Weltraum-Tourismus

Kündigungen bei Virgin Orbit: Richard Branson schmeißt fast alle Mitarbeiter raus

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Nach einem gescheiterten Raketenstart steckt das Unternehmen Virgin Orbit des Milliardärs Richard Branson in einer Krise und entlässt fast alle Mitarbeiter.

München – Der Weltraum-Tourismus nimmt immer mehr Gestalt an und der Plan ins All zu reisen gewinnt schon seit Jahren an Popularität. Das Unternehmen Virgin Orbit des Milliardärs Richard Branson war lange ganz vorne mit dabei. Es herrschte ein regelrechtes Wettrennen ins All zwischen Branson und Jeff Bezos von Amazon. Letzterer hatte sogar das Nachsehen, da Branson ein PR-Coup gelang, als der 70-Jährige 2021 neun Tage vor Bezos ins Weltall startete.

Das Unternehmen des Milliardärs Richard Branson, Virgin Orbit, muss fast alle Mitarbeiter entlassen. (Symbolbild)

Das Unternehmen Virgin Orbit feierte nicht nur im Weltraum-Tourismus Erfolge. Auf der eigenen Website schreibt das Unternehmen, dass es in viele verschiedene Bereiche expandiert: von Reisen über Telekommunikation, Gesundheit und Bankwesen bis hin zu Musik und Freizeit. Milliardär Richard Branson baute auf Mallorca sogar ein Hotel der Superlative. Noch zu Beginn des Jahres spielte Virgin Orbit eine wichtige Rolle bei dem Versuch, Raketen aus Großbritannien in den Weltraum zu schicken. Die Mission scheiterte jedoch noch bevor der Flugkörper den Weltraum erreichte. Seitdem befindet sich das Unternehmen in einer Krise.

Virgin Orbit entlässt fast alle Mitarbeiter: Die Belegschaft wird 85 Prozent reduziert

Auch an der Börse befindet sich das Unternehmen im Fall. Nachdem es erst vor knapp zwei Jahren den Sprung an die Börse geschafft hatte, fielen die Aktien um fast 40 Prozent, berichtet die Wirtschaftszeitung Handelsblatt. Jetzt werden fast alle Mitarbeiter entlassen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Virgin Orbit kündigte an, die Belegschaft um circa 85 Prozent zu reduzieren, dafür müssen rund 675 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dadurch könne das Unternehmen Ausgaben in Höhe von bis zu 15 Millionen Dollar sparen.

Laut eines Sprechers des Unternehmens seien bereits seit dem 15. März alle 750 Mitarbeiter des Unternehmens aufgrund einer Betriebspause beurlaubt. Seitdem habe das Unternehmen nach einer finanziellen Rettungsleine gesucht, schreibt die Tagesschau. Die Bemühungen, finanzielle Mittel zu sichern, seien jedoch gescheitert. Nun sei die Geschäftstätigkeit des Unternehmens bis auf Weiteres ausgesetzt. Von den Entlassungen seien Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen betroffen. Laut Virgin Orbit sollen die Entlassungen überwiegend bereits Anfang April abgeschlossen sein. (kiba/dpa)

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