Grün, aber verschieden

Fichte oder Tanne? Diese Vor- und Nachteile sollten Sie vor dem Kauf kennen

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Nicht nur die Optik sollte über die Wahl des Weihnachtsbaums entscheiden.
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Nordmanntanne oder Blaufichte – an der Weihnachtsbaumwahl scheiden sich die Geister. Welcher Baum zu Ihren Bedürfnissen passt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Anfang Dezember geht die Suche nach dem Weihnachtsbaum los. Viele Menschen haben ganz konkrete Vorstellungen von ihrem perfekten Baum. Doch wenn man dann neben Wuchsform und Größe auch noch die Wahl zwischen Fichte und Tanne hat, wird es kompliziert. Welcher Baum ist besser? Wir erklären die Vor- und Nachteile der beiden Weihnachtsbaumarten.

Fichte und Nordmanntanne: Die Vor- und Nachteile der Weihnachtsbaumarten

Den einen perfekten Weihnachtsbaum gibt es nicht, daher gestaltet sich die Suche jedes Jahr wieder spannend und kann schon mal in Frust enden. Da das aber viel zu schade wäre und die Adventszeit besinnlich sein und glücklich machen soll, erklären wir Ihnen schon vorab, welchen Vorteil welche Baumart für Sie bringt. Das gilt übrigens nicht nur für bereits gefällte Weihnachtsbäume, wir gehen auch auf Weihnachtsbäume im Kübel ein, die auf lange Sicht etwas nachhaltiger als ihre großen Kollegen sind.

Grob haben Sie meist die Wahl zwischen der klassischen Nordmanntanne und Fichten in verschiedenen Ausführungen.

Die Vor- und Nachteile der Tanne

Die Nordmanntanne ist wohl der klassische Weihnachtsbaum. Abies nordmanniana heißt auch Kaukasus-Tanne und ist nach dem Botaniker Alexander von Nordmann († 1866) benannt, der sie entdeckte. Das sind die Vor- und Nachteile der Nordmanntanne im Überblick:

VorteileNachteile
Nicht so stacheligbraucht meist viel Platz
Nadeln fest und bleiben lange am Baumeher teuer und schnell ausverkauft
gleichmäßiger Wuchs und angenehmer Duft

Ganzjährig im Kübel kultiviert mag es die Nordmanntanne halbschattig bis sonnig, wenn Sie sie als Weihnachtsbaum nach drinnen holen, muss die Pflanze sich langsam an die neue Temperatur gewöhnen. Insgesamt ist die Tanne dank ihrer Pfahlwurzel aber ausgepflanzt im Garten auf lange Sicht glücklicher. Schenken Sie ihr doch nach den ersten ein oder zwei Weihnachtsfesten einen festen Platz im Garten.

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Duftende Sträucher und Bäume bereichern Ihren Garten rund ums Jahr

Gelb blühende Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox)
So sieht Schönheit aus: Schon beim Anblick der Chinesischen Winterblüte (Chimonanthus praecox) kann man einen zarten Vanilleduft erahnen. Die Blüten erscheinen von Weihnachten bis April. © Pond5 Images/Imago
Traubenkirsche (Prunus padus)
An der wunderschön üppig blühenden Traubenkirsche (Prunus padus) führt ab April kein Weg vorbei – dann duftet der Baum intensiv nach Honig, was auch die Bienen zu schätzen wissen. © blickwinkel/Imago
Edel-Flieder (Syringa vulgaris Sensation)
Der Klassiker der Frühlingsgerüche darf nicht fehlen: Der zweifarbige Edel-Flieder (Syringa vulgaris Sensation) verströmt nicht nur einen tollen Duft, er sieht auch originell aus. © McPHOTO/Imago
Philadelphus coronarius, Pfeifenstrauch, Falscher Jasmin
Von Mai bis Juni zeigt der Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius), was er in Sachen Duft kann. Nicht ohne Grund wird er auch Falscher Jasmin genannt. © Zoonar/Imago
Borstige Robinie, Rosenakazie, Rosen-Akazie (Robinia hispida), bluehender Zweig
Ab Mai verzaubern auch die Blütenrispen der Robinienbäume mit ihrem süßen schweren Duft, der einen in ferne Länder entführt. © blickwinkel/Imago
Eine Kolkwitzie blüht im Abendlicht.
Den Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis) riecht man oft sehr angenehm süß, bevor man ihn sehen kann. Von Mai bis Juli lockt er so auch zahlreiche Bienen an. © Future Image/Imago
Blüte von Gewürzstrauch (Calycanthus floridus)
Der magnolienähnliche Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) verströmt ab Juni das Aroma von Nelken und Erdbeeren. © Panthermedia/Imago
Blüten der Waldrebe (Clematis vitalba)
Vom Aussehen ist die Waldrebe (Clematis vitalba) eher unscheinbar. Umso intensiver ist der Duft der unzähligen Blüten der Kletterpflanze von Juli bis September. © Pond5 Images/Imago
Strauch der Sieben Söhne des Himmels (Heptacodium miconioides) mit Tagpfauenauge
Bis Ende Oktober bereichert der Strauch der Sieben Söhne des Himmels (Heptacodium miconioides) mit seinem jasminartigen Geruch die Gärten. © Panthermedia/Imago
Duftschneeball (Viburnum farreri)
Von November bis April lockt der süß riechende Duftschneeball (Viburnum farreri) mit seinen Blüten über viele Meter hinweg Besucher an. © Action Pictures/Imago

Die Vor- und Nachteile der Fichte

Besonders bekannt ist neben der Nordmanntanne die Blaufichte oder auch Stechfichte, die oft etwas günstiger angeboten wird. Picea pungens Glauca heißt Blaufichte oder Blautanne, wobei sie nicht nur blaue, sondern auch grüne Nadeln habe. Die Blautanne wachse schneller und sei daher günstiger.

Insgesamt hat die Blaufichte als Weihnachtsbaum folgende Vor- und Nachteile:

VorteileNachteile
günstiger als die Nordmanntannesie sticht ein wenig
hübsche Blaufärbung der Nadeln, angenehmer Duftnadelt schneller
gleichmäßiger Wuchs, stabile Äste

Ein entscheidender Nachteil der Blaufichte ist, dass sie ein wenig sticht, dafür sind die Äste aber stabil und halten einiges an Schmuck aus.

Auch die Blaufichte lässt sich im Kübel kultivieren. Wie auch bei der Tanne ist wichtig, dass Sie nur Pflanzen kaufen, die direkt im Kübel gezogen wurden und die Umgebung somit gewohnt sind. Blaufichten mögen sonnige Standorte, die Sonne intensiviert die Blaufärbung der Nadeln. Auch dieser Baum wäre natürlich mit einem dauerhaften Platz im Garten glücklicher als im Kübel und ist zudem optisch eine echte Bereicherung.

Übrigens gibt es neben Tanne und Blaufichte manchmal noch weitere Weihnachtsbäume, darunter Kiefer, Douglasie, Rotfichte, Edeltanne und mehr. In jedem Fall sollte der Baum möglichst nachhaltig sein.

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