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Nicht alles, was kompostierbar aussieht, gehört in den Biomüll – und umgekehrt. Diese Liste zeigt, welche Dinge wirklich in die braune Tonne dürfen.
Biomüll trennen? Klingt einfach – ist es aber nicht immer. Während Obstschalen und Gemüseabfälle klar als Biomüll durchgehen, herrscht bei anderen Alltagsgegenständen oft Verwirrung. Was passiert mit Teebeuteln? Dürfen Servietten rein? Und was ist mit alten Brotresten? In die Biotonne gehört mehr, als viele denken – aber nicht alles, was auf den ersten Blick „bio“ wirkt, darf auch in den Biomüll.
Biotonne falsch befüllt: Harte Strafen für Müllsünder drohen
Trotz klarer Vorgaben der Kommunen zur richtigen Befüllung der Biotonne landet immer wieder falscher Müll darin. Bei einer deutschlandweiten Überprüfung im Jahr 2023 wurden insgesamt 334.336 Biotonnen kontrolliert. Das Ergebnis: Über 15.000 Tonnen fielen durch und konnten laut der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung mbH (GAB) nicht entleert werden.
Wer seinen Biomüll nicht korrekt trennt, riskiert nicht nur eine nicht geleerte Tonne, sondern in manchen Fällen auch saftige Bußgelder. Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher genau wissen, welche Produkte sie in einer Biomülltonne entsorgen dürfen und welche nicht.
Liste zeigt: Dieser Müll darf in der Biotonne landen
Aktion Biotonne Deutschland hat hierfür eine ausführliche Liste mit Produkten erstellt, die auf jeden Fall in dem Biomüll entsorgt werden dürfen:
- Brotreste
- Gemüse
- Kaffeefilter/Kaffeepulver
- Käsereste (ohne Plastikrinde)
- Kleine Zweige
- Kräuter/Gewürze
- Laub
- Mehl
- Nussschalen
- Obst
- Rasenschnitt
- Schnittblumen
- Stroh
- Teereste
- Unkraut
- Zeitungspapier (zum Einwickeln von Bioabfällen)
- Zimmer- und Balkonpflanzen
- Zucker
Teebeutel, Servietten und Blumenerde: Vorsicht bei diesem Bio-Müll
Generell gilt, dass alle pflanzlichen Küchenabfälle sowie Gartenabfälle im Biomüll entsorgt werden können, schreibt die Verbraucherzentrale. Bei manchen Produkten herrscht allerdings viel Unklarheit. Die folgende Liste zeigt, welche Produkte ebenfalls in den Biomüll dürfen:
- Teebeutel aus Papier (Vorsicht bei sogenannten „Pyramiden“-Teebeuteln, diese dürfen nicht in den Biomüll
- Servietten, Küchenpapier und Eierkartons, solange diese nicht beschichtet oder mit Chemikalien durchtränkt sind
- Blumenerde, wenn sie nicht mit synthetischen Düngern belastet ist
Regionale Unterschiede beim Biomüll: Bürger sollten sich bei ihrer Behörde informieren
Dann gibt es noch die kniffligen Fälle: Bestimmte Abfälle sind in einigen Gemeinden, Kreisen oder Städten für die Biotonne erlaubt, in anderen jedoch nicht. Das klingt kompliziert, hat aber einen einfachen Grund: Die Entscheidung, was in die Biotonne darf, trifft das jeweilige Entsorgungsunternehmen, so oekotest.de. Auch für die Restmülltonne gelten seit Anfang 2025 härtere Regelungen.
Diese Regelungen hängen davon ab, wie der Biomüll vor Ort weiterverarbeitet wird – sei es in einer Kompostieranlage oder einer Vergärungsanlage (Biogasanlage), so oekotest.de weiter. Welche Abfälle zugelassen sind, richtet sich also nach dem jeweiligen Verwertungsverfahren.
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