VonOskar Jaumeschließen
Mehr Erdbeeren ernten: Dieser Gartentrick macht Ihre Pflanzen stärker und ertragreicher. Die richtige Pflege entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Wer kennt es nicht: Die frisch gepflanzten Erdbeeren zeigen ihre ersten Blüten, und man freut sich bereits auf die süßen Früchte. Doch gerade bei jungen Pflanzen sollten Hobbygärtner jetzt zur Schere greifen. Das sogenannte Ausgeizen – also das gezielte Entfernen der ersten Blüten – mag zunächst schmerzhaft erscheinen, ist aber ein bewährter Trick erfahrener Gärtner. Besonders im ersten Pflanzjahr zahlt sich diese Maßnahme aus, denn die Pflanzen können ihre Energie in die Wurzelbildung und das Blattwachstum stecken, anstatt frühzeitig Früchte zu bilden.
Ausgeizen bei Erdbeerpflanzen: So wird‘s gemacht
Das Ausgeizen von Erdbeerpflanzen ist eine einfache, aber effektive Pflegemaßnahme. Sobald sich die ersten Blüten an jungen Pflanzen zeigen, werden diese vorsichtig mit den Fingern abgebrochen. Wichtig dabei: Es sollten nur die ersten Blüten entfernt werden, nicht der gesamte Blütenbestand. Diese Maßnahme fördert nicht nur das gesunde Wachstum der Erdbeerpflanzen, sondern steigert auch die Ertragskraft in den kommenden Jahren erheblich.
- So gehen Sie vor:
- Erste Blüten an jungen Pflanzen vorsichtig mit den Fingern abbrechen
- Nur die ersten Blüten entfernen, nicht den gesamten Blütenbestand
- Besonders im ersten Standjahr durchführen
- Bei älteren Erdbeerpflanzen die Blüten stehen lassen
- Regelmäßig Ausläufer entfernen, wenn nicht zur Vermehrung benötigt
- Mit diesem einfachen Trick, können Sie die Haltbarkeit von Erdbeeren verlängern
Besonders im ersten Standjahr profitieren die Erdbeerpflanzen vom Ausgeizen, da sie ihre Energie in die Wurzelbildung stecken können. Bei älteren Erdbeerpflanzen ist das Entfernen der Blüten hingegen nicht mehr sinnvoll – hier sollten die Blüten unbedingt stehen bleiben, damit sich leckere Früchte entwickeln können. Neben den Blüten sollten Hobbygärtner auch regelmäßig die sogenannten Ausläufer entfernen, sofern sie nicht zur Vermehrung benötigt werden.
Tipps für die Tomatenernte
Tomaten-Nachbarn im Beet: Diese Pflanzen fördern die Ernte – und diese schaden
So können Sie Ihre Tomaten-Ernte verdoppeln – einfache Tipps und Tricks
Tomaten haltbar machen: So konservieren Sie Ihren Ernteüberschuss
Weitere Pflegetipps für gesunde Erdbeerpflanzen
Die richtige Pflege ist entscheidend für den Erfolg mit Erdbeerpflanzen. Besonders in der Anwachsphase und bei trockener Witterung benötigen die Pflanzen ausreichend Wasser. Regelmäßiges Unkrautjäten ist ebenfalls unerlässlich, um Konkurrenz um Nährstoffe zu vermeiden. Ein bewährter Tipp für Erdbeerpflanzen ist das Mulchen mit Stroh ab Anfang Mai. Dies schützt die empfindlichen Früchte vor Bodenkontakt und damit vor Verschmutzung und Grauschimmel-Befall. Gleichzeitig wird das Wachstum von Unkraut bei den Erdbeerpflanzen unterdrückt.
- Hier die wichtigsten Tipps:
- Ausreichend gießen, besonders in der Anwachsphase und bei Trockenheit
- Regelmäßig Unkraut jäten, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden
- Ab Anfang Mai mit Stroh mulchen zum Schutz vor Verschmutzung und Pilzbefall
- Nach der Ernte Stroh entfernen
- Alte oder beschädigte Blätter nach der Ernte abschneiden
- Erst nach der Ernte mit organischem Beerendünger versorgen
- Bei extremer Kälte (unter -5°C) Pflanzen mit Fichtenreisig oder Stroh abdecken
- Topfpflanzen im Winter an windgeschützten Platz stellen
- Mit diesen Tipps können Sie ihre Erdbeerernte sogar verdoppeln
Nach der Ernte sollte das Stroh wieder entfernt werden. Dann ist auch der richtige Zeitpunkt, um alte oder beschädigte Blätter abzuschneiden und die Pflanzen mit organischem Beerendünger zu versorgen. Wichtig: Erdbeerpflanzen werden grundsätzlich erst nach der Ernte gedüngt, da in dieser Zeit bis zum Herbst die neuen Blütenknospen für die kommende Saison angelegt werden. Mit seinen selbst geernteten Früchten kann man dann ein super leckeres Erdbeerensandwich zaubern.
Rubriklistenbild: © Reve (Montage)

