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Fettfreie und fettarme Produkte wirken gesund, enthalten jedoch oft mehr Zucker und Zusatzstoffe. Erfahren Sie, warum diese Lebensmittel nicht immer besser sind.
Im Supermarkt begegnen einem täglich fettfreie oder fettarme Produkte – von Joghurt über Snacks bis hin zu Fertiggerichten. Diese Produkte werden als die „gesunde“ Wahl vermarktet, da sie weniger Fett enthalten. Doch häufig verbergen sich hinter der fettfreien und fettarmen Kennzeichnung versteckter Zucker und künstliche Zusatzstoffe. In diesem Artikel erklären wir, warum fettfreie und fettarme Produkte nicht automatisch gesünder sind und was Sie beim Kauf dieser Produkte wirklich beachten sollten.
Fettfrei oder fettarm: Was ist der Unterschied?
Fettfreie und fettarme Produkte unterscheiden sich grundsätzlich in ihrem Gehalt. Fettarme Produkte enthalten eine reduzierte Menge, aber noch genug, um Geschmack und Nährstoffe zu erhalten. Fettfreie Produkte hingegen sind nahezu frei von Fett. Diese Unterschiede wirken sich jedoch nicht immer positiv auf den Gesundheitswert der Lebensmittel aus.
Um den Geschmack von fettfreien oder fettarmen Produkten zu verbessern, greifen viele Hersteller zu Zucker, künstlichen Süßstoffen und Verdickungsmitteln. Diese Zusätze sollen die Konsistenz und den Geschmack wiederherstellen, der durch die Reduzierung des Fettes verloren geht. Das Problem: Zucker und künstliche Zutaten können die vermeintlich gesunde Wahl entwerten und zu einer höheren Kalorienaufnahme führen.
Tipp: Wenn Sie fettfreie oder fettarme Produkte kaufen, achten Sie auf die Zutatenliste und überprüfen Sie den Zuckergehalt.
Warum Zucker in fettfreien und fettarmen Produkten oft höher ist
Ein großes Problem bei fettfreien und fettarmen Lebensmitteln ist, dass die Hersteller den Fettgehalt verringern, um die Kalorienzahl zu senken. Fett sorgt für Geschmack und eine angenehme Konsistenz – wenn es wegfällt, muss es ersetzt werden. Häufig wird dafür Zucker oder Künstliche Süßstoffe verwendet.
Ein gutes Beispiel sind fettfreie Säfte oder Limonaden. Diese enthalten oft viel Zucker, um den Geschmack zu verbessern. Auch fettfreier Joghurt kann mehr Zucker enthalten als die Variante mit Fett, da der Zucker hinzugefügt wird, um den Geschmack zu kompensieren.
Tipp: Wählen Sie fettfreie oder fettarme Produkte nur dann, wenn der Zuckergehalt minimal ist, oder greifen Sie besser zu vollwertigen Lebensmitteln, die den Geschmack natürlich bieten.
Fettarm oder fettfrei: Was ist besser für eine gesunde Ernährung?
Fettarme Produkte haben den Vorteil, dass sie noch eine gewisse Menge an gesunden Fetten enthalten, die für den Körper wichtig sind. Diese Fette sind notwendig, um fettlösliche Vitamine aufzunehmen und die Zellfunktion zu unterstützen. Fettfreie Produkte sind zwar kalorienärmer, aber der Zuckeranteil ist oft viel höher. Zudem fehlen ihnen essenzielle Fettsäuren, die für den Körper wichtig sind. Auch die künstlichen Zutaten, die oft in fettfreien Produkten zu finden sind, können die gesundheitlichen Vorteile schmälern.
Tipp: Entscheiden Sie sich für fettarme Produkte, die mehr gesunde Fette bieten und weniger Zucker und Zusatzstoffe enthalten. Fettfreie Produkte sind in vielen Fällen nicht die beste Wahl, vor allem, wenn sie stark verarbeitet sind.
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Wenn Sie fettfreie oder fettarme Produkte kaufen, achten Sie genau auf die Zutatenliste. Oft ist es besser, sich für eine kleinere Portion eines vollwertigen Produkts zu entscheiden, anstatt für die fettfreie Variante. Ein gutes Beispiel: Statt fettfreier Butter oder Margarine greifen Sie zu Avocado oder Olivenöl, die gesunde Fette liefern. Und wenn Sie sich mal etwas Leckeres ohne viele Kalorien gönnen wollen, probieren Sie doch unser Rezept für Kaiserschmarrn ohne Mehl, zu dem perfekt zuckerfreies Apfelmus passen würde.
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