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Engerlinge im Rasen? Wie Sie die Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Wenn der Rasen im Garten elend aussieht, könnte es an Engerlingen liegen, die die Wurzeln abfressen. Wie Sie das herausfinden und die Larven bekämpfen können.

Was die Ursache für einen kränklichen gelben Rasen ist, lässt sich nicht immer gleich leicht sagen. Hat er einen Sonnenbrand oder ist er überdüngt? Eine weitere Möglichkeit sind Engerlinge, die Larven von Mai-, Juni oder Gartenlaubkäfern, die sich in der Grasnarbe wohlfühlen und von unten die Wurzeln des Grüns anknabbern. Es gibt Methoden, die Schädlinge zu finden und zu bekämpfen.

Engerling-Schädlinge erkennen und im Rasen finden

Wenn die gefräßigen Engerlinge vermehrt im Rasen auftauchen, können sie sogar eine Fußballsaison beenden.

Engerlinge, die Larven von Käfern, sind leicht zu erkennen – sie sind dick, weiß und verhältnismäßig groß. Sie richten nicht nur in Blumen- und Gemüsebeeten, sondern auch im Rasen Schaden an, wenn sie in größerer Zahl vorkommen. Doch nicht jeder Engerling, den man findet, ist auch ein Schädling, manche Arten, wie die harmlosen Engerlinge des Rosen- oder Nashornkäfers (sie fressen nur totes Pflanzenmaterial), stehen sogar unter Naturschutz.

Für Laien ist die Unterscheidung nicht immer ganz einfach, da sich Mai- und Junikäferlarven sehr ähnlich sind. Beide Arten könnten dem Rasen gefährlich werden. Während die kleineren Maikäfer sich auf dem Rücken liegend krümmen, versucht sich der Junikäfer zu strecken und krabbelnd fortzubewegen. Gartenlaubkäfer sind ungleichmäßiger geformt, sie werden zum Ende des Körpers immer dicker und bewegen sich wie Raupen.

So erkennen Sie einen Engerling-Befall im Rasen: Wenn große Flächen im Rasen vertrocknen, absterben und braun werden, heben Sie einen Teil der Grasnarbe ab – wenige Zentimeter unter dem Gras findet man dann die Engerlinge, sofern welche da sind. Vorab können Sie nach dem nächsten Regenguss über den Rasen gehen und prüfen, ob die Larven an der Erdoberfläche erscheinen, denn einen nassen Boden mögen sie nicht.

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Maßnahmen gegen den Engerling-Befall im Rasen

So vermeiden und bekämpfen Sie die Schädlinge:

  • Engerlinge mögen trockene Böden: Neben der regelmäßigen Bewässerung des Rasens hilft gegebenenfalls eine Bodenverbesserung, wenn Sie beispielsweise einen sandigen Boden haben. Nach einer starken Bewässerung kann man die Tiere sogar möglicherweise vom Gras absammeln, wenn sie nach oben kommen.
  • Dichte Böden vermeiden: Regelmäßiges Vertikutieren macht es den Tieren ungemütlich.
  • Wenn Sie in den Zeiten der Eiablage der Käfer im Mai und Juni den Rasen mit Planen oder engmaschigen Insektennetzen abdecken, verhindern Sie deren Ausbreitung. Der Rasen muss aber einige Stunden am Tag aufgedeckt werden, sonst droht ihm Lichtmangel.
  • Lockstoff-Fallen: Diese Pheromonfallen locken die Käfer an und verhindern so die Fortpflanzung.
  • Nematoden sind Parasiten, die Engerlinge töten. Man bringt die winzigen Fadenwürmer am besten zwischen Mai und September wie Dünger auf dem Rasen auf.
  • Knoblauchtee: Das Hausmittel gilt als natürliche Maßnahme gegen Engerlinge. Gießt man den Rasen regelmäßig damit, sollen die ätherischen Öle die Käferlarven abschrecken.
  • Mit der Förderung von Nützlingen: Maulwürfe, Igel und Vögel fressen gerne Engerlinge. Bieten Sie den Tieren einen naturnahen Lebensraum in Ihrem Garten.
  • In „guten“ Käferjahren, in denen die Tiere verstärkt auftreten, sollten Sie zur Zeit der Eiablage das Rasenmähen ein paar Wochen pausieren, da die Weibchen kurzes Gras bevorzugen.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Um Unkraut keine Chance zu geben, sollten Sie nach dem Entfernen der Engerlinge schnell Rasen nachsäen oder einen Rollrasen auslegen.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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