Frost und Tiere

Fische im Winter: Die Tiefe des Teiches ist entscheidend

  • schließen

Ab November müssen nicht nur Pflanzen winterfest gemacht werden – auch um den Teich sollte man sich bemühen, damit die darin lebenden Fische den Winter überstehen.

Eichhörnchen und Waschbären futtern sich ihren Winterspeck an, Bäume werfen ihre Blätter ab, der Rasen wird ein letztes Mal gemäht und empfindliche Pflanzen werden mit Jute oder Vlies bedeckt. Aber was passiert mit den Fischen im Teich während der kalten Jahreszeit? Mit diesen Tipps kommen auch diese unversehrt über den Winter.

Fische im Teich: So kommen die Tiere sicher durch Frost und Schnee

Bunte Fische im Teich sehen schön aus und gehören zum perfekten Gartenbild dazu. Aber Vorsicht, das findet auch der diebische Graureiher. Voraussetzung dafür, dass die Fische sicher im Teich überwintern können, ist neben einem winterfesten Garten ein winterfester Gartenteich. Diese Vorkehrungen sollten bis spätestens November getroffen werden:

Fische können im Teich überwintern, aber es gibt einiges zu beachten.
  • Der Teich muss mindestens 80 Zentimeter tief sein, damit er nicht komplett durch friert. Je tiefer, desto besser.
  • Der Teich sollte mithilfe eines Keschers oder eines Schlammsaugers noch einmal gesäubert werden. Der Teichfilter muss auch gereinigt werden, denn das garantiert eine bessere Sauerstoffversorgung der Fische.
  • Teichfilter stilllegen
  • Teichwasser auffüllen, das eventuell über den Sommer verdunstet ist
  • Eventuell einen sogenannten Eisfreihalter in Erwägung ziehen. Diese sollen auf dem Teich auch im Winter einen Gasaustausch ermöglichen, sodass die Fische ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Schere weg: 10 Pflanzen, denen ein Rückschnitt im Winter nicht gut tut

Eiskristalle auf einer Wildrose
Hier sind sich alle Hobbygärtner einig: Im Winter ist es tabu, Rosen zu schneiden. © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Reife Walnüsse am Baum
Nussbäume wie den Walnussbaum sollte man nach dem Blattaustrieb vom Frühjahr bis zum Juni schneiden, sonst „blutet“ er viel aus. © CHROMORANGE/Imago
Grüne Blätter und Rispen des Sommerflieders sind mit Raureif überzogen.
Man sollte es lieber nicht drauf ankommen lassen: Einen Winterschnitt bestraft manch Sommerflieder mit ausbleibender Blüte © CHROMORANGE/Imago
Ein mit Raureif überzogenes Federborstengras
Ziergräser wie das Federborstengras bieten im Winter nicht nur Nützlingen Schutz, sie sind ohne Rückschnitt auch selber besser vor Frost geschützt. © Manfred Ruckszio/Imago
Blühendes gelbes Heiligenkraut und blauer Lavendel
Sowohl Heiligenkraut als auch Lavendel schneidet man im Winter nicht zurück. © Manfred Ruckszio/Imago
Stare in einem Pflaumenbaum im Herbst
Steinobstsorten wie Pflaumen können an den frischen Schnittstellen erfrieren. © Panthermedia/Imago
Sonnenhut-Samenstände mit Raureif
Die meisten Stauden, wie zum Beispiel den Sonnenhut, sollte man im Winter sich selbst überlassen.  © Panthermedia/Imago
Eine Hand pflückt Himbeeren.
Im Gegensatz zu Herbsthimbeeren darf man Sommerhimbeeren nicht im Winter schneiden. Sonst wars das mit der Ernte. © Cavan Images/Imago
Blühende Bauernhortensie
Die meisten Hortensienarten, wie die Bauernhortensie, legen schon im Winter die Blüten für das nächste Jahr an. Wer hier falsch schneidet, geht im Sommer leer aus. © bodenseebilder.de/Imago
Blühender Forsythienstrauch mit Schnee
Wie viele Frühblüher wird die Forsythie erst nach der Blüte im Frühling zurückgeschnitten. © agefotostock/Imago

Fische im Teich: Der Sauerstoff ist entscheidend, nicht die Kälte

Bei den niedrigen Temperaturen im Winter sinkt auch der Stoffwechsel der Fische hinab. Am Boden des Teiches, wo es am wärmsten ist, bewegen sich die Tiere dann kaum und fallen in eine Art Winterstarre. Deshalb benötigen sie in der Zeit auch kein Futter.

Diese Fische können problemlos im Teich überwintern:

  • Goldfisch
  • Koi
  • Graskarpfen
  • Störe
  • Drachenfisch

Wichtig: Auf jeden Fall sollte nach jedem Schneefall der Schnee von der Eisfläche gefegt werden, damit Licht in den Teich scheint. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) gelangt, wenn das Eis auf dem Teich klar ist und kein Schnee liegt, ausreichend Licht ins Innere des Teichs, wo die Pflanzen so genügend Sauerstoff bilden können. Bei einer dicken Schnee- und Eisdecke ist das jedoch unmöglich und die Tiere ersticken.

Sollte der Teich bereits komplett zugefroren sein und ist er ausreichend tief, können die Fische also überleben, solange genügend Licht durchscheint. Wer aber lieber auf der sicheren Seite ist und es komfortabler für die Tiere gestalten will, der kann eine kleine Fläche mit heißem Wasser auftauen und einen Eisfreihalter einsetzen. Übrigens sollten Sie weder die Eisfläche betreten, noch sollten Sie Löcher hacken, denn das erschreckt die Goldfische nur unnötig.

Rubriklistenbild: © stock&people/Imago

Kommentare