Wärmeliebende Kletterpflanze

Exotische Luffagurke im Garten anbauen – zum Essen und als Schwamm verwenden

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Die Luffagurke oder der Schwammkürbis ist eine Pflanze, die sich einfach aus Samen ziehen lässt. Sie trotzt großer Hitze und ist pflegeleichter als manch anderes Gemüse.

Wer Salatgurken mag, dürfte die Luffagurke (Luffa aegyptiaca oder Luffa cylindrica) lieben: Da sie mit großer Trockenheit klarkommt, ist die Pflanze auch heißen Sommern gut gewachsen. Die unreifen Früchte sind ebenso wie die Blüten essbar und erinnern geschmacklich an Zucchini. Und wer möchte, kann die Gurken ausreifen lassen und in getrocknetem Zustand als Schwamm für Küche und Bad verwenden – das ist ihr beliebtester Anwendungszweck und auch ein praktisches Geschenk.

Luffagurken ab März aus Samen vorziehen

Die Luffagurke (Luffa aegyptiaca) zählt zu den Kürbisgewächsen und ist unempfindlicher als Salatgurken.

Der Schwammkürbis stammt eigentlich aus den Tropen, wächst aber auch im hiesigen Klima. Die zur Familie der Kürbisgewächsen zählende einjährige Kletterpflanze begrünt die Pergola oder Zäune, lässt sich aber auch wie Kürbis oder Gurken im Beet oder im Gewächshaus kultivieren – liegen die Früchte am Boden auf, ist eine Mulchschicht aus Stroh zu empfehlen. Bis zu 15 Meter lang werden die Triebe der Luffagurke, daher ist eine Rankhilfe wie eine Gurkenstange oder eine Drahtgitterkonstruktion auf jeden Fall sinnvoll. Auch im Topf auf dem Balkon kann man die Pflanze in einem ausreichend großen Gefäß anbauen.

Luffagurken kann man im März oder April sehr gut aus Samen vorziehen, indem man das Saatgut bei molligen 20 bis 25 Grad Celsius an einem hellen Ort etwa einen Zentimeter tief in die Erde setzt und gleichmäßig feucht hält. Ab den Eisheiligen Mitte Mai lassen sich die pikierten Jungpflanzen guten Gewissens ins Freiland pflanzen, am besten an einen sonnigen, windgeschützten Ort in durchlässiger, nährstoffreicher Erde – wie Kürbis und Zucchini ist auch die Luffagurke ein Starkzehrer, der regelmäßig Dünger benötigt. Beim Auspflanzen bringt man daher am besten zusätzlich etwas Kompost aus.

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Pflege und Ernte der Luffagurke

In der Pflege kann man sich gut an den anderen Kürbisgewächsen orientieren. Auch wenn die Pflanze Hitze mag, benötigt sie viel Wasser. Wie Salatgurken sollte man die Pflanzen nicht mit zu kaltem Wasser gießen. Im Gegensatz zu diesen sind sie jedoch widerstandsfähiger gegen Schädlinge wie Läuse.

Im Spätsommer werden die bis zu etwa 60 Zentimeter großen vollreifen gelben Früchte der Luffagurke geerntet, das Fruchtfleisch in Wasser ausgekocht und das Pflanzengerüst an der Sonne getrocknet. Im Ganzen oder in Stücke geschnitten eignen sich die Luffagurken mit ihrer festen feinfaserigen Struktur sehr gut als Schwamm für die Küche oder das Bad – auch beliebt als praktischer langer Rückenkratzer.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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