Sommer? Winter?

Wann muss ich meine Reifen wechseln? Faustregel hilft, den richtigen Zeitpunkt zu finden

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Bei steigenden Temperaturen gilt es wieder, die Reifen zu wechseln. Wann muss ich von Winter- auf Sommerreifen wechseln? Eine Faustregel hilft dabei.

Wer ein Auto besitzt und keine Ganzjahresreifen benutzt, muss passend zur Jahreszeit die Reifen wechseln. Dieses Prozedere ist anstrengend, schmutzig und für viele nervig – aber für eine sichere Fahrt auf den Straßen notwendig. Wichtig beim Reifenwechsel ist es, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. SÜDWEST24 erläutert eine altbekannte Faustregel zu diesem Problem.

Warum muss ich die Autoreifen wechseln?

Für die verschiedenen Extrem-Jahreszeiten, Sommer und Winter, benötigt es verschiedene Autoreifen. Der Grund dafür liegt in drei wesentlichen Punkten: den Temperaturen, den Witterungsbedingungen und den Fahrbahnbeschaffenheiten zu den jeweiligen Jahreszeiten. In der Regel kommt es bei Temperaturen unter null Grad und niedriger zu Straßenglätte. Manchmal sogar schon bei Temperaturen unter vier Grad. Bei solch niedrigen Temperaturen sind Winterreifen die bessere Wahl. Sie bestehen aus einer speziellen Gummimischung, die auch bei Kälte weich und flexibel bleibt.

Im Winter neigt das Auto auch zu Feuchtigkeit im Innenbereich, dagegen gibt es einen Trick. Sommerreifen sind den Winterreifen bei niedrigen Temperaturen weit unterlegen, da sie unter sieben Grad ihre Flexibilität und damit auch ihre Vorteile verlieren. Besonders auf trockener und nasser Fahrbahn glänzen die Sommerreifen mit ihren Stärken. Ab 7 Grad Celsius ermöglichen die Reifen für den Sommer kürzere Bremswege und mehr Sicherheit auf Nässe. Aus diesen Gründen ist dringend davon abzuraten, die jeweiligen Reifen über das ganze Jahr zu fahren.

Wann sollte man die Reifen wechseln?

Zum saisonalen Reifenwechsel gibt es, für alle, die sich keine Daten merken können oder möchten, eine bekannte Faustregel. Diese lautet ganz einfach von O bis O. Das bedeutet, dass man von Ostern bis Oktober Sommerreifen und von Oktober bis Ostern Winterreifen auf seinem Auto haben sollte. In Deutschland ist zwischen Oktober und Ostern immer wieder mit Schnee, Schneeregen und Reifglätte zu rechnen, daher fährt es sich mit Winterreifen zu diesem Zeitpunkt auch besser.

Jedoch sollte man sich nicht unbedingt auf diese Faustregel verlassen. Schließlich fällt Ostern anders als Weihnachten nicht immer auf denselben Tag. Da das Osterdatum immer der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling ist, findet Ostern entweder noch im März, mitunter aber auch erst in der zweiten April-Hälfte statt. Je nachdem, wie früh der Termin liegt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch nach Ostern noch zu Glätte kommt.

Was sind eine gute Alternative zu saisonalen Reifen?

Aus diesem Grund kann man auch ganz ohne Faustregel auf die Temperaturen achten. Zeigt das Thermometer dauerhaft eine Gradzahl an, die über sieben Grad Celsius liegt an, so kann man sicher die Reifen von Winter- zu Sommerreifen wechseln. Im. Zweifel sollte man die Winterreifen immer etwas länger drauf lassen.

Wer sich den saisonalen Reifenwechsel sparen möchte, sollte stattdessen zu Ganzjahresreifen greifen. Diese sind für alle Witterungsbedingungen nutzbar. Immerhin bieten sie vor allem für kleinere, leichte Autos ausreichend Sicherheit, auch wenn sie bei den unterschiedlichen Witterungen nicht an die Leistungen der jeweiligen Spezialisten herankommen. Zusammen mit dem richtigen Zeitpunkt zum Reifenwechsel ist es auch wichtig zu wissen, wann die Zeitumstellung stattfindet. (rah)

Rubriklistenbild: © R. Rebmann/IMAGO

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