VonSebastian Oppenheimerschließen
Ein voller Tank ist teuer – deswegen lohnt sich auch auf dem Weg in den Pfingsturlaub eine clevere Tankstopp-Planung. Wir verraten, wo Sprit besonders günstig ist.
Mit dem Auto in den Urlaub fahren ist praktisch – schließlich kann man deutlich mehr Gepäck mitnehmen als in Bus, Zug oder Flugzeug. Speziell Familien mit Kindern wissen diesen Vorteil zu schätzen. Doch Vorsicht: Wer sein Fahrzeug überlädt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Wichtig ist auch, vor dem Losfahren noch einmal den Wagen gründlich durchzuchecken – und beispielsweise den Reifendruck zu überprüfen. Allerdings ist zumeist weder Urlaubsaufenthalt selbst wirklich billig, noch die Fahrt dorthin, unter anderem dank Mautgebühren (beispielsweise auf dem Weg nach Kroatien). Daher sollte man jede Chance zum Sparen nutzen, etwa an der Tankstelle.
Spritpreise in Europa: Unterschiede von bis zu 50 Cent
Wertet man die von der EU-Kommission veröffentlichten Durchschnitts-Spritpreise aus, so lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern feststellen – und zwar von bis zu 50 Cent. Wer seinen Tankstopp also schlau plant, kann ordentlich sparen. Das günstigste Benzin in den deutschen Nachbarländern gibt es aktuell in Polen: Hier sind rund 30 Cent weniger fällig als in Deutschland. Beim Diesel fällt der Unterschied mit rund 12 Cent nicht ganz so groß aus. Ebenfalls deutlich günstiger als hierzulande tankt es sich in Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn – hier ist Benzin um die 20 Cent günstiger, Diesel 10 bis 15 Cent.
Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer




Auf dem Weg nach Italien besser noch einmal in Österreich volltanken
Wer – wie viele Deutsche – in den Pfingstferien auf dem Weg nach Italien ist, sollte nach Möglichkeit in Österreich den Tank auffüllen. Denn in Italien sind Benzin und Diesel deutlich teurer als hierzulande. Auch Schweiz-Urlauber sollten vor der Einreise noch einmal einen Tankstopp einlegen, denn auch bei den Eidgenossen kostet es an der Zapfsäule um einiges mehr als in Deutschland.
Hier ein Überblick über die Durchschnitts-Spritpreise europäischer Länder (Auswahl):
| EU-Staat | Benzinpreis pro Liter in Euro | Dieselpreis pro Liter in Euro |
|---|---|---|
| Deutschland | 1,88 | 1,67 |
| Polen | 1,56 | 1,56 |
| Slowenien | 1,58 | 1,56 |
| Tschechien | 1,61 | 1,54 |
| Kroatien | 1,62 | 1,60 |
| Slowakei | 1,66 | 1,54 |
| Österreich | 1,66 | 1,62 |
| Spanien | 1,69 | 1,53 |
| Belgien | 1,75 | 1,75 |
| Portugal | 1,79 | 1,57 |
| Finnland | 1,83 | 1,71 |
| Italien | 1,91 | 1,78 |
| Frankreich | 1,93 | 1,74 |
| Griechenland | 1,98 | 1,68 |
| Dänemark | 2,06 | 1,71 |
| Niederlande | 2,07 | 1,76 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 6.5.2024
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In Dänemark und den Niederlanden ist Benzin besonders teuer
Besonders teuer ist der Sprit in Dänemark und den Niederlanden: Benzin kostet dort rund 30 Cent mehr als in Deutschland, beim Diesel ist der Unterschied nicht so groß.
Wichtig zu beachten: Die Preisangaben sind eher als grober Richtwert zu verstehen – auch im Ausland gibt es teils starke regionale Unterschiede beim Spritpreis. Und in den meisten anderen Ländern gilt, wie in Deutschland: Ein Abfahren von der Autobahn für einen Tankstopp kann sich lohnen. Oft ist auch dort, nicht besonders weitab der Hauptverkehrsader, der Sprit deutlich billiger.
Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

