Schäden verhindern

Reifen einlagern: Welche Fehler Autobesitzer unbedingt vermeiden sollten

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Ein guter Reifen kostet zumeist etwas mehr. Damit der Pneu möglichst lange hält, sollten Autobesitzer bei der Einlagerung auf einige Dinge achten.

Eine Studie zeigt: Immer mehr Autofahrer greifen zu Ganzjahresreifen – auch wenn Sommer- beziehungsweise Winterreifen in ihren jeweiligen Jahreszeiten beziehungsweise bei den entsprechenden Witterungsbedingungen natürlich überlegen sind. Allerdings fällt dann auch zweimal im Jahr der saisonale Reifenwechsel an, den viele gerne der Werkstatt überlassen. Andere erledigen den Wechsel lieber selbst – dann müssen die gerade nicht benötigten Reifen allerdings eingelagert werden. Und da gibt es einiges zu beachten, wenn man von seinen Reifen möglichst lange etwas haben möchte.

Vor dem Einlagern: Reifen reinigen – und komplett trocknen lassen

Bereits bei der Abnahme der Räder vom Fahrzeug sollte man darauf achten, die Position der Räder auf den Reifen zu markieren – beispielsweise mit einem speziellen Stift für Reifen. Der TÜV Nord rät dazu, Reifen und Felgen bei dieser Gelegenheit gleich auf mögliche Schäden zu überprüfen. Sollten die Pneus Beulen oder tiefe Rissen aufweisen oder eine unzureichende Profiltiefe, ist ein Austausch der Reifen dringend anzuraten. Wer plant, seine Reifen im eigenen Keller oder in der Garage zu lagern, sollte zunächst mit Wasser, einem milden Reinigungsmittel und einer Bürste Felgen und Gummi von Schmutz und Bremsstaub befreien. Wichtig: Vor der Einlagerung müssen die Reifen vollständig getrocknet sein.

Nach dem Reifenwechsel müssen die nicht benötigten Pneus eingelagert werden – dabei sollten Autobesitzer unbedingt einige Punkte beachten. (Symbolbild)

Feuchtigkeit, Lösungsmittel, Öle: Was Reifen bei der Einlagerung schaden kann

Ein häufiger Fehler bei der Lagerung von Reifen ist, sie Feuchtigkeit auszusetzen – diese kann dem Gummi schaden und zu einer beschleunigten Alterung führen. Ebenso sollten während der Lagerungszeit keine Lösungsmittel oder Öle mit den Reifen in Berührung kommen. Der ADAC weist darauf hin, dass es wichtig ist, vor dem Einlagern den Reifendruck zu erhöhen – um 0,5 Bar über den Herstellerangaben. Dies gewährleistet, dass der Reifen beim nächsten Wechsel noch ausreichend Luft hat und minimiert das Risiko eines Reifenschadens.

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„Felgenbaum“ oder Wandhalterung: Diese Möglichkeiten zur Reifen-Einlagerung gibt es

UV-Strahlung und Sonnenhitze können den Reifen ebenso schaden wie Feuchtigkeit – daher sollte bei der Lagerung darauf geachtet werden, dass die Reifen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Die optimale Lagerung erfolgt in kühlen und dunklen Räumen. Bei Kompletträdern ist es ratsam, diese übereinander liegend zu lagern. Alternativen sind die Lagerung auf einem sogenannten „Felgenbaum“ oder mittels spezieller Wandhalterungen. Reifen ohne Felgen sollten laut ADAC aufrecht stehend aufbewahrt und gelegentlich gedreht werden. Viele Werkstätten bieten gegen eine Gebühr auch die Möglichkeit der Einlagerung an – dies erspart dem Fahrzeugbesitzer das Schleppen der Pneus und verhindert Schmutz im Auto.

Langfingers Liebste: Das sind die zehn am meisten geklauten Autos 2023

Toyota Prius+
Platz 10 – Toyota Prius+: Über die Optik des Prius+ lässt sich streiten. Doch Schönheit scheint für die Diebe nicht besonders wichtig zu sein. Gebaut wurde der Hybrid-Van von 2011 bis 2021 und war in Deutschland eher weniger erfolgreich. Dafür greifen die Langfinger nun um so häufiger zu. Mit 66 Diebstählen auf 1.000 Fahrzeugen ist der Hybrid-Van aber dennoch der wohl überraschendste Vertreter auf dieser Liste. © Toyota
Range Rover fährt auf einer Straße.
Platz 9 – Range Rover: Luxus gepaart mit der Fähigkeit im Gelände zufahren. Welcher Dieb sagt da schon nein? Immerhin macht der Range Rover sowohl vor der Oper als auch in der Kiesgrube eine gute Figur. Dazu ist der SUV nicht grade billig: Ab rund 140.000 Euro geht es los. Und doch ist er mit 68 Diebstählen auf 1.000 Autos nur minimal beleibter als der Toyota Prius+ © Land Rover
Jeep Grand Cherokee
Platz 8 – Jeep Grand Cheerokee (4. Generation): Auch dieser Geländewagen macht ordentlich was her. Kein Wunder, gilt in den USA doch das Motto: „Höher, schneller, weiter!“ Das dürften sich wohl auch die Langfinger auf der Flucht denken. Auf 1.000 Fahrzeuge kommen 87 Diebstähle. Die vierte Generation ist dabei aber noch beliebter als das aktuelle Modell, das seit 2022 auf dem Markt ist. Womöglich auch wegen der besseren Motorisierung. © Jeep
Hyundai Santa Fe
Platz 7 – Hyundai Santa Fe: Lange wurde Hyundai in Europa etwas belächelt. Doch inzwischen haben sich die Koreaner gemacht. Das bleibt auch den Dieben nicht verborgen. Mit 90 Diebstählen auf 1.000 Fahrzeuge landet der komfortable SUV von Hyundai im soliden Mittelfeld. Ob der neue Santa Fe es auch in die Herzen der Langfinger schafft, muss sich noch zeigen. © Hyundai
Toyota RAV4
Platz 6 – Toyota RAV4 (5. Generation): Ja, da ist der nächste Japaner auf der Liste. Das Duell mit dem Hyundai Santa Fe entscheidet der RAV4 nur knapp für sich. Auf 1.000 Fahrzeuge komme 91 Diebstähle. Bei Kunden und Dieben erfreut er sich schon lange hoher Beleibtheit. Der SUV erinnert dabei etwas an den VW Käfer: Läuft immer und lässt sich in alle Welt verkaufen. © Toyota
Kia Stinger
Platz 5 – Kia Stinger: Der Koreaner ist fast schon ein Exot in diesem Ranking. Immerhin ist er kein SUV, sondern ein klassisches Coupé. 2017 brachte Kia den Stinger nach Europa, um sein Image aufzupolieren. Das hat auf jeden Fall gut geklappt – auch bei den Dieben. Mit 110 Diebstählen auf 1.000 Fahrzeuge zieht der Koreaner dieser förmlich an. Auch bei den Kunden war der Stinger bliebt. Trotzdem war nach sechs Jahren Schluss. © Kia
Range Rover Sport
Platz 4 – Range Rover Sport (2. Generation): Neben dem klassischen Rang Rover schafft es auch dessen sportlicher Ableger ins Ranking. Und der kommt bei den Dieben noch etwas besser an. Kein Wunder: Die Autos der Briten sind traditionell ein beleibtes Diebesgut, dabei gelten sie als schwer zu klauen. Offensichtlich aber nicht schwer genug. Mit 121 Diebstählen auf 1.000 Fahrzeug kratzt der Luxus-SUV (Neupreis damals ca. 100.000 Euro) am Podium. © Lanf Rover
Lexus UX
Platz 3 – Lexus UX: Auch wenn hier nicht Toyota drauf steht, ist Toyota drin. Die Edelmarke der Japaner zieht die Diebe ebenfalls an wie das Licht die Motten. Auf 1.000 Autos kommen beim UX 136 Diebstähle. Kein Wunder: Immerhin gibt es Regionen, wo man ebenbürtig ist mit Mercedes. Als Neuwagen bekommt man den UX seit dem Ukraine-Krieg nicht mehr. © Lexus
Lexus NX
Platz 2 – Lexus NX: Noch beliebter als der UX ist dessen größerer Bruder. Von 1.000 Fahrzeugen werden satte 157 gestohlen. Ein Grund dafür: Seit dem Ukraine-Krieg ist der NX als Neuwagen nicht mehr zu bekommen. Nachschub muss als auf anderem Wege her. Erstaunlicherweise schaffte es das Flaggschiff RX nicht in die Top 50 der GDV. © Lexus
Toyota Land Cruiser
Platz 1 – Toyota Land Cruiser: Noch vor den beiden Konzernbrüdern schafft es der SUV auf das oberste Treppchen. Kein Auto ist bei den Langfingern beliebter. 160 Diebstähle kommen auf 1.000 Fahrzeuge. Dafür liefert der Land Cruiser auch gute Argumente: Er überzeugt im Gelände ebenso wie auf Asphalt. Zudem ist er mit 60.000 Euro auch nicht besonders teuer. Ob die neue Generation genauso beliebt ist, wird sich aber noch zeigen. Der Modellwechsel erfolgt im Herbst. © Toyota

Reifen ersetzen: Wann es laut Experten höchste Zeit wird

Experten empfehlen, Reifen unabhängig vom vorhandenen Profil spätestens nach zehn Jahren auszutauschen, da sich die technischen Eigenschaften im Laufe der Zeit verschlechtern. Das Herstellungsdatum lässt sich anhand der sogenannten DOT-Nummer auf den Seitenflanken der Reifen ablesen: Die vierstellige Zahl gibt die Produktionswoche und das Jahr an. Ein Reifen mit der Prägung 2824 wäre demnach in der 28. Kalenderwoche des Jahres 2024 hergestellt worden.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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