Nutzung nicht möglich

Tesla verweigert Kunden Anhängermodus – wegen Fremdzubehör

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Ein Tesla-Kunde aus Großbritannien kann wegen einer „falschen“ Anhängerkupplung den Anhängermodus nicht nutzen. Das Originalteil ist aber nicht zu bekommen

Moderne Autos sind inzwischen Computer auf vier Rädern. Nicht zuletzt auch wegen zahlreicher Fahrassistenten und Funktionen, die autonomes Fahren ermöglichen sollen. In einem Test schnitt Teslas Autopilot hier alles andere als gut ab und auch sonst ist der US-Konzern bei seiner Software etwas eigenwillig, wie ein Brite nun feststellen musste.

Scott Helme wollte für sein Model Y die Software für das Anhängerpaket (Trail Mode) erwerben, scheiterte jedoch auf ganzer Linie. Das Problem: Der Brite hatte sein Elektroauto nicht mit einer Anhängerkupplung von Tesla ausgerüstet, sondern mit einem Fremdprodukt. Diese kommt allerdings nicht für den Trailer Mode infrage, da sie nicht von Tesla verbaut wurde.

Ein Tesla-Fahrer aus Großbritannien konnte wegen einer nachgerüsteten Anhängerkupplung den Trailer Mode nicht aktivieren. (Symbolbild).

Tesla verweigert Kunden Anhängermodus – wegen falscher Anhängerkupplung

Auf Twitter schreib Helme, dass er die Anhängerkupplung von einem vertrauenswürdigen Unternehmen habe nachrüsten lassen. Für Tesla reichte das jedoch nicht aus, da die Nachrüstkupplung als nicht offizielles Zubehör eine Gefahr darstelle, wie der Brite dem Onlineportal The Drive sagte.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

„Ich kann nirgendwo einen Hinweis darauf finden, dass die Anhängerkupplung erforderlich ist“, erklärte Helme. „Woher sollte man das wissen? Nicht, dass das ihr Verhalten in irgendeiner Weise rechtfertigen würde, aber das ist immer noch eine schreckliche Art, die Verbraucher zu behandeln.“

Tesla verweigert Kunden Anhängermodus – auch Model-X-Besitzer betroffen

Doch damit nicht genug: Die für das Anhängerpaket benötigte Anhängerkupplung von Tesla ist derzeit nicht verfügbar. Das US-Unternehmen erklärte auf Anfrage von Helme, dass „ein Engpass bei der Mikroprozessorversorgung“ die Ursache dafür sei. Eine durchaus kuriose Erklärung, wenn man bedenkt, dass die Anhängerkupplung lediglich aus Edelstahl gefertigt wird. Zudem sei das Anhängerpaket in Großbritannien schon länger nicht mehr bestellbar, wie The Drive berichtet.

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Wer also sein Model X oder Model Y mit einer Anhängerkupplung ausrüsten will, guckt demnach in die Röhre. Denn der Anhängermodus muss laut Tesla aktiviert sein. Dass Helme mit dem Problem nicht alleine dasteht, zeigt ein Blick in das Forum des Tesla Motors Club. Dort berichtet ein Model-X-Besitzer über ein ähnliches Problem. Anderen Nutzern ist es jedoch angeblich gelungen, den Anhängermodus auch mit einer Anhängerkupplung zu aktivieren, die nicht von Tesla stammt.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Ein anderer Nutzer ignoriert die Anweisung und fährt ohne die Software und stellte bislang keine Probleme fest. Die Software für den Anhängermodus sorgt jedoch für mehr Sicherheit beim Abschleppen und passt verschiedene Fahrerassistenzsysteme an, wenn der Modus verwendet wird. So hält der adaptive Tempomat beispielsweise einen größeren Abstand zum Vordermann ein und auch Autosteer ist deaktiviert.

Rubriklistenbild: © Andreas Haas/Imago

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