Unter anderem in Köln

Brötchentaste am Parkautomat: Unbekannte Funktion spart Autofahrern bares Geld

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Mit der Brötchentaste können Autofahrer zeitweise gratis parken. Das spart Autofahrern bares Geld, kommt aber nicht bei jedem gut an.

Das Auto verleiht einem eine gewisse Flexibilität, doch es gibt auch so manchen Nachteil. Die Parkplatzsuche zum Beispiel. Die kann oft mühselig und langwierig sein – insbesondere in Großstädten. Viele Autofahrer steuern deswegen gleich ein Parkhaus an, denn kostenlosen Parkraum gibt es nur noch selten. Wer doch Glück hat und einen Parkplatz an der Straße findet, braucht dann in aller Regel eine Parkscheibe oder muss (je nach Wochentag) einen Parkschein ziehen. Grade für Kurzzeitparker kann das teuer werden, weswegen einige Städte eine neue Funktion eingeführt haben. Die sogenannte Brötchentaste.

Diese finden Autofahrer unter anderem an Parkscheinautomaten in Köln, Bergisch Gladbach oder Helmstedt in Niedersachsen. Dank der Brötchentaste ist das Parken dort nun an manchen Straßen für einen bestimmten Zeitraum – in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten – kostenlos.

FDP fordert bundesweite Einführung der Brötchentaste

In dieser Zeit kann man schnell etwas aus einem Laden holen oder beim Bäcker die Frühstücksbrötchen besorgen. Daher auch der Name Brötchentaste. Ohne Parkschein geht es aber nicht, ansonsten gilt man als Falschparker und kassiert ein Knöllchen. Neben dem klassischen Parkschein aus Papier gibt es auch die Möglichkeit diesen digital (per App oder SMS) zu lösen.

An manchen Parkscheinautomaten in Köln kann man dank der Brötchentaste für eine gewisse Zeit gratis parken.

Große Unterstützung für die Brötchentaste gibt es aus den Reihen der FDP, wie t-online.de berichtet. Diese forderten Anfang Mai eine bundesweite Umsetzung, um den Einzelhandel zu stärken. Der Städte- und Gemeindebund hatte sogar schon 2003 auf die Vorteile einer Brötchentaste hingewiesen, wie der WDR berichtet.

Neun Mikro-Elektroautos, die perfekt für die Stadt sind

Opel Rocks-e
Opel Rocks-e: Mancher dürfte sich fragen, ob das überhaupt noch ein vollwertiges Auto ist. Gesetzlich ist er es wie alle Kleinstwagen nicht. Wer ihn fahren will, benötigt lediglich die Führerscheinklasse AM. Somit kann er schon ab 15 Jahren bewegt werden. Der Elektromotor leistet 8 PS und beschleunigt den Mini-Stromer auf 45 km/h. Mehr geht nicht. Die 5,5-kWh-Batterie reicht für eine Reichweite von 75 Kilometern. Danach muss der 2,41 Meter lange Opel Rocks-e für rund vier Stunden an die Steckdose. Kostenpunkt: rund 8.000 Euro © Opel
Renault Twizzy
Renault Twizy: Der kleine Franzose ist so etwas wie der Opa unter den Mikro-Elektroautos. Schon seit 2012 ist der Twizy in der Modellpalette von Renault zu finden. Mit 2,34 ist er etwas größer als Rocks-e und Ami. Statt nebeneinander nehmen die zwei Insassen hintereinander Platz. Seitenscheiben gibt es nur als Zubehör. Preislich geht es ab 11.450 Euro los. Wie die größere Version fahren will, benötigt jedoch einen richtigen Führerschein. Die Reichweite gibt Renault mit 90-100 Kilometern an. © Renault
City Transformer CT1
City Transformer CT1: Auch in Israel hat man die Mikro-Elektroautos für sich entdeckt. Der CT1 vom Start-up City Transformer macht seinem Namen dabei alle Ehre. Denn die Spurweite des Mini-Stromers lässt sich anpassen. Angetrieben wird er von zwei Elektromotoren an der Hinterachse. Das Start-up verspricht bis zu 180 Kilometer Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Wer den CT1 vorbestellt, zahlt 13.000 Euro, später soll er dann 16.000 Euro kosten. © City Transformer
Das Elektroauto e.GO Life
e.Go Life: Mit seinen 3,3 Metern ist der e.Go Life im Vergleich zu den andren Mini-Stromern fast schon ein Riese. Der 77 PS starke Elektromotor ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. In der Stadt soll er bis zu 206 km weit kommen. Kombiniert liegt die Reichweite bei 139 Kilometern. Wegen der Insolvenz von e.Go im Sommer 2020 wurde der Life zeitweise nicht gebaut. Dasd Geschäft wurde aber von der Next.E.Go Mobile SE übernommen. Mit dem e.wave X steht auch schon ein Life-Nachfolger bereit. © Marius Becker/dpa
Microlino 2.0.
Microlino 2.0: Von 1955 bis 1962 baute BMW das Leichtfahrzeug Isetta. Bis heute ist der Kleinstwagen Kult und feiert nun sein Comeback. Zumindest ähnelt der Microlino 2.0 der Isetta sehr. Angeboten wird der Mikro-Stromer in drei Batterieversionen mit 95, 175 und 230 km Reichweite. Der 20 PS starke Elektromotor beschleunigt das nur 450 Kilogramm schwere Mobil auf 90n km/h. Mit 14.990 Euro ist der Microlino jedoch nicht grade billig. © Arnulf Hettrich/Imago
Elaris Pio
Elaris Pio: Mit 2,81 Meter Länge bleibt dieser Elektro-Zwerg noch unter der Drei-Meter-Marke. In diesem Bereich verschwimmen die Grenzen zwischen Mikro-Auto und Pkw. In Sachen Antrieb befindet sich der Pio jedoch bei den Mikro-Stromern. Grade einmal 49 PS leistet der Elektromotor. Der Akku kommt auf 27 kWh und reicht für 225 Kilometer. Preislich liegt der Pio bei 21.900 Euro. © Elaris
FreZE Nikob EV
FreZE Nikob EV: In China ist der Elektro-Zwerg unter dem Namen Wuling Hongguang Mini EV bereits sehr erfolgreich. Damit das auch in Europa der Fall ist, brauchte es neben einem neuen Namen auch mehr Sicherheit und Energieeffizienz. Heißt: ESP, Airbags, neue Räder und eine LED-Beleuchtung. Angeboten wird das Nikob EV mit einer 13,8-kWh-LFP-Zelle mit 200 km Reichweite. Kosten soll das kleine Elektroauto 16.000 Euro. © Wulling
Elektrofrosch Bob Four
Elektrofrosch Bob Four: So ganz weiß man ja nicht, was dieses Gefährt sein möchte. Offiziell handelt es sich bei dem Elektrofrosch Bob Four um einen Kabinenroller. Entsprechend ist bei 45 km/h Schluss. Rund 100 Kilometer soll der Elektrofrosch kommen und das für grade einmal 8.990 Euro. Neben dem Bob Four hat Elektrofrosch noch weitere Mikromobile im Angebot.  © Elektrofrosch
Ari 802
ARI 802: Mit 2,22 fällt der Ari 802 sehr klein aus. Mit 643 Kilogram ist er zudem auch noch sehr leicht. Daher reichen 10 PS auch um den Kleinstwagen auf Tempo 80 zu bringen. In den Versionen 252 und 452 sind nur 25 beziehungsweise 45 km/h drin. Die Reichweite gibt Ari mit 120 bis 250 Kilometern an. Preislich schlägt der Ari 802 mit 10.990 Euro zu Buche.  © Ari

Zusammen mit Click & Collect echte Chance für den Handel

Letztlich entscheidet aber jede Kommune selbst, ob sie eine Brötchentaste einführen möchte oder eben nicht. Sie könnte aber helfen, Innenstädte wiederzubeleben oder lebendig zu erhalten, wie Philipp Stempel, Sprecher des Städte- und Gemeindebundes NRW, dem WDR sagte: „Das ist aber eine Entscheidung, die man an den Gegebenheiten vor Ort ausrichten muss.“

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Ähnlich sieht es auch Carina Peretzke, Sprecherin des Handelsverbandes NRW. Insbesondere in der Kombination mit „Click & Collect“-Angeboten sei die Brötchentaste eine echte Chance für den Handel. Und auch ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, würden davon profitieren. Kritik an einer pauschalen Einführung gibt es derweil von der Deutschen Umwelthilfe. Der Verein plädiert dafür, den Individualverkehr zu reduzieren. Dies würde die Innenstädte wiederbeleben. Zudem lassen sich kleinere Besorgungen auch mit dem Fahrrad erledigen. Und auch der in Großstädten häufig gut ausgebaute öffentliche Nahverkehr, gut erreichbare Parkhäuser und vorhandene kostenlose Stellplätze machen eine solche Funktion unnötig, wie t-online.de schreibt.

Rubriklistenbild: © Eduard Bopp/Imago

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