Verwirrung um Sticker

Fisch-Aufkleber auf dem Auto: „Ich dachte früher immer, das seien Nordsee-Fans“

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Wer sich einen Fisch aufs Auto klebt, möchte zeigen, dass er ein gläubiger Christ ist. Mancher Autofahrer denkt beim Anblick des Aufkleber aber an die Fast-Foodkette Nordsee.

Es gab Zeiten, da fand sich auf nahe zu jedem Auto ein Aufkleber. Egal ob „Kinder an Bord“ oder eine Dokumentation sämtlicher Besuche des Phantasialands. Es gibt aber auch Sticker, die bei manchen Menschen für Verwirrung sorgen, wie etwa der Umriss der Insel Sylt. Und auch die Bedeutung des Fischs auf der Heckklappe erschließt sich nicht jedem Autofahrer.

Inzwischen finden sich nur noch selten Sticker (die nicht überall angebracht werden dürfen) auf Autos. Eine Ausnahme sind die blauen Aufkleber auf Mietwagen. Und auch auf manchen Diplomatenkennzeichen sind sie vorgeschrieben. Um so größer ist die Verwirrung, wenn man dann doch mal einen Sticker sieht, dessen Bedeutung einem nicht sofort klar ist. Wie etwa der bei Christen beliebte Fisch auf der Heckklappe.

Fischaufkleber auf dem Auto: „Ich dachte früher immer, das seien Nordsee-Fans“

„Ein Engländer hat mich mal gefragt, ob die alle im Angelverein sind“, schreibt beispielsweise ein Twitter-Nutzer. Eine naheliegende Vermutung, mit der sich wohl die allermeisten Autofahrer den Fisch-Aufkleber am Auto erklären dürften. Doch wie so oft gibt es auch etwas kreativere Interpretationen.

Eigentlich symbolisiert der Fisch das Christentum. Darauf kommt aber nicht jeder.

„Ich dachte früher immer, das seien NORDSEE-Fans“, schreibt der Twitter-Nutzer „Der Doppeldaumenmann“. Damit ist er nicht alleine, wie sich in den Antworten auf den Tweet zeigt. Zugegeben, eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Logo der Fisch-Fastfood-Kette und dem Autoaufkleber ist vorhanden.

Unbekannte Verkehrszeichen? Ob Sie die Bedeutung von allen Schildern kennen?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

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Fischaufkleber auf dem Auto: Zeichen für schlechte Autofahrer?

Das gilt aber auch für ein anderes Unternehmen, wie ein User betont: „Bis zur dritten Klasse glaubte ich an Fischer-Technik Fans.“ Auch hier zeigt das Logo einen stilisierten Fisch, dessen Ähnlichkeit mit dem Aufkleber nicht zu leugnen ist.

Es gibt aber auch einige User, die eine ganz andere – nicht immer ernst gemeinte – Erklärungen für den Fisch-Aufkleber haben:

  • „Der Fischaufkleber auf dem Auto sagt aus, dass der Fahrer besser schwimmen als fahren kann, korrekt?“
  • „Aus Erfahrung, Leute mit dem Fischaufkleber fahren schnarchiger als welche mit Hut + umhäkelte Klorolle im Vectra.“
  • „Tatsächlich ist es aber ein Bekenntnis zu Gosch. Ist halt nur was für Insider. Da sieht man, dass du nicht zum Sylt-Jetset dazugehörst.“
  • „Ich dachte, es handelt sich um Scooter-Fans.“
  • „Ich dachte als Kind das sind Aquaristikliebhaber!“

Rubriklistenbild: © MiS/Imago

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