Änderung des Lebensstils hilft

Knapp 25 Prozent aller Erwachsenen betroffen: Was sind die Symptome und Ursachen einer Fettleber?

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Die Fettleber, eine selten thematisierte und dennoch weit verbreitete Krankheit. Hier finden Sie alles zu den Symptomen, Ursachen und Heilungsmethoden.

München — Wieso bleibt eine Fettleber häufig lange unerkannt? Das liegt möglicherweise daran, dass über die Krankheit relativ wenig bekannt ist. Zum anderen sind die häufigsten Symptome auch für viele andere Krankheitsbilder verantwortlich. Eine gesunde Ernährungsart kann das Problem generell vorbeugen. Deshalb ist es wichtig, möglichst gut über das Thema Bescheid zu wissen. Denn jeder vierte (!) Erwachsene in Deutschland leidet darunter.

NameFettleber
Wissenschaftlicher NameSteatosis hepatis
MedikamenteGibt es noch keine
Methodik bei der DiagnoseUltraschall
Ursachen Unter anderem fehlende Bewegung und ungesunde Ernährung
SymptomeUnter anderem Müdigkeit, Schlafstörung und Übelkeit

Fehlende Bewegung und ungesunde Ernährung als mögliche Ursachen für eine Fettleber

Sind mehr als 50 Prozent der Leberzellen von Verfettung betroffen, spricht man von einer Fettleber. Gleiches gilt, wenn der Fettanteil der Leber mehr als zehn Prozent des Gesamtgewichts übersteigt. Zu den Hauptrisikogruppen gehören alkoholabhängige sowie stark übergewichtige Erwachsene.

Häufig wird eine Fettleber von Betroffenen viel zu spät bemerkt. Deswegen ist bei ersten Symptomen unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Unterschieden wird zwischen alkoholischen und nicht-alkoholischen Fettlebern. Die alkoholischen Fettlebern entstehen, wie der Name bereits vermuten lässt, durch regelmäßigen überdurchschnittlichen Alkoholkonsum. Die nicht-alkoholische Fettleber kann sich durch fehlende Bewegung, ungesunde Ernährung oder eine andere Krankheit entwickeln.

Mehrere Symptome könnten auf eine Fettleber hindeuten

Das Tückische an einer Fettleber sind die Symptome, welche auch mit vielen weiteren Krankheiten in Verbindung gebracht werden, wie zum Beispiel Müdigkeit oder Blähungen. Daher denken Betroffene im ersten Moment eher selten an die mögliche Bildung einer Fettleber. Die häufigsten Symptome in der Übersicht:

  • Müdigkeit
  • Blähungen
  • Schlafstörung
  • Appetitverlust
  • Übelkeit
  • Völlegefühl
  • Druckgefühl im rechten Oberbauch

Um eine Fettleber vorzubeugen, empfiehlt sich ein gesunder Lebensstil. Bedeutet: Kein Alkohol oder Drogen, ausreichend Schlaf und Bewegung sowie eine gesunde, fettarme Ernährung. Zum Wohle der Leber bietet sich der Verzicht von Trauben- und Fruchtzucker an. Zudem sollten gesättigte Fettsäuren, wie beispielsweise Butter, Sahne, Wurst, Käse oder fettes Fleisch, selten bis nie auf dem Speiseplan stehen.

Das Problem Fettleber ist weit verbreitet: Kennen Sie sich aus?

Fettleber: Bei Nicht-Behandlung können die Folgen tödlich sein

Wird eine Fettleber nicht erkannt oder der Lebensstil des Patienten in der Folge der Diagnose nicht angepasst, kann es zu weiteren ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen: Fettleberentzündung, Leberzirrhose, Leberkrebs oder auch akutes Leberversagen. Darüber hinaus kann nicht nur die Leber unter den Folgen leiden. Auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem Herzinfarkt und einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung steigt durch eine Fettleber.

Fettleber vorbeugen: Zehn Getränke schützen – Welcher Tee und Saft am besten entgiftet

Tasse schwarzer Kaffee
Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ist ein Alleskönner unter den Getränken: Kaffee erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Kurzzeitgedächtnis, senkt zudem das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und bis zu vier Tassen schwarz getrunken hilft der Wachmacher sogar beim Abnehmen und schützt die Leber vor Krankheiten wie Verfettung. © Bernd Jürgens/Imago
Tasse Ingwer-Tee
Wer lieber Tee mag, sollte auf Ingwer-Tee setzen, am besten mit frischen Zutaten. Die Knolle ist dank seiner Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen nicht nur gut fürs Immunsystem. Die Heilpflanze schützt auch die Leber, beugt Verfettung vor, verbessert die Verdauung und hilft dadurch beim Entschlacken. In Kombination mit Kurkuma kann Ingwer gezielt gegen Fettleber helfen – als Beigabe zum Essen oder im Tee, Saft oder Shake mit Karotten gemischt, der letztlich auch beim Abnehmen hilft. Kurkuma kann sogar das Risiko senken, dass sich aus einer Fettleber eine schwere Leberentzündung wie eine Leberzirrhose entwickelt.  © Imaginechina-Tuchong/Imago
Tasse Fencheltee
Fenchel ist bekannt für seine beruhigende, entzündungshemmende Wirkung und lindert Beschwerden des Verdauungstrakts wie Blähungen und Bauchschmerzen. Trinken Sie regelmäßig Fencheltee, wodurch nicht nur die Nieren angeregt, auch die Leber entlastet wird. © HeikeRau/Imago
Brennesseltee
Brennesseln auf der Haut sind zwar sehr unangenehm, als Tee getrunken enfaltet die Pflanze jedoch ihre anregende und entschlackende Wirkung. Brennesseltee wird nicht nur unterstützend bei Blasenentzündung empfohlen, er soll den Stoffwechsel ankurbeln und helfen, Leber und Galle zu entgiften. © Panthermedia/Imago
Glas mit Grapefruitsaft
Warum nicht schon gleich in der Früh der Leber etwas Gutes tun? Ein frisch gepresster Grapefruit-Saft oder Direktsaft aus dem Supermarkt ist dafür genau das Richtige. Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt die positive Wirkung für Galle und Leber noch zusätzlich und beugt der Einlagerung von Fett vor. © Zoonar.com/Maryna Voronova/Imago
Glas mit Orangensaft
Auch ein leckerer Orangensaft zum Frühstück schmeckt erfrischend gut. Die beliebte Zitrusfrucht hilft auch der Fettleber, sich selbst zu heilen. Orangen sind reich an den sekundären Pflanzenstoffen Polyphenole, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Um die Wirkung für die Leber noch zu verstärken, können Sie Orangensaft mit Grapefruit und Zitronen mischen. © monticello/Imago
Glas Rote Beete-Saft
Trinken Sie Rote Beete als Direktsaft – selbst zubereitet oder gekauft – und helfen Ihrem Körper und Ihrer Leber, zu entgiften. Die rote Knolle ist ein ideales Lebensmittel, um der Fettleber vorzubeugen. Gleichzeitig ist das Gemüse reich an wertvollen Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C sowie B und unterstützt somit das Immunsystem. Rote Beete kann aufgrund ihres Nitritgehalts hohen Blutdruck senken, jedoch durch ihre enthaltende Oxalsäure zur Bildung von Nierensteinen beitragen. Menschen, die dazu neigen, sollten den Konsum gering halten. © Iordache Magdalena/Imago
Glas Tomatensaft
So mögen manche den Tomatensaft nur auf Urlaubsreisen im Flieger gerne trinken, dabei kann auch dieser Saft – wenn Sie ihn regelmäßig trinken – die Leber entlasten und ihrer Verfettung vorbeugen oder diese rückgängig machen. Tomaten verfügen über einen hohen Wassergehalt und sind reich am Antioxidans Glutathion, das bei der Entgiftung hilft und die Heilung der Fettleber unterstützt. © NayalyH/Imago
Glass mit Gurkensaft
Auch Gurken als Saft helfen der Leber, zu regenerieren und Krankheiten wie einer Fettleber vorzubeugen – gleich am Morgen oder als Getränk zwischendurch ideal. Und das Gemüse besteht zu 95 Prozent aus Wasser, weswegen Gurkensaft auch gut zum Durstlöschen ist. Die gesunden Inhaltsstoffe der Gurke sitzen direkt unter der Schale, sodass Sie für einen entschlackenden Effekt auch die Schale mit verwerten sollten. Wer keinen Entsafter hat, schneidet am besten die gründlich gewaschene Gurke möglichst klein, püriert diese mit dem Pürierstab und drückt den Brei der Gurke durch ein Sieb oder Tuch – fertig ist der Gurkensaft! © 5second/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen außerdem bei der Entgiftung der Leber. Ob gekocht oder frisch als Shake fördert das Gemüse die Gesundheit des lebenswichtigen Organs. Setzen Sie den Saft mehrmals pro Woche auf Ihren Speiseplan, um einer Fettleber vorzubeugen. © 5second/Imago

Die gute Nachricht: Die Leber verfügt über eine hohe Regenerationsfähigkeit. Sind die Betroffenen also in der Lage, ihren Lebensstil umzustellen und wird die Fettleber frühzeitig entdeckt, ist eine Heilung möglich.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/IMAGO

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