Behinderung des ungeborenen Kindes möglich

Unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft: Frühgeburt oder Fehlgeburt möglich

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Eine Hypothyreose kann in der Schwangerschaft zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind und einer Fehlgeburt sowie Frühgeburt führen.

Kleines Organ mit großer Wirkung – die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ im menschlichen Körper, das durch seine Hormone wesentliche Wachstumsprozesse und den Grundumsatz sowie Energieverbrauch des gesamten Organismus steuert. Schilddrüsenhormone regulieren den Blutdruck und Herzschlag sowie die Nieren- und Darmfunktion.

Laut Deutsches Schilddrüsenzentrum kann sowohl eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) als auch Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) die Empfängnis negativ beeinflussen und dazu führen, dass eine Frau nicht schwanger wird. Tritt eine Schilddrüsenerkrankung während der Schwangerschaft auf, kann dies schwere Folgen für das ungeborene Kind haben.

Schilddrüsenunterfunktion: Achtung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft

Bei Erkrankungen der Schilddrüse steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten sowie Frühgeburten.

In Deutschland leiden ca. fünf von 100 Menschen an einer Schilddrüsenunterfunktion. Frauen und ältere Menschen sind besonders häufig betroffen. Möchte eine Frau schwanger werden oder ist es bereits, sollten stets die Schilddrüsenwerte vom Frauenarzt kontrolliert werden. Liegt eine Erkrankung der Schilddrüse vor, wird der Arzt weitere Schritte überlegen und empfehlen – möglicherweise wird er die betreffende Frau auch krankschreiben. Den Grund der Krankmeldung muss die Patientin ihrem Arbeitgeber nicht mitteilen.

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Die Schilddrüse bildet wichtige Hormone, die den gesamten Stoffwechsel des menschlichen Körpers beeinflussen. Um die Hormone bilden zu können, benötigt die Schilddrüse besonders Jod als Grundstoff. Ohne Jod können die entscheidenden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) nicht gebildet werden. Die Folge kann dann eine Schilddrüsenunterfunktion oder aber Schilddrüsenüberfunktion mit entsprechenden Symptomen und Folgeerscheinungen sein.

Schilddrüsenunterfunktion: Elf Lebensmittel können bei Hashimoto helfen

Rote Paprika
Hashimoto-Patienten sollten vor allem auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen. Paprika zählt zu den Gemüse- und Obstsorten, die Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren und Zitrusfrüchte eignen sich gut. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago
Olivenöl wird aus einer Karaffe getropft.
Pflanzenöle wie Olivenöl, aber vor allem auch Weizenkeimöl und rotes Palmöl liefern Vitamin E und sind deshalb bei Hashimoto empfehlenswert. Es handelt sich zudem um Antioxidantien, die recht hitzebeständig sind.  © zidi/Panthermedia/IMAGO
Äpfel
Bei Hashimoto sind Gemüse- und Obstsorten in den Farben rot, blau oder violett besonders empfehlenswert. Dazu zählen Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen und Pflaumen. Sie enthalten Polyphenole. Diese Antioxidantien kommen besonders in den Blättern von Pflanzen vor. Auch Oliven und Olivenöl, Soja, Getränke wie Grüntee, Kaffee, (dunkler) Kakao, Rotwein und viele Gewürze wie Oregano, Zimt enthalten sie. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/IMAGO
Eine Kiste mit roten Tomaten
Neben Papaya, Grapefruit, Karotten, Feldsalat, Grünkohl und Wassermelonen liefern auch Tomaten Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin. Sie zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten und Tomatenmark sogar noch wesentlich mehr. © Maksim Konstantinov/IMAGO
Ananas liegt auf Untergrund
Ananas enthält Bromelain, das nicht nur entzündungs-, sondern auch gerinnungshemmend ist.  © YAY Images/IMAGO
Löffel mit Kurkuma.
Kurkuma (Gelbwurz) und Currypulver liefern Curcumin. Es hilft nicht nur bei Hashimoto, sondern insbesondere auch bei Arthrose, da es schmerzlindernd ist. Es soll zudem auch Krebs hemmen.  © Hans-Joachim Schneider/IMAGO
Chillischoten
Chili- und Paprikaschoten enthalten Capsaicin. Dabei handelt es sich um ein in verschiedenen Paprikasorten natürlich vorkommendes Alkaloid, das schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. © Georg Schierling/IMAGO
Eine Hand hält einen Bund Hagebutten.
Hagebutte, die ganze Frucht als Pulver – nicht im Hagebuttentee, liefert Galaktolipide. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings sind sie fettlöslich und zerfallen bei Erhitzen über 40 Grad. Als Marmelade haben die Hagebutten deshalb weniger heilende Eigenschaften. © F. Hecker/Imago
Frau füllt eine Tüte mit Walnüssen.
Walnüsse enthalten neben Leinsamen, Leinöl, Chia-Öl, Walnussöl, Rapsöl sowie verschiedenen Fischarten (z.B. Lachs, Hering, Makrele, Sardelle) Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und sind deshalb gerade für Hashimoto-Patienten essenziell. Zudem können sie bei bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.  © David Munoz/IMAGO
Ein Bauer zeigt auf einem Markt einem Kunden Knoblauch in seiner Hand.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Sulfide und wirken antibaktierell und gefäßschützend. © Liang Sen/IMAGO
Mandeln
Mandeln wirken ebenfalls entzündungshemmend und liefern neben anderen Lebensmitteln Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen. Diese erhalten Sie auch über dunkles Kakaopulver, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide, Kürbiskerne, Spinat, Beerenobst, Geflügel, Lachs, Leber und dunkelgrünes Blattgemüse. © IMAGO/Alex Salcedo

Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft: Höheres Risiko für Fehlgeburt

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich nicht nur durch Hauterscheinungen wie Juckreiz bemerkbar machen oder gar eine Depression zur Folge haben. Während einer Schwangerschaft kann die Unterfunktion der Schilddrüse neu auftreten und ohne Therapie zu schweren geistigen und körperlichen Schäden des Fötus führen (Kretinismus). Häufig steckt eine Autoimmunthyreoiditis – eine Autoimmunerkrankung, die sich gegen die Schilddrüse richtet – vom Typ Hashimoto dahinter, wie es gemäß Deutsches Schilddrüsenzentrum heißt. Bei Erkrankungen der Schilddrüse steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten sowie Frühgeburten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © David Munoz/Imago

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