Erde durchlässig machen

Gründüngung oder Bodenleben fördern: Der Gartenboden lässt sich auch ohne Umgraben auflockern

  • schließen

Mit diesen schonenden Methoden können Sie Ihren Gartenboden lockern, ohne ihn umzugraben. So verbessern Sie die Bodenstruktur und fördern gesunde Pflanzen.

Ein gut gelockerter Boden ist entscheidend für gesund wachsende Pflanzen. Die Vorteile sind immens: Der Untergrund wird besser durchlüftet, Wasser und Nährstoffe verteilen sich gleichmäßig und Wurzeln dringen tiefer ein. Gesunde Böden sollten Sie jedoch eher nicht umgraben. In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie Ihren Gartenboden schonend und effektiv auflockern können.

Gartenboden lockern ohne Umgraben: Fördern Sie das Bodenleben

Lassen Sie andere die Arbeit für sich machen: Sorgen Sie für ausreichend Regenwürmer und andere Bodenlebewesen. Die kleinen Tierchen buddeln und fressen sich durch Ihren Gartenboden. Dabei zersetzen sie abgestorbene Pflanzenreste und lockern die Erde auf. Die Folge: Die Luft kann besser im Untergrund zirkulieren und das Wasser leichter abfließen. Bringen Sie organische Materialien wie Kompost oder Mulch aus, um das Bodenleben zusätzlich zu stimulieren. Alternativ greifen Sie auf einen Bodenaktivator zurück. 

Boden lockern: Setzen Sie spezielle Gartengeräte ein

Eignet sich gut, um den Boden oberflächlich aufzulockern, ohne dabei die Bodenschichten zu stören: der Sauzahn. 

Verschiedene Gartengeräte (werblicher Link) lockern den Boden auf, ohne ihn umzugraben:

  • Grabgabel
  • Sauzahn
  • Grubber
  • Hacke
  • Gartenkralle

Sie eignen sich gut, um den Boden oberflächlich aufzulockern, ohne dabei die Bodenschichten zu stören. Denn die Gartengeräte durchstechen die Erde lediglich, statt sie zu wenden. 

Gartenboden auflockern: Nutzen Sie das Prinzip der Gründüngung

Gemüse und Obst sind abgeerntet? Pflanzen Sie Gründüngerpflanzen. Mit Gewächsen wie Phacelia, Lupine oder der Studentenblume lockern Sie die Erde auf und erhöhen die Bodenqualität. So entsteht zwischen den Ernten ausreichend neuer Humus. Teilweise reichern die Pflanzen den Boden auch mit anderen Nährstoffen wie Stickstoff an.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Ein weiterer Vorteil: Die Blüten locken Bienen an. Sie tun also nicht nur Ihrem Garten, sondern auch der Umwelt einen Gefallen. Folgende Pflanzen können Sie als Gründünger einsetzen:

  • Phacelia
  • Perserklee
  • Gelbe Lupine
  • Studentenblume
  • Wicke
  • Gelbsenf
  • Rotklee
  • Ringelblume

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Mulchen Sie Ihren Boden regelmäßig

Verwenden Sie Rindenmulch, um Feuchtigkeit im Boden zu halten und Humusnachschub zu gewährleisten. Denn der Mulch verrottet langsam und wird so zu Humus. Dabei spielen auch Regenwürmer und andere Bodenlebewesen eine wichtige Rolle. 

Sie merken: Eigentlich gehören all diese Alternativen zusammen. Wer einen lockeren Gartenboden haben möchte, muss sich kontinuierlich um die Pflege kümmern. Wenn Sie allerdings diese vier Methoden befolgen, sparen Sie sich zumindest das Umgraben. Und das lohnt sich: Sie fördern das Wachstum gesunder Pflanzen und verbessern die Bodenstruktur auf natürliche Weise.

Rubriklistenbild: © Imago / Redeleit

Kommentare