan durch die NSDAP kontrolliert. Im selben Jahr wurde Generaldirektor Fritz Borrmann Parteimitglied.
Der Konzern weitete seine Tätigkeiten in den kommenden Jahren auch auf die eingenommenen Gebiete aus, etwa 1938 Österreich. Borrmann übergab die Rolle des Generaldirektors im Jahr 1937 an Paul König. Dieser hatte das Amt bis 1966 inne.
Heute liegt der Hauptsitz von Edeka in Hamburg
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte der Genossenschaftsverbund seine Zentrale nach Hamburg. Ab Mitte der 1950er-Jahre konnten die Kunden im Supermarkt Obst und Gemüse aus dem In- und Ausland kaufen.
1965 veränderte sich das Logo von Edeka: Aus einem Schriftzug mit einem geschwungenem E wurde das bekannte gelbe E in Blockschrift auf gelbem Grund. Sieben Jahre später folgte eine Umstrukturierung, die das Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft machten.
Weitere Meilensteine der Unternehmensgeschichte sind:
- 1955: Eröffnung der Fruchtkontore in Bochum, Hamburg, Frankfurt am Main und München
- 1957: Ausweitung des Non-Food-Sortiments
- 1990: Übernahme zahlreicher Konsum- und Handelsorganisationsverkaufsstellen (HO)
- 1991: Edeka weitet seine Geschäftstätigkeit nach Dänemark und Tschechien aus
Neuere Geschichte der Edeka
Durch eine weitere Strukturreform im Jahr 2001 bekam das Unternehmen seine heutige Rechtsform: Edeka Zentrale AG & Co. KG. 2005 wurde die AVA AG in die Edeka-Gruppe eingegliedert. Im selben Jahr übernahm Edeka die Supermarkt-Kette Spar mit ihren 2.100 Filialen.
Am 1. Juli 2008 genehmigte das Bundeskartellamt die Übernahme des Discounters plus durch Edeka. Als das Unternehmen jedoch 2015 Kaiser’s Tengelmann übernehmen wollte, stellte sich das Bundeskartellamt quer und auch die Monopolkommission meldete Bedenken. Der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erteilte Edeka im März 2016 die Erlaubnis zur Übernahme von Tengelmann.
Dennoch kam es vorerst nicht zur Fusion, denn zwei Konkurrenten des Unternehmens klagten. Ende 2016 einigten sich die Streitparteien dann außergerichtlich und im Folgejahr konnte Edeka sein Vorhaben endlich in die Tat umsetzen. Allerdings mussten einige der Filialen im Rahmen der Einigung an Rewe abgetreten werden.
Das Sortiment von Edeka
In den Edeka-Filialen finden Kunden ein breit gefächertes Angebot von Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Getränke und mehr. In allen Produktkategorien hat das Unternehmen auch Produkte seiner diversen Eigenmarken im Sortiment. Dazu gehören:
- Gut & günstig
- Edeka
- Edeka Bio
- Edeka My Veggie
- Edeka Genussmomente
- elkos
- Edeka zuhause
- Edeka Naturliebe
Edeka gibt Kunden Rezepte an die Hand, die an Sortiment und Jahreszeit angepasst sind
Wer online auf der Suche nach einem Rezept ist, kann ebenfalls schnell auf der Webseite von Edeka landen. Dort werden regelmäßig Rezepte vorgestellt, die allesamt Produkte beinhalten, die im Supermarkt gekauft werden können. Die Rezepte von Edeka variieren je nach Jahreszeit: So lassen sich im Winter beispielsweise einige Anleitungen für Weihnachtskekse finden, wohingegen man im Sommer auch auf exotische Ideen wie gegrillte Wassermelone stößt.
Obwohl es günstigere Alternativen wie Lidl und Aldi gibt, gehen einer Supermarkt-Umfrage aus dem Jahr 2019 zufolge die meisten Deutschen am liebsten zu Edeka.
Online beim Supermarkt bestellen - auch bei Edeka möglich
Der Supermarkt ist im Netz zudem mit seinem Online-Shop Edeka24 vertreten. Wie Edeka auf der Website angibt, biete man einen deutschlandweiten Versand an, der ab einem gewissen Betrag sogar kostenfrei ist. Die Versanddauer soll etwa vier bis sechs Werktage betragen.
Wie auch bei Rewe sind die Produkte online allerdings teurer als im Laden. Produkte, die nur online angeboten werden, wie etwa beim Discounter Aldi, scheint es bei Edeka nicht zu geben. (Nail Akkoyun)
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