Heizlüfter als Helfer in der Gas-Krise? Experten warnen –inklusive Grusel-Szenario
VonFelix Herz
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Die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Heizlüftern stieg in der Gaskrise deutlich an. Sie sind aber kein Ersatz von Heizungen, warnen offizielle Stellen.
München – Bibbern im Winter oder schwindelerregende Energie-Rechnungen: Szenarien, die sich gerade in vielen Köpfern der Deutschen abspielen. Was tun, wenn Heizen bei Minusgraden im Januar zur finanziellen Zerreißprobe wird? Schon jetzt verschwinden wegen der Gaskrise Produkte aus dem Supermarkt und die Menschen fangen an, einen Ausweg zu suchen.
Sie sehen diesen augenscheinlich auch in elektrisch betriebenen Heizlüftern. Das bringt aber ein neues Problem mit sich, vor dem die Bundesnetzagentur und der Energieverband die Verbraucher nun warnen.
Gas-Krise: Heizlüfter wohl eine teure Alternative
Heizlüfter erfreuen sich im Jahr 2022 großer Beliebtheit – viele Menschen sehen in den Geräten einen Ausweg aus den Unkosten von Heizungen und Co. Laut tagesspiegel.de wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 600.000 Heizlüfter verkauft – was einem Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche. Ziel: Die elektrisch betriebenen Geräte sollen für Wärme in den Privathaushalten sorgen, ohne auf teures Gas zurückgreifen zu müssen.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Heizlüfter bringen zwei Probleme mit sich, vor denen nun jeweils Sprecher der Bundesnetzagentur und des Energieverbandes warnten: So dürfe man nicht vergessen, dass auch die Strompreise weiterhin sehr hoch sind. Elektrisch betriebene Heizlüfter, deren Stromverbrauch sehr hoch ist, sind daher nicht die preiswerte Alternative, für die sie viele wohl halten.
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Warnung an Verbraucher: Heizlüfter bergen Risiko
Das zweite Problem wäre das gesamte Stromnetz in Deutschland. Wenn plötzlich hunderttausende von Heizlüftern, die einen hohen Stromverbrauch haben, zusätzlich am Netz hängen, könnten sie dieses überlasten – und es kommt zum großflächigen Stromausfall.
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Ein gruseliges Szenario, verstärkt dadurch, dass die Heizlüfter nicht vom Netzbetreiber abgeschaltet werden können, heißt es auf tagesspiegel.de. Denn sie sind nur an einer normalen Steckdose angeschlossen. Im Falle eines Stromausfalls müsse man dann per Lautsprecher oder App die Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen, die Geräte auszuschalten, um das Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen – kein leichtes Unterfangen. (fhz)