Tierischer Riese aus Texas

Der größte Hund der Welt mit unstillbarem Hunger: Zeus verschlingt jeden Tag zwölf Näpfe Trockenfutter

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Schon als Welpe hatte Zeus „riesige Pfoten“, sagte Frauchen Brittany Davis gegenüber den Guinness-Buch-Autoren. Heute hält die Deutsche Dogge den Weltrekord und überragt im Stehen selbst Zwei-Meter-Männer.

Männliche Doggen zählen zu den größten Hunden überhaupt. Ein ausgewachsener Rüde erreicht im Schnitt eine Widerristhöhe von 80 bis 90 Zentimetern. Der Widerrist bezeichnet den höchsten Punkt am Übergang von Hals und Rücken bei Vierbeinern. Doch es gibt auch Deutsche Doggen, die aus dem Raster fallen – und noch größer werden.

Dazu zählt Zeus, der eine Widerristhöhe von 104,6 Zentimetern misst. Am 22. März 2022 bekam er offiziell den Titel „Größter Hund der Welt“ verliehen. Auch ein Platz im Guinness-Buch der Rekorde ist ihm damit sicher.

Wenn Zeus neben Frauchen Brittany Davis auf dem Sofa sitzt, wird klar: Dieser Hund braucht eine Menge Platz. Den bekommt er auf dem Anwesen der Familie Davis im texanischen Bedford. Auch finanziell ist der vierbeinige Riese eine Herausforderung: Rund zwölf Näpfe voll mit Trockenfutter braucht es täglich, um seinen Hunger zu stillen.

Deutsche Doggen zählen zu den Hunden, die eine enorme Größe erreichen können. Doch es sind oft sanfte Riesen, die sich wegen ihres freundlichen und liebevollen Wesens als Familienhund eignen. (Symbolfoto)

Ehrlich, er schläft die meiste Zeit des Tages.

Brittany Davis

Größter Hund der Welt misst über zwei Meter, wenn er sich auf die Hinterläufe stellt

Wenn sich der rund 77 Kilogramm schwere Zeus auf die Hinterläufe stellt, ist er stolze 2,13 Meter groß – und überragt damit selbst die größten Männer. Doch wie einschüchternd seine Erscheinung auf manche wirken mag: Zeus ist ein sanftmütiges Familienmitglied, dessen Lieblingsbeschäftigung das Schlafen ist. „Ehrlich, er schläft die meiste Zeit des Tages“, erzählt sein Frauchen Brittany in einer Dokumentation des on-demand Streamingservices iWonder: „Er mag es, einfach nur in seinem Bettchen zu sitzen und auf seinen Spielzeugen herumzukauen“.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

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Zeus zählt eher zu den faulen Vierbeinern, seine aktive Phase dauert nur 15 bis 20 Minuten täglich an, so sein Frauchen. Den Rest des Tages entspanne er sich gerne. Doch zwei Dinge machen die Deutsche Dogge hellwach: Ab und zu bekommt er Erdnussbutter, die er seinen Besitzern zufolge heiß und innig liebt. Und auch der Besuch auf dem Bauernmarkt sei eine seiner Lieblingsbeschäftigungen.

Insta-Star: Warum ist Zeus so groß?

Zeus Größe ist eine Laune der Natur. Doch es gibt Menschen, die vermuten, dass seine Besitzer ihm besonderes Futter verabreichen, so sein Frauchen. Doch das ist nicht der Fall, er bekomme in erster Linie Spezialfutter für Deutsche Doggen.

Wenn Familie Davis unterwegs ist, sind sie der absolute Hingucker – in erster Linie wegen Zeus enormer Größe. Zwar kann Besitzerin Brittany es nach eigenen Aussagen immer noch nicht fassen, dass sie den größten Hund der Welt haben soll, aber sie freut sich über das Interesse an Zeus. Nicht nur im echten Leben, auch auf Instagram ist Zeus ein Star. Mehr als 9.400 Follower sind es bereits, die die Fotos und Videos mit der Deutschen Dogge regelmäßig liken und kommentieren.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

„So adorable“ (zu Deutsch: „So liebenswert“), „Soo sweet“ (zu Deutsch: „Soo süß“ oder „I wanna hug him“ (zu Deutsch: „Ich will ihn umarmen“) sind nur einige der vielen schönen Kommentare aus Zeus Fangemeinde.

Rubriklistenbild: © Instagram/zeus_king_dane

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