Wer regelmäßig Kaffee trinkt, profitiert von einigen gesunden Effekten. Auch das Alzheimer-Risiko könnte sinken, wie Forscher informieren.
Espresso, der kleine, starke Kaffee in der Tasse, genießt seit jeher Kultstatus. In der Regel wird er nach einer üppigeren Mahlzeit getrunken, weil seine Inhaltsstoffe die Verdauung anregen. Viele lieben aber auch einfach nur den Geschmack, weshalb sie ihn unabhängig von Mahlzeiten oder Tageszeit trinken. Übersetzen kann man Espresso unter anderem mit „herausgepresst“ – eine Bezugnahme zum Herstellungsprozess. So wird der komplexe Trank durch Dampfextraktion des Kaffeemehls gewonnen. Diese soll mehr andere Substanzen aus der Bohne herausholen als das Filtern, wie Welt.de informiert.
Inhaltsstoffe im Kaffee wirken lebensverlängernd
Koffein ist längst nicht der Hauptbestandteil von Kaffee, wie viele vermuten. Zu rund 50 Prozent besteht er aus Polysacchariden, also Vielfachzucker aus miteinander verbundenen Einfachzuckern wie Glukose, so Welt.de. Und noch viele weitere Substanzen sind enthalten, mehr als 700 sollen Biochemiker bereits identifiziert haben. Darunter finden sich auch einige Stoffe, die der Gesundheit des Menschen förderlich sind.
Inhaltsstoffe in Espresso beeinflussen Alzheimer-spezifisches Protein
Auch das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer könnte durch regelmäßigen Kaffeekonsum sinken. Darauf weisen Forschungsergebnisse hin, die im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht wurden. Ein Team um Roberto Tira vom Department of Biotechnology der University of Verona in Italien hatte untersucht, wie sich Inhaltsstoffe in Espresso auf die Hirnstrukturen auswirken können. Im Labor konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass Inhaltsstoffe im Espresso die Ansammlung sogenannter Tau-Proteine hemmen können, wie der MDR berichtete. Von der Ansammlung dieser Proteine werde angenommen, dass sie die Alzheimer-Krankheit begünstigen. Für ihren Versuch hatten die Forschenden die Espresso-Inhaltsstoffe Koffein, Trigonellin, Genistein und Theobromin mit Tau-Proteinen vermengt. Mit zunehmender Konzentration der Espressoextrakte konnte eine Verkürzung der verklumpten Tau-Fasern nachgewiesen werden, so der MDR weiter.
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„Diese Ergebnisse geben neue Einblicke in das neuroprotektive Potenzial von Espresso-Kaffee und legen molekulare Gerüste für die Entwicklung von Therapien nahe“, schreiben die Studienautoren. Ob Espresso sich tatsächlich positiv auf die Gehirngesundheit des Menschen auswirkt, kann die Studie nicht eindeutig beweisen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.