Berater-Studie

Elektroautos im Aufstieg: Kauf-Interesse laut Umfrage sprunghaft angestiegen

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Immer mehr Menschen können sich mit dem Gedanken anfreunden, ein Elektroauto zu kaufen. Das Interesse ist laut einer Umfrage sprunghaft angestiegen.

Stuttgart – Die Zahl der Elektroautos auf den deutschen Straßen wächst – doch noch immer haben viele Menschen Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität. Manchem erscheint etwa die Reichweite der Stromer als zu gering – wobei diese selbst von E-Autofahrern oft unterschätzt wird. Und auch das Laden ist immer noch mit Problemen behaftet, so gibt es etwa speziell entlang von Autobahnen zu wenig Stromtankstellen und laut einer Studie funktioniert jede zehnte Ladesäule nicht richtig. Trotzdem zeigt nun eine Umfrage: Das Interesse an Elektroautos ist sprunghaft angestiegen.

Laut einer Studie ist das Interesse an E-Autos sprunghaft angestiegen. (Symbolbild)

Elektroautos: Kauf-Interesse laut Umfrage sprunghaft angestiegen

Laut einer Studie der Unternehmensberatung EY liegt der Anteil der Neuwagenkäufer, die sich ein E-Auto (die Umfrage schließt hier auch Plug-in-Hybride mit ein) zulegen möchten, im Jahr 2022 bei 35 Prozent. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2020: Damals hatten gerade sieben Prozent die Absicht, sich ein elektrifiziertes Fahrzeug zuzulegen. Das Interesse hat sich demnach verfünffacht. Den Angaben zufolge liegen die Deutschen mit ihrem E-Auto-Interesse sogar über dem weltweiten Durchschnitt (30 Prozent).

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

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Elektroautos: Interesse in China noch deutlich größer als in Deutschland

Dennoch liegen die Stromer immer noch hinter den Verbrennern: 28 Prozent der Befragten möchten einen Benziner kaufen, 16 Prozent einen Diesel. Ob die Begeisterung für Elektroautos auch weiter so zunimmt, ist allerdings noch ungewiss. Denn die Strompreise klettern rasant und auch die Möglichkeiten, gratis zu laden, schwinden. Die Förderung von Wallboxen ist ausgelaufen und auch der E-Auto-Förderprämie droht möglicherweise das Aus.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

In Frankreich und Großbritannien sind der EY-Umfrage zufolge ebenfalls Verbrenner noch beliebter als E-Autos. Anders sieht es dagegen in China aus: Dort plant der Studie zufolge jeder Zweite (51 Prozent) den Kauf eines reinen Elektroautos oder Plug-in-Hybriden.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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