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Tauben – was es mit dem Kopfnicken der gefiederten Stadtbewohner auf sich hat

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Tauben sind nicht die beliebtesten Tiere, schon wegen ihrer Hinterlassenschaften. Denn nur die Wenigsten wissen um die nützliche Seite der Tiere.

Wenn sich Tauben Ihren Balkon oder Dachvorsprung als Nist- und Rastplatz ausgesucht haben, treten sie meist nicht einzeln oder in Paaren, sondern gleich in ganzen Gruppen auf. Das ist selten im Sinne der Balkonbesitzer, denn die Tiere verdrecken mit ihrem Kot den Balkon und können mit ihrem lauten Gurren teilweise eine echte Lärmbelästigung darstellen.

FamilieTauben
KlasseVögel
OrdnungTaubenvögel
Wissenschaftlicher NameColumbidae
Gattungen42
Artenmehr als 300

Neben Bettwanzen, Mardern, Mäusen und Silberfischen stehen Tauben ganz oben auf der Liste der unbeliebtesten Schädlinge. Dabei ist ihr Ruf oft schlechter als die Tiere selbst.

Diese Tauben sind Ihnen bestimmt schon begegnet

In Deutschland sind laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) drei Arten von Tauben besonders verbreitet: 

  • Straßentauben
  • Ringeltauben
  • Türkentauben

Die einzelnen Arten lassen sich neben der Größe vor allem am Gefieder unterscheiden. Straßentauben mit „Wildfärbung“ haben an Rücken und Flügeln hellgraue Federn mit zwei deutlich erkennbaren schwarzen Streifen auf den Flügeln, am Kopf sind Straßentauben blaugrau.

Die Straßentaube ist auch bekannt als „Haustaube“ oder „Stadttaube“. Der Straßentaube im Gefieder sehr ähnlich ist zudem die Hohltaube. Die kleinste heimische Taubenart ist die Turteltaube.

Die mit bis zu 3,1 Millionen Paaren Brutbestand in Deutschland häufigste Taubenart, die Ringeltaube, ist am weißen Fleck auf der Seite ihres Halses zu erkennen. Die Türkentaube ist hellgrau und hat einen schwarzen Streifen im Genick.

Lautes Gurren und skurriles Kopfwackeln – das steckt dahinter

Wie der Tagesspiegel berichtet, gurren Tauben nicht zur Verteidigung ihres Reviers, sondern um das andere Geschlecht anzulocken. Besonders während der Brutsaison der Vögel, zwischen März und August, tritt dieses zum Paarungsritual zugehörige Verhalten der männlichen Tiere vermehrt auf.

Die sogenannten Stadttauben erkennen Gartenfans an ihrem metallisch schimmerndem Hals (Symbolbild).

Und auch das Nicken der Vögel beim Fortbewegen scheint viele Menschen zu irritieren. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um eine unnütze Angewohnheit, im Gegenteil sogar, Tauben können durch die nickende Bewegung in alle Richtungen blicken und nehmen so ihre Umgebung besser wahr, wie focus.de weiß.

Tauben – weshalb die Vögel nicht nur als Plage betrachtet werden sollten

Dass Tauben oftmals für die Übertragung von Krankheiten verantwortlich sind, brachte den Vögeln schon in der Vergangenheit einen schlechten Ruf ein. Dabei finden sich die meisten Erreger nur bei Tauben wieder, sodass Menschen sich gar nicht mit ihm anstecken können.

Laut planet-wissen.de finden einige Völker schon seit vielen Jahren diverse Nutzen in den heutzutage oftmals verachteten Vögeln. Während die alten Ägypter die Vögel für ihren Kot schätzten und diesen gerne zum Düngen nutzten, hielten sich die Römer Tauben in der Vielzahl, um sie anschließend zu verspeisen. Und auch heute noch steht in so manchem Restaurant Taube als Delikatesse auf der Speisekarte. Und auch die Araber fanden ihren Zweck in den Vögeln, während der Kreuzzüge setzten sie diese als Brieftauben ein und entwickelten so ein funktionierendes Postsystem.

Zehn Gemüsesorten, die ganz einfach anzubauen sind

Kartofffeln
Kartoffeln brauchen nicht unbedingt ein Beet, um zu gedeihen. Ein Kübel an einem hellen, warmen Ort ist ideal.  © Imago
Mangold
Mangold sieht dank der farbenfrohen Stiele nicht nur wunderschön im Beet aus, er gehört auch zu den anspruchslosesten Gemüsesorten.  © Alexandra C. Ribeiro/Imago
Erbsenschote
Erbsen ranken je nach Sorte bis zu zwei Meter hoch, sind aber sehr pflegeleicht.  © Bernd Jürgens/Imago
Kohlrabi in Beet
Ab April kann Kohlrabi direkt ins Freie gesät werden und ist innerhalb von nur 12 bis 20 Wochen erntereif. © Dorit Kerlekin/Imago
Zwiebeln
Steckzwiebeln werden im Frühjahr in die Erde gesteckt und können im Sommer geerntet werden. © Imago
Feldsalat
Salat ist ein perfektes Gemüse für Anfänger. Er benötigt weder Dünger noch viel Zuwendung, mag aber kein Unkraut.  © Lutz Wallroth/Imago
Zucchini mit Blüte
Wenn Sie mindestens zwei Zucchinipflanzen setzen, ist eine Bestäubung garantiert.  © Fotothek Fürman/Imago
Blattspinat
Auch Spinat ist äußerst unkompliziert im Anbau. Man sät ihn im April, um ihn sechs bis acht Wochen später zu ernten.  © Victor Burnside/Imago
Radieschen
Radieschen wachsen schnell und das in fast jedem Boden.  © Gojaz Alkimson/Imago
Bohnen werden geerntet.
Buschbohnen lassen sich bis in den Herbst hinein ernten. (Symbolbild) © Lantapix/Imago

Außerdem dürfen sich die Gartenfreunde freuen, denn auch wenn die Extremitäten auf den Terrassenstühlen kein gutes Bild machen, der hohe Anteil an Kalium macht Taubenmist zu einem sehr begehrten Herbstdünger. Wer also beispielsweise das Blumenbeet düngen möchte, greift mit Taubenkot zu einem kostenfreien, aber sehr effektiven Hausmittel.

Tauben-Befall auf dem Balkon oder im Garten: Das können Sie tun

Wer in der Stadt in seiner Balkonpflege völlig aufgeht, kann in den meisten Fällen auf Tauben und ihre Nester verzichten. Es gibt einige sanfte Methoden, Tauben vom Balkon oder der Terrasse zu vertreiben. Vorab sollte Ihr Garten oder Balkon gereinigt werden, damit die Tauben dort kein Futter mehr finden.

Außerdem haben Tauben einen ausgeprägten Fluchtinstinkt. Deshalb sind sie abgeschreckt von Lichtreflexen und Dingen, die flattern oder glitzern, wie zum Beispiel Windspielen. Sehen die Tiere jedoch ihre eigene Spiegelung, etwa in einer Scheibe, halten sie diese für einen Artgenossen und steuern darauf zu.

Zudem lassen sich Tauben leicht durch akustische Signale stören. Wichtig dabei ist die beständige Änderung des Signals, da sich sie sonst an das Geräusch gewöhnen. Windspiele sind in diesem Fall nicht nur dekorativ, sondern haben auch eine vertreibende Funktion.

Auch abgeschrägte Kanten erschweren Tauben den Aufenthalt auf dem Balkon. Sie können sich auf den Schrägen nicht gut festhalten und rutschen herunter.

Tauben auf dem Dach? So halten Sie sie fern

Neben den oben genannten, abgeschrägten Kanten, die sich leicht auf dem Balkon installieren lassen, gibt es für Dächer und Gärten noch spezielle Spanndrahtsysteme. Diese verhindern, dass die Vögel landen können.

Zudem können Sie Dächer und Balkone zum Schutz vor Tauben mit Gittern und Netzen abhängen. Wer sich dafür entscheidet, die Tauben mithilfe regelmäßiger Entsorgungsaktionen ihrer Nester und Eier zu berauben, darf die Tiere jedoch gemäß dem Naturschutz nicht töten.

Eier dürfen also entfernt werden, Jungvögel nicht. Anders als bei kleinen Schädlingen wie Bettwanzen oder Silberfischen ist es untersagt, gegen Tauben Gift einzusetzen. Ähnlich wie bei Mardern, Mäusen oder Kakerlaken kann auch bei Tauben ein Fachmann helfen, wenn alle anderen Methoden und Hausmittel versagen.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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