Lange Wartezeiten

Mega-Stau an Ladestation: Video von wartenden Teslas in Kroatien geht viral

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Ein Stau auf dem Weg in den Urlaub ist immer ärgerlich – doch für zahlreiche Tesla-Fahrer in Kroatien wurde nun das Aufladen zum echten Geduldsspiel.

Auf den Urlaub freut sich wohl jeder – auf die Anreise vermutlich kaum jemand. An den Flughäfen herrscht aktuell weitgehend Chaos – und auf der Autofahrt ans Ziel droht der typische Reise-Stau. Mit guter Planung lässt sich zumindest der gröbste Stress vermeiden, wobei Fahrer von Elektroautos spezielle Vorbereitungen treffen sollten – schließlich ist das Thema Laden besonders auf weiten Fahrten aktuell noch nicht ganz ohne. Laut Studien funktioniert aktuell jede zehnte Ladesäule nicht richtig und weil der Ausbau zu langsam vorangeht, droht in Zukunft sogar eine massive Ladelücke. Besonders hart erwischte es nun offenbar Tesla-Fahrer in Kroatien.

Ein virales TikTok-Video zeigt angeblich 19 E-Autos in Kroatien, die in einer Schlange auf eine freie Ladesäule warten.

Mega-Stau an Ladestation: Video von wartenden Teslas in Kroatien geht viral

Ein virales TikTok-Video (weiter unten zu finden), das inzwischen rund zwei Millionen Mal angesehen wurde, zeigt eine lange Schlange von Tesla-Fahrzeugen, die vor einer Ladestation warten. Laut der Beschreibung des Kanalbetreibers wurde die Szene in Kroatien aufgenommen – er zählte dabei 19 auf Strombetankung wartende Fahrzeuge.

Um welche Ladestation an welchem Ort in Kroatien es sich genau handelt, geht aus dem Clip nicht hervor. Doch angenommen, es gäbe nur einen Ladepunkt und die Wartenden würden jeweils „nur“ 20 Minuten Strom zapfen, müsste der letzte in der Schlange schon mehr als 6 Stunden warten. Doch selbst bei mehreren Ladepunkten sind – je nach Ladedauer des Einzelnen – wohl trotzdem lange Wartezeiten für die Tesla-Fahrer angesagt. Um freie Ladestationen zu finden, kann man als E-Autofahrer spezielle Apps nutzen – allerdings helfen die einem natürlich auch nur bei einem entsprechenden Angebot weiter.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Mega-Stau an Ladestation: Filmer will mit Tesla von München nach Kroatien fahren

Bei dem TikTok-User, der das Video von dem Stau an der Ladestation offenbar gedreht hat, handelt es sich um einen Mann namens Boci. Wie er auf seinem Kanal erklärt, will er mit einem Tesla Model Y von München nach Istanbul fahren. Er selbst musste an der stark frequentierten Ladestation allerdings nicht warten, wie er in einem Kommentar verrät – er habe „gut geplant“. Doch in einem weiteren Clip berichtet er über ein Problem andernorts: Ein „asozialer Teslafahrer“ blockierte dort mehr als 22 Stunden eine Ladestation – als sein eigener Stromer nur noch 6 Prozent Akkuladung hatte.

@asapboci Tesla in Kroatien - ein Traum! #k1schlechtentrends #querindenosten #tesla #teslamodely #kroatien ♬ Oh No - Kreepa

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Mega-Stau an Ladestation führt zu hämischen Kommentaren: „So lernen sich also die Tesla-Fahrer kennen“

Unter dem Stau-Video an der kroatischen Ladestation haben sich inzwischen zahlreiche Kommentare angesammelt – viele stammen offensichtlich von Diesel-Fahrern, die ihre Häme zum Ausdruck bringen:

  • „So lernen sich also die Tesla-Fahrer kennen.“
  • „Mein Diesel tankt in 5 min und fährt dann 1.000 km.“
  • „Cool: Auto aufgeladen, Urlaub vorbei!“
  • „Mir kommt kein E-Auto ins Haus.“
  • „Ihr wollt ja immer Pausen! Weil man dann so entspannt ankommt.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Trotz der offensichtlich auf der Reise erlebten Lade-Probleme, lässt Tesla-Fahrer Boci aber auf seine Marke beziehungsweise Elektroautos im Allgemeinen nichts kommen. Auf viele der kritischen und hämischen Kommentare unter seinem Video antwortet er persönlich – und wehrt sich gegen vermeintliche Vorurteile.

Rubriklistenbild: © TikTok (asapboci)

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