„Erstmal planlos“: NRW-Touristen haben vor Kroatien-Urlaub Maut-Frage – und bekommen harsche Antwort
VonVivian Werg
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Mit dem Auto in den Kroatien-Urlaub. Die Vignetten-Frage beschäftigt Reisende aus NRW – sie holen Ratschläge ein und erhalten eine klare Antwort.
Hamm – Urlaub ist für viele die schönste Zeit des Jahres und dieser will gut geplant sein. Für einen Urlauber aus NRW soll es im Juli mit dem Auto in die kroatische Hafenstadt Rovinj an der Westküste der Halbinsel Istrien gehen. Und damit die Autofahrt sich so stressfrei wie möglich gestaltet, bittet er in einer Facebook-Gruppe andere Kroatien-Urlauber um Rat.
Die Empfehlungen lassen nicht lange auf sich warten – doch die Frage kommt nicht bei allen gut an. Ein User erlaubt sich einen genervten Kommentar und löst eine hitzige Diskussion aus.
Mit dem Auto nach Kroatien: Urlauber bittet Facebook-User um Maut-Tipps
Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Das Land an der Adriaküste lockt mit malerischen Stränden, historischem Flair und gut erreichbaren Küstenorten – viele reisen daher gerne mit dem Auto an. So auch ein Urlauber aus NRW. In der Facebook-Gruppe „Urlaub in Istrien“, die über 45.000 Mitglieder zählt, berichtet er von seinen Urlaubsplänen im Juli. Da er bezüglich Vignetten unsicher ist, fragt er direkt nach: „Wir starten in Dortmund. Wie macht ihr das immer mit den Vignetten? Wir würden über Österreich und Slowenien fahren. Habt ihr Tipps wie man das Vignettenthema schon vorher klären kann, ohne dass man was übersieht?“
Auf Empfehlungen muss der Betroffene nicht lange warten. Im Gegenteil. Viele Kroatien-Urlauber teilen hilfsbereit ihren Erfahrungsschatz. „Ich fahre von Italien nach Kroatien und mache die Vignette für Slowenien immer direkt online bei DARS“, schreibt einer. „Für Österreich bei ASFINAG ein Kundenkonto erstellen und Flextarif buchen. Du bezahlst die normale Straßenmaut und Tunnel werden die abgebucht, die du durchfährst. Buchst du eine feste Strecke und du fährst dann aber durch andere Tunnel, weil irgendwo was gesperrt ist, ist dein Geld für die im Voraus gebuchten Tunnel weg. Und die Tunnel auf der neuen Strecke bezahlst du extra“, kommentiert ein anderer und fügt hinzu: „Beachte, die Vignetten sind für unterschiedliche Dauer buchbar. Slowenien übers Internet buchen. Kroatien wird manuell kassiert“.
Istrien, Kvarner Bucht und das „Herz der Adria“ – die Lieblingsorte der Kroatien-Urlauber
Ein weiterer Nutzer setzt ebenfalls auf den Flextarif: „Am besten bei beiden vorher ein Kundenkonto einrichten, die Strecken dann online während der Reise buchen. So bleibst du flexibel, falls sich Strecke wegen Stau oder der Reisetag ändert“, empfiehlt er. Für einen Großteil der User sei hingegen der ADAC der einfachste Weg. Für eine deutsche Urlauberin soll es unterdessen im September nach Kroatien gehen – die Meinungen anderer Urlauber gehen da jedoch deutlich auseinander.
„Unglaublich, dass immer noch welche darauf antworten“ – User sorgt mit Kommentar für Kritik
Einem User stößt die Vignetten-Frage allerdings so negativ auf, dass er sich einen sarkastischen Kommentar nicht verkneifen kann: „Endlich mal wieder eine Frage nach Vignetten. Unglaublich, dass immer noch welche darauf antworten“, moniert er. Das will eine Userin nicht unkommentiert lassen und kontert: „Es wurde nett gefragt, also wird auch nett geantwortet. Als ich das erste Mal nach Kroatien gefahren bin, war ich auch erstmal planlos und hatte viele Fragen. Genau für so etwas ist eine Facebook-Gruppe da“.
„Unglaublich ist eher, dass immer noch welche meinen, so unfreundlich sein zu müssen“, ärgert sich eine andere. Eine weitere Nutzerin hingegen kann ihm nur mit dem gleichen Sarkasmus begegnen: „Hallo Martin. Es ist bewundernswert, dass du so klug auf die Welt kamst und nie Fragen stellen musst oder musstest. Ich wünsche mir für dich, dass das immer so bleibt. Bist ein wahrer Glückspilz“. Mit einer frechen Ansage, machte sich kürzlich ein anderer User ebenfalls sehr unbeliebt. (vw)