Einige Krankheiten können zu Fettverdauungsstörungen führen. Diese zeigen sich durch sogenannten Fettstuhl. Wann er bedenklich ist, erfahren Sie hier.
Abhängig davon, was man isst, variiert der Stuhlgang jeden Tag in Konsistenz, Geruch und Farbe. Fleisch kann beispielsweise dazu führen, dass der Stuhl strenger riecht als nach einem fleischlosen Gericht. Rote Beete färbt ihn rot, wohingegen er nach dem Verzehr von Spinat eher grün ist. Auch Blähungen können die Folge des Konsums bestimmter Lebensmitteln sein. Wer unter Fettverdauungsstörungen leidet, kann mit einem sogenannten Fettstuhl (auch Steatorrhoe oder Pankreasstuhl genannt) rechnen. Dieser kann ein Warnsignal für schwerwiegende Erkrankungen sein.
Fettstuhl als Warnzeichen für schwere Erkrankungen: So können Sie ihn erkennen
Fettstuhl tritt infolge unverdauter Fette auf. Diese wirken im Darm wie ein Abführmittel. Zu erkennen ist er an seiner Konsistenz und an der Farbe: Der faulig bis sauer riechende Stuhlgang ist von weicher, voluminöser und schleimig-schmieriger Beschaffenheit sowie glänzend und lehmfarben. Außerdem zeigen sich im Toilettenwasser meist deutliche Fettaugen. Auffällig ist auch, dass er sich nicht ohne Weiteres wegspülen lässt, sondern Stuhlreste oder einen schmierigen Film in der Toilettenschüssel hinterlässt. Auch Schaumbildung ist möglich. Zudem finden sich in der Regel unverdaute Speisereste im Stuhl, da häufig nicht nur die Fettverdauungsenzyme sondern auch andere Verdauungsenzyme beeinträchtigt sind.
Befinden sich am Tag mehr als sieben Gramm Fett im Stuhl, diagnostizieren Mediziner einen Fettstuhl. Übelkeit, Völlegefühl und Blähbauch können als zusätzliche Symptome auftreten. Auch Gewichtsverlust sowie Schmerzen bis hin zu Koliken können Fettstuhl begleiten. Fettstuhl entsteht, da Enzyme, die für die Spaltung von Fett nötig sind, nicht mehr in ausreichender Menge von Magen, Bauchspeicheldrüse oder Gallle produziert werden. Ausgelöst werden die Fettverdauungsstörungen unter anderem durch schwerwiegende Erkrankungen. Fettstuhl kann demnach ein Warnzeichen für folgende Krankheiten sein:
Fettstuhl kann auch bei einer akuten Magen-Darm-Infektion oder aufgrund einer Einnahme von Antibiotika vorkommen. In diesen Fällen ist er unbedenklich. Wenn er jedoch bestehen bleibt, kann dies auf eine eingeschränkte Funktion eines Verdauungsorgans hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden, um schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen vorzubeugen. Behandelt werden die Veränderungen des Stuhlgangs mithilfe der Gabe von Enzymen sowie der Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung.
Blähungen und Schmerzen vermeiden: Zehn Lebensmittel fördern unangenehme Gase bei der Verdauung
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.