Konsum kann gefährlich sein

Dringender Rückruf: Beliebter Camembert mit Listerien kontaminiert

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Wenn Lebensmittel mit Bakterien belastete sind, werden sie zurückgerufen. Nun trifft es einen beliebten Camembert. Verbraucher sollten den Weichkäse keinesfalls essen.

Kassel – Ein beliebter Camembert-Hersteller einer französischen Firma wird aktuell zurückgerufen, weil dieser mit den Bakterien Listeria Monocytogenes belastet ist. Vor einem Verzehr wird vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dringend abgeraten. Sollte Weichkäse zuletzt in Ihrem Einkaufskorb gelandet sein, lohnt sich ein genauer Kontrollblick.

Listerien nachgewiesen: Beliebter französischer Camembert muss zurückgerufen werden

Betroffen vom Rückruf ist der „Camembert Isigny Calvados“ der Firma „Isigny Sainte Mère“. Der Hersteller vertreibt den Weichkäse in verschiedenen Größen. Betroffen von der Listerien-Belastung soll jedoch nur die Packungsgröße von 250 Gramm sein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der betroffenen Charge liegt am 11. September 2023.

Zur Kontamination mit den Bakterien Listeria Monocytogenes kam es demnach während der Produktion. Erhältlich ist das Produkt vor allem im Internet, kann jedoch auch in Supermärkten wie Rewe gekauft werden. Kürzlich musste bereits ein Lidl-Käse zurückgerufen werden.

Dieser Camembert ist vom Rückruf betroffen:

Der Camembert wer Firma Isigny Sante Mère muss aufgrund von Listerien zurückgerufen werden.
  • Hersteller: Isigny Sainte Mère
  • Produkt: Camembert Isigny Calvados
  • Packungsgröße: 250 Gramm
  • Haltbarkeit: MHD 11. September 2023
  • Charge-Nr.: C1912

„Verbraucher, die dieses Produkt konsumiert haben und Symptome feststellen, werden dringend gebeten, einen Arzt aufzusuchen“, schreibt der Hersteller in der Mitteilung zum Rückruf. Die häufigsten Symptome nach einem Verzehr von mit Listerien belasteten Lebensmitteln sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Bei gesunden Menschen verläuft eine Listeriose in der Regel harmlos oder wird gar nicht erst bemerkt. Insbesondere bei Schwangeren, kleineren Kindern und immungeschwächten Personen kann diese jedoch schwerwiegend verlaufen.

Betroffener Camembert sollte nicht verzehrt werden: So gefährlich kann eine Listeriose sein

Wer den Camembert noch im eigenen Kühlschrank liegen hat, sollte vom Konsum absehen. Auch nach über drei Wochen können noch Symptome ähnlich eines grippalen Infekts ausgelöst werden. Immer wieder ist Käse von Rückrufen aufgrund von Listerien betroffen.

Wie eindringlich gewarnt wird, können Listerien auch Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen verursachen, die in 30 Prozent der Fälle zum Tode führen. Bei Schwangeren kann eine Listeriose fatale Folgen für das ungeborene Kind haben: Es drohen Frühgeburten, schwere Schädigungen oder ein Absterben des Fötus. Solche Folgen sind auch möglich, wenn die Schwangere keine Symptome spürt, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertungen.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago (Symbolbild)

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