Batterie-Probleme

Rückrufe für Porsche Taycan und Audi e-tron: Erhöhte Brandgefahr

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Audi und Porsche müssen zahlreiche Elektrofahrzeuge zurückrufen. Bei den betroffenen Modellen besteht Brandgefahr. Grund sind mögliche Batterie-Probleme.

Ein Rückruf ist in der Automobilbranche nichts Ungewöhnliches. Allerdings unterscheiden sich die Zahlen der Fahrzeuge, die in die Werkstätten oft deutlich: Während Toyota beispielsweise kürzlich eine Million Autos aufgrund von Airbag-Problemen zurückrufen musste, waren es bei einer Ford-Aktion wegen Lenkungsproblemen „nur“ 26.000 Fahrzeuge. Nachdem die Zahl der Elektroautos stetig zunimmt, bleiben auch diese von Rückrufen nicht verschont. Nun gibt es Rückrufaktionen für den Porsche Taycan und den Audi e-tron: Bei beiden Modellen besteht Brandgefahr.

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Rückruf für Porsche Taycan: Laut KBA bereits sechs Brandfälle

Bei beiden Marken gibt es jeweils zwei Rückrufaktionen. Beim Porsche Taycan kann laut der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) ein Zelldefekt in der Hochvoltbatterie zu einem Kurzschluss – „und in der Folge zu einem Brand führen“. Weltweit sind davon 858 Fahrzeuge der Baujahre 2021 bis 2024 betroffen, 106 davon in Deutschland. Laut KBA-Angaben kam es aufgrund des Fehlers bereits zu sechs Brandfällen – allerdings ohne Personenschaden. In der Werkstatt muss das betroffene Batteriemodul an der Hochvoltbatterie ausgetauscht werden. Der Rückruf läuft unter der KBA-Referenznummer „013423“ und dem Hersteller-Code „APB5“.

Rückruf für den Porsche Taycan: Bei dem Stuttgarter Elektro-Sportler besteht Brandgefahr. (Symbolbild)

Ein weiterer Rückruf (veröffentlicht im September 2023) für den Porsche Taycan läuft unter der KBA-Refenznummer „0131245“ (Hersteller-Code „ABP2): Dieser betrifft weltweit 25.729 Fahrzeuge des Baujahres 2023, in Deutschland müssen 2.374 Fahrzeuge in die Werkstätten. Hier besteht das Problem in einer „ungenügenden“ Abdichtung der Hochvoltbatterie, was zum Eindringen von Feuchtigkeit führen kann. Im schlimmsten Fall ist auch hier ein Fahrzeugbrand die Folge. In der Werkstatt muss die Hochvoltbatterie einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen werden – im Falle einer nicht ausreichenden Abdichtung muss diese erneuert werden.

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Thermische Überlastung und Fahrzeugbrand droht: Audi ruft knapp 43.000 e-tron-Modelle zurück

Beim Ingolstädter Autobauer Audi gibt es einen Rückruf für weltweit 42.981 e-tron-Modelle, die zwischen 2018 und 2022 gebaut wurden. In Deutschland sind 1.490 Fahrzeuge betroffen. Laut KBA-Rückrufdatenbank kann es zu Spannungsverlusten einzelner Zellmodule der HV-Batterie kommen, die eine thermische Überlastung und einen Fahrzeugbrand zur Folge haben können. In der Werkstatt muss die HV-Batterie überprüft – und eventuell Batteriemodule ausgetauscht werden. Der Rückruf läuft unter der KBA-Referenznummer „013462“ sowie den Hersteller-Codes „93U9“ und „93V2“.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Der zweite Audi-Rückruf (veröffentlicht im September 2023) betrifft weltweit 7.619 e-tron-Modelle, die zwischen 2022 und 2023 gebaut wurden. In Deutschland müssen 1.372 Fahrzeuge in die Werkstätten. Hier kann ebenfalls aufgrund einer ungenügenden Abdichtung Feuchtigkeit in die Hochvoltbatterie eindringen, was zu einem Brand führen kann. Auch hier muss die Dichtigkeit der Batterie überprüft – und eventuell die Abdichtung ersetzt werden. Dieser Rückruf läuft unter der KBA-Refernznummer „013142“ und dem Hersteller-Code „93T7“.

Erhält man als Fahrzeughalter ein Rückruf-Schreiben, so ist dies keine Empfehlung, sondern eine verbindliche Aufforderung. Kommt der Halter der Aufforderung nicht nach, kann das Auto stillgelegt werden.

Rubriklistenbild: © Porsche

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