VonAdrian Kilbschließen
Das sommerliche Wetter lockt viele Menschen in Deutschland in den Garten. Bestimmte Experimente sollten Hobby-Gärtner aber lieber unterlassen. Beim Anbau mancher Pflanzen drohen Strafen.
Die sommerlichen Temperaturen im April versetzen viele Menschen in Deutschland in Hochstimmung. Denn das Wetter eignet sich perfekt für die ersten Gartenarbeiten im Frühling. Der Grill wird poliert, Blumenerde herangeschafft und der Rasen gemäht.
Doch besonders Mieter müssen einige Dinge beachten. Echo24.de hat zusammengestellt, was auf dem Balkon und im Garten nicht erlaubt ist. Gerade beim Grillen sollte jeder die Regeln kennen, weil es sonst schnell teuer werden kann.
Verbotene Pflanzen im Garten: Das dürfen Hobbygärtner nicht anbauen
Das gilt auch für Anbau einiger Pflanzen. Denn bei bestimmten Pflanzenarten ist die Anpflanzung nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) streng verboten. Im Überblick handelt es sich dabei um:
- Arzneimohn (Papaver bracteatum)
- Schlafmohn (Papaver somniferum)
- Azteken-Salbei (Salvia divinorum)
- Cocastrauch (Erythroxylum coca)
Gefährliche Wirkstoffe: Arznei- oder Schlafmohn darf nicht im Garten angebaut werden
Wer im heimischen Garten im Frühjahr große Veränderungen plant, muss also aufpassen. Denn wer diese Pflanzen anbaut, dem drohen Geld- oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Doch was macht sie so gefährlich?
Der aus dem Iran stammende Arznei- oder Schlafmohn enthält Milchsaft in seinen Samenkapseln. Bei manchen Sorten ist dieser Sagt stark morphinhaltig und lässt sich in getrockneter Form dazu nutzen, starke Medikamente und sogar Rauschgift wie Heroin herzustellen.
Azteken-Salbei löst extremen Rauschzustand aus – Pflanze im heimischen Garten verboten
Ebenfalls nach dem Betäubungsmittelgesetz untersagt ist in Deutschland der Anbau von Azteken-Salbei. Seine Blätter enthalten sogenannte terpenoide Salvinorine, die beim Kauen Halluzinationen hervorrufen können.
Schamanen in Mexiko versetzen mit der Pflanze Menschen in Zeremonien in Rauschzustände mit ultrarealistisch wirkenden Visionen. Zudem behandeln Heiler mit dem Salbei körperliche Beschwerden, berichtet „chip.de“. In Deutschland verbietet aber das Betäubungsmittelgesetz den Anbau der Pflanzenart – ebenfalls wie die Anpflanzung des Cocastrauchs.
Verbotene Pflanzen im Garten: Mit Blättern des Cocastrauchs lässt sich Kokain herstellen
Die Blätter des aus Südamerika stammenden Cocastrauches enthalten Alkaloide, die sich negativ auf den menschlichen Organismus auswirken können. Auch Koka-Landwirte in Afrika, Indonesien und Indien bauen den Strauch an.
Die Blätter werden zur Herstellung von Rauschmitteln wie Kokain verwendet. Zudem kommen sie in nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wegen ihrer schmerzstillenden Wirkung zum Einsatz. Der Anbau in Deutschland ist aber auch bei dieser Pflanzenart strengstens verboten.
Cannabis-Anbau seit April 2024 legal – drei Pflanzen pro Person erlaubt
Viele Fans einer anderen Pflanze frohlocken dieser Tage in Deutschland. Vielmehr ist es das am 1. April in Kraft getretene Gesetz, das nicht nur den Besitz von Cannabis regelt, sondern auch den Anbau begrenzter Mengen im privaten Garten erlaubt.
Das bedeutet, dass drei Pflanzen pro erwachsener Person im Garten oder in der Wohnung in einem Zimmer oder in einem „Grow-Zelt“ angebaut werden dürfen. echo24.de klärt auf, worauf bei der Zucht zu achten ist, welche Rechte nach der Legalisierung Mieter und Vermieter haben, wie sich Nachbarn von Kiffern gegen belästigenden Geruch wehren können.
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