Nie wieder Verbrenner

Elektroauto-Umfrage: 98 Prozent würden „auf jeden Fall“ wieder ein E-Auto kaufen

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Viele stehen E-Fahrzeugen noch skeptisch gegenüber – wer jedoch einmal umgestiegen ist, will laut einer Umfrage nicht mehr zurück zum Verbrenner.

Auch wenn die Zahl der reinen Elektroautos im Vergleich zu den Verbrennern auf deutschen Straßen noch sehr gering ist – die Zulassungszahlen der Stromer sind in diesem Jahr deutlich gewachsen. Noch stehen viele der E-Mobilität skeptisch gegenüber – unter anderem fürchten viele, dass ihnen die Reichweite eines Elektrofahrzeugs nicht genügt, auch die Ladedauer schreckt noch viele ab. Und auch der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur wird immer wieder kritisiert – laut einer Studie droht sogar eine „massive Ladelücke“. Menschen, die schon eine Weile ein E-Auto fahren, beurteilen die Lage aber offenbar anders.

Elektroauto-Umfrage: 98 Prozent würden „auf jeden Fall“ wieder ein E-Auto kaufen

In einer Umfrage des Energiewirtschaftsverbands BDEW unter Elektroautofahrern gaben 52 Prozent an, die öffentliche Lade-Situation habe sich in den vergangenen Jahren verbessert. 21 Prozent befanden die Ladeinfrastruktur sogar als „deutlich besser“. 20 Prozent gaben an, die Infrastruktur habe sich ihrer Meinung nach nicht verändert. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten erklärten zudem, längere Fahrten ohne Bedenken anzutreten. Im Durchschnitt hatten die Umfrage-Teilnehmer bereits seit etwa drei Jahren Erfahrungen mit Elektromobilität.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Elektroauto-Umfrage: 27 Prozent sehen deutliche Verbesserung bei der Zahl der Schnellladesäulen

Besonders positiv äußerten sich die Teilnehmer der Umfrage zur Zahl der öffentlichen Gleichstrom-Schnellladesäulen (hier ist Stromtanken meist etwas teurer): 27 Prozent sehen dort eine deutliche Verbesserung. Bei den Wechselstrom-Säulen sind 13 Prozent dieser Meinung, 9 Prozent registrieren einen deutlichen Sprung bei den Lade-Apps zur Suche und Ladeplanung. 

Fast jeder, der sich einmal ein E-Auto zugelegt hat, will laut einer Umfrage nicht mehr zum Verbrenner zurück. (Symbolbild)

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Und nicht zum ersten Mal zeigt eine Studie: Wer einmal auf ein E-Auto umgestiegen ist, will in der Regel nicht mehr zum Verbrenner zurück. Laut der BDEW-Umfrage würden 98 Prozent „auf jeden Fall“ wieder ein Elektroauto kaufen. Viele Themenfelder, die vor dem Kauf ein vermeintliches Problem darstellen, offenbarten sich in der Realität mehr oder weniger als unkritisch. So gaben etwa 73 Prozent der Befragten an, vor dem Kauf mit der Reichweite eines Stromers gehadert zu haben – nach ihren Erfahrungen mit einem E-Auto jedoch erklärten 70 Prozent, dass die Reichweite „kein Problem“ sei, 30 Prozent gaben an, die Reichweite sei okay, wenn man sich daran gewöhnt habe.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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