Tesla erster Partner

Gefahr durch Pannenfahrzeuge: Neue Technik warnt vor liegengebliebenen Autos

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Bleibt ein defektes Fahrzeug am Straßenrand liegen, besteht die Gefahr eines Auffahrunfalls – eine neue Technik soll nun den Verkehr warnen.

Eine Fahrzeugpanne ist immer ärgerlich – allerdings gibt es Situationen, in denen sie für die Fahrzeuginsassen extrem gefährlich werden kann. Bleibt ein Auto am Rand einer viel befahrenen Autobahn liegen, besteht die Gefahr, dass ein weiteres Fahrzeug auffährt – bei hohen Geschwindigkeiten kann so ein Crash fatale Folgen haben. Das Unternehmen Emergency Safety Solutions (ESS) mit Sitz in Houston im US-Bundesstaat Texas hat nun eine Technologie entwickelt, die Unfälle mit liegengebliebenen Fahrzeugen verhindern soll – und hat mit dem Elektroauto-Bauer Tesla einen ersten großen Partner gefunden.

Gefahr durch Pannenfahrzeuge: Neue Technik warnt vor liegengebliebenen Autos

Der Name der neuen Technologie: HELP – eine Abkürzung für Hazard Enhanced Location Protocol, was grob übersetzt so viel heißt wie „verbessertes Verfahren zur Ortung von Gefahrenstellen“. Im Prinzip besteht die Technik aus zwei Teilen: Zum einen wird die Frequenz des Warnblinkers erhöht – was die anderen Verkehrsteilnehmer wesentlich effektiver warnen soll, als „normale“ Warnblinker, die in aktuellen Form laut ESS bereits seit dem Jahr 1951 unverändert funktionieren. Generell verbessern immer mehr Fahrerassistenzsysteme die Sicherheit der Fahrzeuge – seit diesem Jahr sind zahlreiche neue Helfer Pflicht.

Am Straßenrand liegengebebliene Fahrzeuge sind eine große Gefahr – eine neue Technik soll den Verkehr warnen. (Symbolbild)

HELP-Warnsystem: Neue Technik besteht aus zwei Komponenten

Der zweite Teil des HELP-Systems ist eine digitale Warnung: Das defekte Fahrzeug sendet ein Signal in die Cloud, von wo aus wiederum eine entsprechende Warn-Meldung auf die Navi-Displays (auf denen in Deutschland auch bald Supermarkt-Werbung zu sehen sein könnte) sämtlicher herannahender Fahrzeuge geschickt wird. So wissen andere Autofahrer unter Umständen schon Minuten vor dem Erreichen der Gefahrenstelle, worauf sie sich einstellen müssen.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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Wie ESS nun in einer Mitteilung bekannt gab, wird der Tesla erste große Partner in der Automobilbranche sein, der die HELP-Technik einsetzt. Die nötige Software wird mittels eines Updates in den Fahrzeugen bereitgestellt – zunächst allerdings nur in Nordamerika.

Rubriklistenbild: © vmd-images/Imago

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