EU-Vergleich

Urlaubsfahrt an Pfingsten: In welchen Ländern Sie besonders günstig tanken

  • schließen

Ein voller Tank ist teuer – deswegen lohnt sich auch auf dem Weg in den Pfingsturlaub eine clevere Tankstopp-Planung. Wir verraten, wo Sprit besonders günstig ist.

Mit dem Auto in den Urlaub fahren ist praktisch – schließlich kann man deutlich mehr Gepäck mitnehmen als in Bus, Zug oder Flugzeug. Speziell Familien mit Kindern wissen diesen Vorteil zu schätzen. Doch Vorsicht: Wer sein Fahrzeug überlädt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Wichtig ist auch, vor dem Losfahren noch einmal den Wagen gründlich durchzuchecken – und beispielsweise den Reifendruck zu überprüfen. Allerdings ist zumeist weder Urlaubsaufenthalt selbst wirklich billig, noch die Fahrt dorthin, unter anderem dank Mautgebühren (beispielsweise auf dem Weg nach Kroatien). Daher sollte man jede Chance zum Sparen nutzen, etwa an der Tankstelle.

Auf der Fahrt in den Pfingsturlaub lohnt sich eine clevere Tankstopp-Planung, denn die Spritpreise unterscheiden sich den europäischen Ländern deutlich. (Symbolbild)

Spritpreise in Europa: Unterschiede von bis zu 50 Cent

Wertet man die von der EU-Kommission veröffentlichten Durchschnitts-Spritpreise aus, so lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern feststellen – und zwar von bis zu 50 Cent. Wer seinen Tankstopp also schlau plant, kann ordentlich sparen. Das günstigste Benzin in den deutschen Nachbarländern gibt es aktuell in Polen: Hier sind rund 30 Cent weniger fällig als in Deutschland. Beim Diesel fällt der Unterschied mit rund 12 Cent nicht ganz so groß aus. Ebenfalls deutlich günstiger als hierzulande tankt es sich in Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn – hier ist Benzin um die 20 Cent günstiger, Diesel 10 bis 15 Cent.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

Auf dem Weg nach Italien besser noch einmal in Österreich volltanken

Wer – wie viele Deutsche – in den Pfingstferien auf dem Weg nach Italien ist, sollte nach Möglichkeit in Österreich den Tank auffüllen. Denn in Italien sind Benzin und Diesel deutlich teurer als hierzulande. Auch Schweiz-Urlauber sollten vor der Einreise noch einmal einen Tankstopp einlegen, denn auch bei den Eidgenossen kostet es an der Zapfsäule um einiges mehr als in Deutschland.

Hier ein Überblick über die Durchschnitts-Spritpreise europäischer Länder (Auswahl):

EU-StaatBenzinpreis pro Liter in EuroDieselpreis pro Liter in Euro
Deutschland1,881,67
Polen1,561,56
Slowenien1,581,56
Tschechien1,611,54
Kroatien 1,621,60
Slowakei1,661,54
Österreich1,661,62
Spanien1,691,53
Belgien1,751,75
Portugal1,791,57
Finnland1,831,71
Italien1,911,78
Frankreich1,931,74
Griechenland1,981,68
Dänemark2,061,71
Niederlande2,071,76

Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 6.5.2024

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter

In Dänemark und den Niederlanden ist Benzin besonders teuer

Besonders teuer ist der Sprit in Dänemark und den Niederlanden: Benzin kostet dort rund 30 Cent mehr als in Deutschland, beim Diesel ist der Unterschied nicht so groß.

Wichtig zu beachten: Die Preisangaben sind eher als grober Richtwert zu verstehen – auch im Ausland gibt es teils starke regionale Unterschiede beim Spritpreis. Und in den meisten anderen Ländern gilt, wie in Deutschland: Ein Abfahren von der Autobahn für einen Tankstopp kann sich lohnen. Oft ist auch dort, nicht besonders weitab der Hauptverkehrsader, der Sprit deutlich billiger.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kommentare