One apple a day

Sie essen täglich einen Apfel? Warum Sie nicht damit aufhören sollten

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Der tägliche Apfel kann zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, darunter die Senkung des Cholesterinspiegels und die Verbesserung der Verdauung.

Weil Obst Fruchtzucker enthält, sollte der Konsum von Weintrauben, Birnen und Bananen nicht übertrieben werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dazu, täglich zwei Portionen Obst (etwa 250 Gramm) zu sich zu nehmen. Eine Portion entspricht in etwa der Menge, die in eine Handfläche passt, so die Verbraucherzentrale. Die Wahl eines Apfels als Obstportion ist eine gute Entscheidung, da dieses heimische Obst oft unterschätzt wird.

Der tägliche Apfel stärkt das Herz

Es gibt viele Gründe, warum Sie täglich einen Apfel essen sollten. Äpfel sind reich an über 30 Mineralstoffen und Spurenelementen, von denen viele für den Körper unverzichtbar sind. Nicht nur die Herzgesundheit kann von einem täglichen Apfel profitieren, sondern auch andere Organe. Sogar das Risiko für bestimmte Krankheiten sinkt.

Den täglichen Apfel sollten Sie nicht ausfallen lassen, wenn es nach britischen Forschern geht.

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Ein Überblick über eine Reihe von Vorteilen, die für den täglichen Apfel sprechen:

  • Eine Studie des Institute for Cardiovascular and Metabolic Research der Universität von Reading in England hat gezeigt, dass der tägliche Verzehr von zwei Äpfeln den Cholesterinspiegel senken kann. Die Studie umfasste 23 Frauen und 17 Männer mit leicht erhöhten Cholesterinwerten. Eine Gruppe aß acht Wochen lang täglich zwei Äpfel, während die andere Gruppe einen Drink zu sich nahm, der genauso viel Energie, aber weniger Pflanzenstoffe enthielt. Das Ergebnis war, dass der Verzehr von täglich zwei Äpfeln mit hohem Anteil des Pflanzenstoffs Proanthocyanidine den Cholesterinspiegel senkt. Auch die Blutgefäße profitieren davon, so die Forscher. Die alte Apfelsorte Kanada-Reinette enthält verhältnismäßig viele Proanthocyanidine. Hohe Cholesterinwerte können zu Arterienverkalkung und damit zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
  • Äpfel sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung anregen. Sie wirken sowohl bei gesunden als auch bei kranken Menschen regulierend auf die Darmtätigkeit und sind in geriebener Form ein bewährtes Mittel bei Durchfall. Laut der Techniker Krankenkasse enthalten Äpfel auch Gerbstoffe, die im Darm antibakteriell und entzündungshemmend wirken und so Magen-Darm-Infektionen vorbeugen können.

Die sieben besten Diäten, die sogar Krankheiten heilen können: Wie Sie gesund Gewicht verlieren

Ein junges Pärchen kocht.
Die Mittelmeerdiät zählt zu den Abnehmkonzepten, die von Ernährungsmedizinern als besonders gesund eingestuft wird. Sie basiert auf Getreideprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, frischem Obst und Olivenöl – alles pflanzliche Lebensmittel, die viele Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren enthalten. „Auch andere Studien deuteten darauf hin, dass eine pflanzenbetonte Kost verschiedene Risikofaktoren der CKD-Progression (CKD steht für chronische Nierenerkrankung) verbessert, unter anderem Bluthochdruck, urämische Toxine, Inflammation, oxidativen Stress und die Blut-Phosphatspiegel. Insofern denken wir, dass eine gesunde Ernährung nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch die Nieren schützt“, zitiert die Ärzte Zeitung Professor Jan C. Galle aus Lüdenscheid, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Viele Mediziner empfehlen die Mittelmeerdiät etwa bei leichtem Bluthochdruck. Diese entfaltet unter anderem blutdrucksenkende Wirkung. Eine medikamentöse Therapie kann in dem Fall ausbleiben.  © Marcos Castillo/Imago
Auf einem Teller liegen Gabel und Messer und kleingeschnittenes Gemüse.
Auch das Intervallfasten lässt die Kilos langfristig purzeln und gilt als gesunde Diät. Es handelt sich dabei um eine Form des periodischen Fastens. Die beliebteste Variante ist das 16:8 Intervallfasten: Acht Stunden darf gegessen werden, die restlichen 16 Stunden wird gefastet. Chinesische Forschende kamen zu dem Ergebnis, dass viele Studienteilnehmer mit Diabetes Typ 2 nach einer dreimonatigen Intervallfasten-Kur die Dosis ihrer Medikamente entweder verringern oder sie ganz absetzen konnten. Auch das Herzinfarkt-Risiko sinkt durch Intervallfasten, wie deutsche Wissenschaftler herausgefunden haben. © Sandra Roesch/Imago
Zwei Personen halten gefüllte Einkaufstaschen in die Luft.
Schon einmal was von „Clean Eating“ gehört? Wer gesund abnehmen möchte, kann auch dieses Ernährungskonzept in Erwägung ziehen. Clean Eating bedeutet zu Deutsch so viel wie „saubere Ernährung“. Sie setzt auf unverarbeitete Lebensmittel ohne künstliche Zusatzstoffe. Naturbelassene, saisonale und regionale Produkte und Zutaten werden frisch zubereitet. Einige Verfechter des Konzepts kaufen auf Bio- und Wochenmärkten ein oder nutzen eine mobile Gemüsekiste, die bequem nach Hause geliefert wird. Fertiggerichte und Fast Food werden dagegen weitestgehend gemieden. © Natalia Deriabina/Imago
Frau hält Kuchen in beiden Händen.
Zucker wird im Rahmen der DASH-Diät so gut es geht gemieden. Auch rotes Fleisch, Salz und Alkohol sollen die absolute Ausnahme auf dem Speiseplan sein. Bereits achtmal befanden US-Ernährungsexperten die DASH-Diät als gesündeste Diät überhaupt. DASH steht für „Dietary Approaches to Stop Hypertension“, zu Deutsch so viel wie „Diätetischer Ansatz, der Bluthochdruck beenden soll“. Die DASH-Diät wurde eigentlich von Medizinern entwickelt, um zu hohen Blutdruck, Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte sowie Diabetes zu behandeln. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Mann misst seinen Bauchumfang.
Zu viel Bauchfett stört nicht nur den ein oder anderen Träger: Es wird auch mit der Entstehung verschiedener Krankheiten in Verbindung gebracht. Das Problem: Inneres Bauchfett ist besonders stoffwechselaktiv. Das heißt, es bildet Hormone, die auch Entzündungsprozesse in Gang setzen, Bluthochdruck fördern und eine Insulinresistenz begünstigen. Eine „Bauchschlingen-Diät“ zeigt Wirkung. Sieben Regeln sollen im Rahmen der Kur eingehalten werden: Bewegen Sie sich im Alltag so oft wie möglich und treiben Sie regelmäßig Sport, essen Sie maximal so viel, wie Sie am Tag in Form von Kalorien verbrennen, essen Sie wenig Zucker, ausreichend viel Eiweiß und lassen Sie Heißhunger gar nicht erst aufkommen. Außerdem sollte so wenig Alkohol wie möglich getrunken werden.  © Michael Bihlmayer/Imago
Linseneintopf in einer Schüssel
Ballaststoffe wirken lebensverlängernd, so das Ergebnis einer groß angelegten Studie. Die Analyse eines Forscherteams um Andrew Reynolds vom Department of Medicine an der University of Otago in Neuseeland zeigte, dass das Sterberisiko um bis zu 30 Prozent sinkt, wenn Sie rund 29 Gramm Ballaststoffe täglich essen. Diese Ernährungsregel würde vor Herzkreislauferkrankungen, Typ-2-Diabetes sowie vor Darm- und Brustkrebs schützen, so die Forschenden. Enthalten sind Ballaststoffe in Pflanzenkost wie Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten wie Linsen, Obst, Nüssen und Samen. © Rezeda Kostyleva/Imago
Frau greift in den Kühlschrank und holt Weintrauben heraus.
Sie essen nur, wenn Sie Hunger haben? Das ist ein gutes Zeichen, weil es zeigt, dass Sie ein gutes Gespür für die Bedürfnisse Ihres Körpers haben. Das Prinzip der intuitiven Ernährung kann auch das Abnehmen unterstützen, so die klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin Cornelia Fiechtl dem Business Insider zufolge. Das Prinzip ist einfach: Gegessen wird, wenn man Hunger verspürt und der Teller wird beiseite gestellt, wenn man satt ist – selbst wenn noch die Hälfte des Hauptgerichts auf dem Teller liegt. „Man lernt, aus dem Bauch heraus zu spüren: Habe ich gerade Hunger oder nicht? Zu welchen Zeiten habe ich meistens Hunger? Wie groß ist der Hunger und was braucht mein Körper gerade – etwas Süßes, Salziges, Warmes oder Kaltes?“, so Fiechtl. Eine Herausforderung dabei sei es, zwischen Hunger, Appetit und Heißhunger zu unterscheiden. Wichtige Voraussetzung: Man sollte auch als intuitiver Esser auf eine ausgewogene Ernährung achten und Genussmittel wie Alkohol nur selten auf den Speiseplan setzen. © LenorIv/Imago
  • Die Ballaststoffe im Apfel sorgen auch für ein Sättigungsgefühl und können helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden. Wer abnehmen möchte, sollte daher regelmäßig zu diesem heimischen Obst greifen.
  • Laut der Techniker Krankenkasse können die in Äpfeln enthaltenen Flavonoide und Phenolsäuren sogar vor lebensbedrohlichen Krankheiten schützen. Sie können das Krebsrisiko nachweislich senken und Herzinfarkten vorbeugen.
  • Äpfel können die körpereigene Abwehr stärken und dazu beitragen, dass man seltener krank wird. Ein intaktes Immunsystem kann Krankheitserreger viel besser abwehren als ein geschädigtes. Ein täglicher Apfel liefert unter anderem Vitamin B6 und Vitamin C, die beide das Immunsystem stärken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Daniela Simona Temne/Imago

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