Engerlinge im Rasen? Wie Sie die Schädlinge erkennen und bekämpfen
VonInes Alms
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Wenn der Rasen im Garten elend aussieht, könnte es an Engerlingen liegen, die die Wurzeln abfressen. Wie Sie das herausfinden und die Larven bekämpfen können.
Was die Ursache für einen kränklichen gelben Rasen ist, lässt sich nicht immer gleich leicht sagen. Hat er einen Sonnenbrand oder ist er überdüngt? Eine weitere Möglichkeit sind Engerlinge, die Larven von Mai-, Juni oder Gartenlaubkäfern, die sich in der Grasnarbe wohlfühlen und von unten die Wurzeln des Grüns anknabbern. Es gibt Methoden, die Schädlinge zu finden und zu bekämpfen.
Engerlinge, die Larven von Käfern, sind leicht zu erkennen – sie sind dick, weiß und verhältnismäßig groß. Sie richten nicht nur in Blumen- und Gemüsebeeten, sondern auch im Rasen Schaden an, wenn sie in größerer Zahl vorkommen. Doch nicht jeder Engerling, den man findet, ist auch ein Schädling, manche Arten, wie die harmlosen Engerlinge des Rosen- oder Nashornkäfers (sie fressen nur totes Pflanzenmaterial), stehen sogar unter Naturschutz.
Für Laien ist die Unterscheidung nicht immer ganz einfach, da sich Mai- und Junikäferlarven sehr ähnlich sind. Beide Arten könnten dem Rasen gefährlich werden. Während die kleineren Maikäfer sich auf dem Rücken liegend krümmen, versucht sich der Junikäfer zu strecken und krabbelnd fortzubewegen. Gartenlaubkäfer sind ungleichmäßiger geformt, sie werden zum Ende des Körpers immer dicker und bewegen sich wie Raupen.
So erkennen Sie einen Engerling-Befall im Rasen: Wenn große Flächen im Rasen vertrocknen, absterben und braun werden, heben Sie einen Teil der Grasnarbe ab – wenige Zentimeter unter dem Gras findet man dann die Engerlinge, sofern welche da sind. Vorab können Sie nach dem nächsten Regenguss über den Rasen gehen und prüfen, ob die Larven an der Erdoberfläche erscheinen, denn einen nassen Boden mögen sie nicht.
Engerlinge mögen trockene Böden: Neben der regelmäßigen Bewässerung des Rasens hilft gegebenenfalls eine Bodenverbesserung, wenn Sie beispielsweise einen sandigen Boden haben. Nach einer starken Bewässerung kann man die Tiere sogar möglicherweise vom Gras absammeln, wenn sie nach oben kommen.
Dichte Böden vermeiden: Regelmäßiges Vertikutieren macht es den Tieren ungemütlich.
Wenn Sie in den Zeiten der Eiablage der Käfer im Mai und Juni den Rasen mit Planen oder engmaschigen Insektennetzen abdecken, verhindern Sie deren Ausbreitung. Der Rasen muss aber einige Stunden am Tag aufgedeckt werden, sonst droht ihm Lichtmangel.
Lockstoff-Fallen: Diese Pheromonfallen locken die Käfer an und verhindern so die Fortpflanzung.
Knoblauchtee: Das Hausmittel gilt als natürliche Maßnahme gegen Engerlinge. Gießt man den Rasen regelmäßig damit, sollen die ätherischen Öle die Käferlarven abschrecken.
Mit der Förderung von Nützlingen: Maulwürfe, Igel und Vögel fressen gerne Engerlinge. Bieten Sie den Tieren einen naturnahen Lebensraum in Ihrem Garten.
In „guten“ Käferjahren, in denen die Tiere verstärkt auftreten, sollten Sie zur Zeit der Eiablage das Rasenmähen ein paar Wochen pausieren, da die Weibchen kurzes Gras bevorzugen.