VonLara-Sabrina Kiehlschließen
Im US-Bundesstaat Michigan galoppiert eine Kuh über einen Highway. Profis machen sich auf die Jagd und beenden den Ausflug gekonnt mit einem Schwung aus dem Handgelenk.
Es ist eine Szene, die das Zeug zum Blockbuster hätte. Nur ist dieser Auftritt keine ausgedachte Geschichte, sondern im realen Leben passiert. Und zwar mitten auf einer der meistbefahrenen Autobahnen in der Nähe von Detroit. Dort rannte im gestreckten Galopp eine Kuh über die Fahrbahn – eine gefährliche Situation für Mensch und Tier. Doch dank des mutigen Einsatzes von Profis ging alles gut aus.
Kuh ist in Kiesgrube gefangen und flüchtet dann auf die Autobahn
And we know that if there are no pictures or video it didn’t happen…. pic.twitter.com/9QLgwciYAs
— MSP Second District (@mspmetrodet) May 22, 2023
Nur, wie ist die Kuh überhaupt auf die Autobahn gekommen? Die dramatische Geschichte nimmt ihren Lauf als der Wiederkäuer in einer Kiesgrube an der Belford Road in Holly Township feststeckt, berichtet der lokale Sender „WDIV 4“. Dort haben die Retter, die den Vierbeiner befreien wollen, aus Sorge, dass das Tier flüchten und auf die Autobahn laufen könnte, bereits vorsorglich die Polizei informiert.
Und tatsächlich bewahrheitete sich die Befürchtung: Der Kuh gelang es, sich zu befreien, sie flüchtete und rannte in Richtung Highway I-75. Die Polizisten warteten bereits am Standstreifen und spekulierten auf den flüchtigen Vierbeiner. Der Verkehr wurde vorsorglich lahmgelegt und ihre Dashcam filmte das folgende Geschehen.
Geübter Cowboy schwingt Lasso – erster Versuch direkt erfolgreich
Während die Kuh zunächst die Böschung entlangrennt, wird sie von einem Cowboy zu Pferd und einem Quad auf Schritt und Tritt verfolgt. Doch als sie zwischen den beiden entkommt und auf die Autobahn galoppiert, zögert der Cowboy nicht lange. Er nimmt die Verfolgung auf dem Asphalt auf, schwingt geschickt sein Lasso und schon beim ersten Versuch gelingt es ihm, die Kuh zu bremsen – auch mithilfe des Quadfahrers.
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Nach der spektakulären Einfangaktion ging es für die Kuh wieder zurück auf die Weide. Dort könne sie „die Geschichte den anderen Tieren erzählen“, wie die Michigan State Police auf Twitter mitteilt. Außerdem versichern die Beamten, dass gegen die Kuh keine Anklage erhoben wird. Gegenüber „WDIV 4“ erzählt der Cowboy Ricky Littlejohn, der seinen Lebensunterhalt mit dem Einfangen von freilaufenden Rindern verdient, wie er auf den Vorfall aufmerksam wurde.
Cowboy und sein Wrangler-Team fangen bis zu 250 Kühe im Jahr ein
„Die Leute markierten mich in dem Beitrag einer Dame. Und sie sagten mir, dass diese Kuh auf der Seite der I-75 war. Also versammelten wir unser Team und beschlossen, dorthin zu kommen und zu sehen, ob wir helfen konnten“, so Littlejohn. „Das Letzte, was wir wollten, war, dass jemand diese Kuh überfährt und sich möglicherweise selbst verletzt oder die Kuh verletzt oder sonst etwas.“
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Littlejohn berichtet außerdem davon, dass das Geschäft in letzter Zeit immer mehr zunehme, da immer mehr entlaufene Kühe eingefangen werden müssen. Als er vor zehn Jahren angefangen hatte, fing er etwa fünf Kühe pro Jahr ein – doch jetzt seien es jedes Jahr etwa 200 bis 250 Kühe, die er und seine Wrangler (Pferdepfleger) einfangen. Sein Können hat er, seitdem er in der Highschool Rodeo gelernt hat, stets ausgebaut und verbessert. „Wir üben das Abseilen und das Anbinden und wir versuchen gute Pferde und gute Hunde dabei zu haben“, berichtet Littlejohn.
Rubriklistenbild: © MSP Second District (Twitter)
