Extreme Geschwindigkeit

Tempo-Rekord für Rimac: Elektro-Renner schafft 412 km/h Spitze

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Rimac ist für E-Auto-Superlative bekannt – nun hat der Nevera einen Geschwindigkeits-Rekord für Serien-Stromer aufgestellt: Er beschleunigte bis weit jenseits der 400 km/h.

Noch immer gibt es viele Vorbehalte gegen Elektroautos – doch was die Beschleunigung angeht, haben die Stromer die Nase gegenüber den Verbrennern vorn. Selbst verhältnismäßig günstige Stromer beschleunigen teils auf einem Niveau, das vor nicht allzu langer Zeit Supersportwagen vorbehalten war. Vor einiger Zeit hatte der Rimac Nevara bereits eine Fabelzeit für die Viertelmeile in den Asphalt gebrannt – nun hat der Über-Stromer einen neuen Rekord aufgestellt: die schnellste Geschwindigkeit für ein Serien-Elektroauto.

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Elektroauto mit 412 km/h Spitze: Rimac Nevera mit Tempo-Rekord 

Keine Frage: Ein Rimac Nevera ist nichts für jedermann: lediglich 150 Exemplare sollen gebaut werden – zu einem Nettopreis von angeblich rund zwei Millionen Euro. Das erste Exemplar ging übrigens an den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Tatsächlich sollte man neben einer Menge Geld aber auch über einiges an fahrerischem Können mitbringen, wenn man sich hinter das Lenkrad dieses Boliden klemmt: Vier E-Motoren erzeugen eine Leistung von 1.408 kW/1.914 PS und schicken satte 2.360 Newtonmeter Drehmoment an die Räder. Der Sprint auf 100 km/h soll lediglich 1,85 Sekunden dauern, Tempo 300 fällt nach 9,3 Sekunden. Die H-förmig im Carbon-Chassis integrierte Batterie mit einer Kapazität von 120 kWh dient als struktureller Bestandteil. Bis zu 550 Kilometer Reichweite soll damit angeblich möglich sein.

Der mehr als 1.900 PS starke Rimac Nevera hat einen neuen Tempo-Rekord für serienmäßige E-Autos aufgestellt.

Rimac Nevera mit Rekord-Tempo: Für Kunden bleibt die Geschwindigkeit im Alltag limitiert

Nun wurde der Rimac Nevera auf der Teststrecke im niedersächsischen Papenburg laut Unternehmensangaben mit einer Höchstgeschwindigkeit von 412 km/h gemessen. Damit ist der Bolide das schnellste in Serie gebaute Elektroauto der Welt. Hinter dem Lenkrad saß Miro Zrnčević, der leitende Test- und Entwicklungsfahrer von Rimac – Namensgeber und Gründer des Unternehmens ist der Kroate Mate Rimac, der vielen als der europäische Elon Musk gilt.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

An die Kunden wird der Rimac allerdings mit einer begrenzten Höchstgeschwindigkeit von „nur“ 352 km/h ausgeliefert. Allerdings bestehe laut dem Autobauer die Möglichkeit, bei speziellen Kundenveranstaltungen, mit Unterstützung von Rimac-Mitarbeitern unter kontrollierten Bedingungen, die 412 km/h zu erreichen. Dabei müsse man unter anderem speziell auf die Reifen achten, die bei einer so hohen Geschwindigkeit extremen Belastungen ausgesetzt sind.

Rubriklistenbild: © Rimac

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