Mehr Reichweite

Elektroauto: BMW kündigt Leistungsexplosion bei Batterien an

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Größere Reichweite, schnelleres Ladetempo: Der Münchner Autohersteller setzt ab 2025 auf eine deutlich leistungsfähigere Batterie-Technik.

Wenn es um das Thema Elektromobilität geht, dann tauchen immer wieder die gleichen Kritikpunkte auf: Moniert wird neben einem zu langsamen Ausbau der Lade-Infrastruktur meist eine zu geringe Reichweite der Elektroautos sowie zu lange Ladezeiten. Genau hier will der Münchner Autobauer BMW nun mit einer neuen Technik ansetzen: Ab dem Jahr 2025 sollen Fahrzeuge der „Neuen Klasse“ mit Rundzellen ausgestattet werden, die nicht nur mehr leisten – sondern dem Autobauer zufolge auch noch deutlich günstiger herzustellen sind als bisher eingesetzte Batterien.

Elektroauto: BMW kündigt Leistungsexplosion bei Batterien an

Bisher werden in den Stromern der Münchner sogenannte prismatische Zellen verbaut – diese sollen dann ab 2025 durch Rundzellen ersetzt werden. Laut dem Autobauer soll die Energiedichte der Stromspeicher dadurch um 20 Prozent steigen, die Ladegeschwindigkeit dank 800-Volt-Technik gar um bis zu 30 Prozent. Und auch in Sachen Reichweite kündigt BMW eine ordentliche Verbesserung an: Bis zu 30 Prozent sollen die neuen Modelle weiter kommen. Ob es dann für solche Reichweiten wie bei diesem beindruckenden Diesel-Test eines YouTubers mit einem 730d reicht, bleibt abzuwarten. Vor nicht allzu langer Zeit hatten die Münchner einen Super-Akku aus den USA getestet, der eine Reichweite von bis zu 1.200 Kilometern ermöglichen soll.

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Elektroauto: Mit neuen Rundzellen will BMW auch Produktionskosten sparen

Auch umwelttechnisch will sich BMW im Zuge der Einführung der neuen Batteriezellen deutlich verbessern: Um bis zu 60 Prozent sollen die CO₂-Emissionen in der Produktion nach unten gehen. Obendrein spart der Münchner Autobauer auch noch eine Menge Geld: Dem Hersteller zufolge sollen die Produktionskosten im Vergleich zur aktuellen Akku-Generation um bis zu 50 Prozent sinken. Ziel von BMW ist, die Herstellungskosten von Elektroautos auf das Niveau von modernen Verbrennern zu drücken.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Batteriefertigung für „Neue Klasse“: BMW investiert zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag

Produziert werden sollen die Batteriezellen für die neue Klasse von CATL und EVE Energy: Beide Hersteller werden in China und Europa jeweils zwei Gigafactories errichten. Dafür hat die BMW Group einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag an die beiden Unternehmen vergeben. Zudem sind zwei weitere Batteriezellfabriken in der Region der nordamerikanischen Freihandelszone USMCA geplant – dort müssen aber noch entsprechende Partner gefunden werden.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Verbaut werden sollen die neuen Batterien dann ab 2025 in den Elektrofahrzeugen der sogenannten „Neuen Klasse“. Als erste Fahrzeuge mit den Rundzellen dürften eine elektrische Mittelklasselimousine und ein davon abgeleitetes SUV unterwegs sein. Ganz neu ist die Rundzellen-Technik übrigens nicht: Tesla verbaut diese Art von Batterien schon seit vielen Jahren in seinen Modellen.

Rubriklistenbild: © BMW

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