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Distel bekämpfen: Im Garten am besten nach Regenschauer entfernen

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Stachelig, aber hübsch: Disteln werden oft als Schnittblume angeboten, fallen im Garten aber aufgrund ihrer ausladenden Wurzeln meist in die Kategorie „Unkraut“.

Auch wenn Disteln schön aussehen und vor allem für Insekten wie Bienen eine wichtige Nektarquelle darstellen – die Gewächse aus der Familie der Doldenblütler haben eine sehr ausladende Wurzel, wovon andere Gartenpflanzen benachteiligt werden können. Das Entfernen ist mit der richtigen Anleitung aber nicht schwer und nach einem Regenschauer noch einfacher.

Distel bekämpfen: Im Garten am besten nach Regenschauer entfernen

Disteln sind im Garten nicht gerne gesehen, da sie ausladende Wurzeln haben.

Erspäht man Disteln im Garten, so ist das einerseits Grund zur Freude, denn die stacheligen Pflanzen wachsen dort, wo die Bodenqualität stimmt. Andererseits haben Disteln den Ruf, andere Pflanzen zu verdrängen und mit ihnen um Licht und Wasser zu konkurrieren. Bekämpfen lassen sich die Gewächse nicht so einfach, denn sie müssen ausgegraben werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Da Disteln oftmals mit ihren Wurzeln fest im Boden verankert sind, ist das Herausziehen unter normalen Umständen nicht ganz einfach. Deshalb sollten Sie diese Arbeit auf einen Tag legen, an dem es geregnet hat.
  • Der Boden ist so nämlich aufgelockert und weicher, die Wurzeln können mithilfe eines Spatens, eines Messers oder einfach mit den Händen entfernt werden.
  • Gehen Sie dabei sorgfältig vor, denn wenn auch nur Teilstücke im Boden bleiben, reicht dies aus, damit neue Disteln austreiben können.

Dass Disteln auch nach dem Ausgraben wieder zurückkommen, ist nicht ungewöhnlich, denn sie sind Überlebenskünstler.

Hortensie bis Geranie: Zehn Pflanzen, die Bienen nicht mögen

Geranien
Geranien liefern nur wenig Nektar und Pollen und sind somit wenig insektenfreundlich.  © Gerard Lacz/Imago
Gingkobaum
Bäume wie der Lebensbaum, Ginkgo, die Tanne oder Zeder zählen zu den Gewächsen, die nicht bienenfreundlich sind.  © Harald Biebel/Imago
Magnolien
Magnolien werden von Käfern und nicht von Bienen bestäubt, da sie auch kaum Nektar produzieren.  © Andy Nowack/Imago
Hortensie im Garten
Hortensien begeistern mit ihren üppigen Blüten zwar Gärtnerinnen und Gärtner; für Bienen sind sie aber uninteressant.  © Mikel Bilbao/Imago
Hybrid-Forsythie
Wenn im März und April die Forsythien in Gelb blühen, sieht das zwar schön aus, bietet Bienen aber keinen Mehrwert.  © R. Rebmann/Imago
Flieder Syringa
Flieder begeistert zwar mit seinen zahlreichen Blüten, hat aber so gut wie keinen Nektar.  © Gabriele Hanke/Imago
Dahlie
Ungefüllte Dahlien stehen bei Bienen hoch im Kurs, während sie an gefüllten Exemplaren vorbeifliegen.  © Imago
Blühende Stiefmütterchen
Stiefmütterchen haben keine Pollen und somit auch keinen Nektar für Bienen.  © Peter Widmann/Imago
Gelbe Tulpen
Tulpen bieten Bienen und Hummeln nur wenige Pollen.  © ROHA-Fotothek Fürman/Imago
Gefüllte Pfingstrosen
Gefüllte Blumen wie Pfingstrosen sind für Bienen unattraktiv, da die Insekten die Blüte dadurch nicht erreichen.  © J. Ehrlich/Imago

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Alternativ können Sie Disteln auch mit einer Mischung aus Salz und Essig entfernen. Bedenken Sie jedoch, dass dies auch erwünschte Pflanzen schädigen kann. Auf versiegelten Flächen dürfen außerdem keine Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden – eine Kategorie, in die unter Umständen auch eine unausgewogene Mischung von Essig und Salz zählen kann.

Rubriklistenbild: © Rimmi/Imago

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