VonSebastian Oppenheimerschließen
Ab 2030 wollte Ford in Europa nur noch E-Autos verkaufen. Jetzt rudert der Autobauer zurück und kassiert das Ziel. Dies geht aus Äußerungen eines hochrangigen Managers hervor.
Die Elektroauto-Flaute bleibt nicht folgenlos. Bei Audi steht das Werk in Brüssel auf der Kippe, bei VW sind Stellenstreichungen geplant und bei Mercedes will man einige Verbrenner-Baureihen länger produzieren als geplant. Während viele Hersteller aber offiziell an ihren E-Auto-Strategien und Verbrenner-Ausstiegsdaten festhalten, rückt man nun bei Ford offenbar davon ab. Bis 2030 war geplant, in Europa nur noch rein elektrisch betriebene Pkw-Modelle zu verkaufen – dies lässt sich auch noch immer auf der Website von Ford.de nachlesen. Ein hochrangiger Manager des US-Autobauers hat dieses Ziel aber jetzt mit deutlichen Worten kassiert.
„Kunden haben abgestimmt“: Ford kassiert E-Auto-Pläne in Europa
Gegenüber dem Magazin Autocar sagte Marin Gjaja, Chief Operating Officer der Elektroauto-Sparte Ford Model E, dass der Plan einer rein elektrischen Zukunft in Europa bis 2030 obsolet sei. „Ich denke, die Kunden haben abgestimmt und uns gesagt, dass das zu ehrgeizig ist – und ich denke, jeder in der Branche hat das auf die harte Tour herausgefunden“, so Gjaja. „Ich würde auch sagen, dass die Realität einen dazu bringt, seine Pläne anzupassen.“
So begründet der Ford-Manager die Entscheidung
Völlig überraschend kommt diese Entscheidung nicht. Für das erste Quartal musste die E-Auto-Sparte von Ford einen Milliardenverlust verkünden. „Wir glauben nicht, dass die Umstellung auf reine Elektromobilität bis 2030 eine gute Wahl für unser Geschäft und insbesondere für unsere Kunden ist“, sagte Gjaja gegenüber Autocar. Der Manager führte mehrere Gründe für diese Entscheidung an. Hohe Batteriekosten und Unsicherheiten bei Gesetzgebung und Förderprogrammen spielten eine Rolle. Diese Faktoren führen dazu, dass Kunden den Kauf von Elektrofahrzeugen überdenken.
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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
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