Günstige Stromer

Bezahlbar und auch lieferbar: Fünf E-Autos bis 35.000 Euro

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Verhältnismäßig günstige Elektroautos sind nicht einfach zu finden – und meist sind auch die Lieferzeiten lang. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. 

Das Angebot an Elektroautos wächst – leider meist in den hochpreisigen Segmenten. Aber auch am unteren Ende des Preisspektrums lassen sich attraktive Modelle finden. Fünf Beispiele, die nicht nur günstig, sondern auch lieferbar sind. 

Fünf Elektroautos bis 35.000 Euro: Smart EQ Fortwo

Der Smart EQ Fortwo ist aktuell die günstigste Wahl für E-Autokäufer.

Der Kleinste ist der Günstigste. Ab 21.940 Euro gibt es den elektrischen Zweisitzer, das Cabrio ist für 25.200 Euro zu haben. Beide Varianten sind reine Stadtautos, da trotz der geringen Reichweite von 159 Norm-Kilometern kein DC-Schnellladeanschluss zu haben ist. Immerhin saugt der Bordlader mit bis zu 22 kW, braucht dafür aber eine geeignete Wallbox oder Ladesäule (die möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft im Bordstein zu finden sein könnte). In seinem ur-eigenen Bio-Top ist der Cityflitzer aber eine Wucht: Kräftiger Antritt, gefälliges Design und eine konkurrenzlose Handlichkeit sprechen für den Premium-Kleinstwagen. 

Fünf Elektroautos bis 35.000 Euro: Renault Twingo Electric

Nach dem Aus für den elektrischen Smart Forfour ist der Renault Twingo Electric allein auf weiter Flur.

Seit Smart den elektrischen Forfour aus dem Programm genommen hat, ist der technisch eng verwandte Franzose allein im Segment der viertürigen, viersitzige Elektro-Kleinstwagen. Weil Renault ihm eine relativ große Batterie gönnt, kommt er zwischen zwei Ladestopps bis zu 190 Kilometer weit, ein DC-Schnellladeanschluss ist aber auch hier nicht vorhanden, so dass maximal 22-kW-Wechselstromladen möglich ist. Punkten kann der E-Tech-Twingo aber mit wendigen Abmessungen und einem angesichts von 3,62 Metern Länge geräumigen und variablen Innenraum. Die Preise starten aktuell bei 28.000 Euro. Auch die erste Generation des Twingo soll übrigens wieder als E-Auto aufleben.

Fünf Elektroautos bis 35.000 Euro: Nissan Leaf ZE1

Der Nissan Leaf ist zwar nicht mehr taufrisch, aber dafür relativ günstig zu haben.

Der Klassiker ist das mit Abstand günstige Elektro-Angebot in der klassischen Kompaktklasse. Mit 33.400 Euro ist er nur noch wenig teurer als der günstigste konventionelle Golf, nach Abzug der Prämie unterbietet er den norddeutschen Konkurrenten sogar klar. Als Gegenwert gibt es ein geräumiges und komfortables Auto mit guter Sicherheitsausstattung und etwas umständlichem Infotainmentsystem.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Die Reichweite von 270 Kilometern ist alltagstauglich, die Langstrecken-Fähigkeit des Nissan leidet unter dem hierzulande seltenen Chademo-Schnellladeanschluss. Wer viel unterwegs ist, findet im teureren (ab 41.100 Euro) Long-Range-Modell mit 385 Kilometern eine Alternative. 

Fünf Elektroautos bis 35.000 Euro: Opel Corsa-e

Der Opel Corsa-e bietet für seine Klasse viel Reichweite.

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Zu einem ähnlichen Preis wie der Nissan bietet Opels Corsa-e (ab 33.895 Euro) etwas weniger Auto, aber dafür das modernere Ambiente und die leistungsfähigere Technik. Das zeigt sich schon an der Reichweite, die mit 350 Kilometern für diese Klasse fast schon üppig ausfällt. Weniger schön: Der flottere Bordlader mit 11 kW kostet knapp 1.200 Euro Aufpreis, serienmäßig schnarcht der Kleinwagen an deutschen Steckdosen mit weniger als 5 kW vor sich hin. Die übrige Ausstattung ist aber durchaus in Ordnung – unter anderem zählt eine Wärmepumpenheizung zum Umfang, die im Winter die Reichweite schont. 

Fünf Elektroautos bis 35.000 Euro: MG Motors ZS EV

Der MG ZS EV ist mit kleiner Batterie für weniger als 35.000 Euro zu haben.

Das Kompakt-SUV zählte 2021 zu den ersten chinesischen E-Autos in Deutschland. Und überraschte mit stimmigem Konzept und ordentlicher Technik. Karosserie-Design und Innenraum lassen zwar erkennen, dass der Fünfsitzer in China schon seit 2017 auf dem Markt ist, und auch das langsame einphasige Bordladegerät ist nicht mehr Stand der Technik. Dafür gibt es für 33.900 Euro 320 Kilometer Reichweite, eine ordentliche Ausstattung und ein Auto im Format des VW Tiguan I. (Holger Holzer/SP-X)

Rubriklistenbild: © MG Motors

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