VonSandra Sporerschließen
Sorge vor dem Ruhestand: Schon jetzt kommt eine Berliner Friseurin mit ihrem Gehalt kaum über die Runden. Ihre Rente wird noch schmäler ausfallen. Das ist kein Einzelfall.
Berlin – Immer wieder hört und liest man Geschichten von Menschen, die am Monatsende die Luft anhalten müssen. Das Gehalt reicht kaum zum Leben aus. Auch eine Berliner Friseurin muss immer wieder feststellen, dass sie zu dieser Gruppe gehört – obwohl sie Vollzeit arbeitet. Beim Gedanken, sich irgendwann einmal nur von ihrer Rente finanzieren zu müssen, würde ihr angst und bange. Die Aussichten auf den Ruhestand der Geringverdienerin: alles andere als rosig.
Friseurin klagt: „Wenn ich in Rente gehe, werde ich arm sein“
Sie verdient zurzeit 1500 Euro brutto, wie sie in einem Artikel der Berliner Zeitung offenbart. Die stark erhöhten Lebenshaltungskosten machen es ihr schon jetzt schwer, sich und ihre beiden Kinder zu ernähren. „Jetzt schon weiß ich kaum, wie ich alles bezahlen soll. Aber wenn ich in Rente gehe, werde ich arm sein“, so ihr ernüchterndes Resümee.
Sie ist mit ihrem Schicksal nicht allein. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus dem Jahr 2022 sind 18,3 Prozent der Personen ab 65 Jahren von Armut bedroht. Besonders Frauen sind im Alter oft schlechter gestellt. Destatis zufolge beträgt die Armutsgefährdungsquote für Frauen ab 65 Jahren 20,3 Prozent, während sie bei Männern 15,9 Prozent beträgt.
Die Berliner Friseurin befürchtet, dass es ihr genauso ergehen wird. Wenn sie in den Ruhestand geht, werde sie „höchstens 800 Euro zur Verfügung haben, wenn überhaupt“. Derzeit beträgt ihre Miete 650 Euro. Damit blieben ihr nicht mal 200 Euro für alle anderen Ausgaben von Versicherungen über Arztbesuche und Medikamente, Lebensmittel und Kleidung; kaum zu stemmen. Ein angenehmer Ruhestand sieht anders aus.
Friseurin aus Berlin fordert Maßnahmen von der Politik
Daher appelliert sie an die Politik, endlich Maßnahmen zu ergreifen. „Wir reden hier immer von Fortschritt, davon, dass mehr Menschen arbeiten sollen. Doch für die, die das auch tun, kommt unterm Strich kaum etwas raus.“ Eine ähnliche Debatte wird immer wieder über das Bürgergeld in Deutschland geführt; nach der Erhöhung, stellen viele infrage, ob sich Arbeiten überhaupt noch lohne.
Diese Ansicht wird von vielen geteilt. Unter einem Facebook-Post der Berliner Zeitung zu dem Artikel finden sich zahlreiche Kommentare, die tiefe Resignation in Bezug auf das Thema Rente erahnen lassen. Eine Nutzerin schreibt beispielsweise: „Alles seit langem bekannt und getan hat sich rentenpolitisch nichts.“ Eine andere fügt hinzu: „So wird es mir auch gehen, deshalb lebe ich jetzt, bevor ich es später nicht mehr kann.“
Wer von der Rente leben will, sollte sich einen bestimmten Betrag ansparen. Das geht beispielsweise durch Renten-Sonderzahlungen. (sp)
Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
