Starke Wurzeln

Erdbeeren im Winter pflanzen: Die Pflanzen überstehen die Sommerhitze leichter

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Erdbeeren im Herbst und Winter pflanzen? Ja, das geht. Und hat sogar den Vorteil, dass sie besonders lange Wurzeln bilden, die sie nächstes Jahr gut versorgen.

In der Regel setzt man neue Erdbeerpflanzen im Juli oder August im Beet. Dann stehen die Chancen am besten, dass sie im kommenden Frühjahr Blüten bilden und Früchte tragen. Wer aber den zunehmend heißen Sommern und großer Trockenheit etwas entgegensetzen möchte, sollte den Versuch einer Herbst- oder Winterpflanzung wagen.

Erdbeeren pflanzen: Auch in Herbst und Winter ist es möglich 

Auch im Dezember können Erdbeerpflanzen noch in die Erde – wenn der Boden nicht gefroren ist.

Im Spätherbst macht man die Erdbeere winterfest, indem man trockene und welke Blätter bis auf das Herz der Pflanze entfernt. So kann sie ihre ganze Kraft auf das Überwintern konzentrieren und der Ertrag im nächsten Jahr steigt. Außerdem versorgt man sie mit Stroh, Reisig oder Vlies als Winterschutz.

Wenn der Boden im November und Dezember nicht gefroren ist, ist auch eine Pflanzung in der kalten Jahreszeit möglich, erklärt der YouTube-Kanal SelfBio. Ein großer Vorteil: Die Erdbeeren bilden über den Winter mehr Wurzeln, die schon im Frühjahr genug Zeit haben, besonders tief zu wachsen. Kommt dann der Sommer und damit einhergehend weniger Niederschlag und trockene Böden, können die langen Wurzeln weiter unten im Erdreich an Wasser gelangen. Jungpflanzen hingegen laufen schneller in Gefahr zu vertrocknen.

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Frostpflanzen überwintern im Kühlhaus

Dies gilt in erster Linie für Erdbeeren, die im Topf schon einen kleinen Wurzelballen haben. Wenn man von den Mutterpflanzen Ableger nehmen möchte, sollten diese zumindest deutlicher ausgeprägte Wurzeln haben und zusätzlich mit einer Folie oder einem Vlies geschützt werden – was übrigens auch für die Erdbeeren mit Ballen sinnvoll ist.

Clever versorgt mit zehn Gemüsesorten, die Sie auch im Winter anbauen können

Eine frisch gepflanzte Rhabarber-Jungpflanze
Rhabarber ist sehr winterhart, die Pflanzen können an milden Tagen im November noch in die Erde. ©  Jochen Tack/Imago
Eine Frau setzt Knoblauchzehen in die Erde
Sogar im November und im Februar ist es möglich, Knoblauchzehen zu setzen.  © Westend61/Imago
Keimendes Weizengras in der Nahaufnahme
Vor allem im Hochbeet keimen Süßgräser wie Gersten- oder Weizengras auch im Winter. © Panthermedia/Imago
Kerbelrüben in der Nahaufnahme
Fast vergessene Gemüseart: Die Kerbelrübe (Chaerophyllum bulbosum) ist ein Frostkeimer und kann noch im Dezember gesät werden. © Leemage/Imago
Junge Spinatblätter wachsen im Beet
Spinat lässt sich wie auch Radieschen schon im Januar ins Frühbeet säen. © Panthermedia/Imago
Eine Meerkohlpflanze im Beet
Die Aussaat des Meerkohls (Crambe maritima) erfolgt im November oder Dezember im Freiland. © alimdi/Imago
Ein Mann erntet mit einer Schere Erbsen-Jungpflanzen (Microgreens)
Microgreens – das junge Gemüse von Brokkoli, Erbsen & Co. ist nach zwei Wochen erntereif. © Mint Images/Imago
Ein Beet mit frisch geernteten Möhren, in dem ein Hund sitzt
Wer man Möhren im Februar direkt ins Beet sät, kann sie ab Mai ernten.  © Mint Images/Imago
Topinamburknollen werden aus nassem Boden geerntet, daneben Gummistiefel
Ernte und Anbau liegen beim Topinambur nah beieinander: Vor dem ersten Frost können die Knollen noch in die Erde. © Westend61/Imago
Ein Korb mit Winterportulak
Der Name ist Programm: Winterportulak gedeiht auch bei Kälte im Beet oder im Gewächshaus. © Westend61/Imago

Nicht zu verwechseln sind diese Erdbeeren mit sogenannten Frostpflanzen. Laut Deutschlandfunk Nova werden diese im Herbst ausgegraben und im Kühlhaus überwintert, sodass die relativ groß gewachsenen Erdbeerpflanzen vom Ende April bis Mitte Juni in die Erde können – und somit schon vor der üblichen Pflanzzeit.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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